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today28.02.2026
Gary Barlow ist eine der prägendsten Figuren der britischen Popmusik – als kreativer Kopf von Take That und erfolgreicher Solokünstler hat er die Musiklandschaft seit den frühen 1990er Jahren maßgeblich beeinflusst. Der Singer-Songwriter aus Cheshire überzeugt nicht nur mit seiner markanten Stimme, sondern vor allem mit seinem außergewöhnlichen Talent als Komponist emotionaler Pop-Balladen. Neben seiner musikalischen Karriere ist Barlow auch als Fernsehpersönlichkeit, Produzent und Wohltäter aktiv.
| Künstlername | Gary Barlow |
| Bürgerlicher Name | Gary Barlow |
| Genre | Pop, Pop-Rock, Soft-Rock |
| Größter Hit | Forever Love |
| Geburtsdatum | 20. Januar 1971 |
| Geburtsort | Frodsham, Cheshire, England |
| Staatsangehörigkeit | Britisch |
| Sternzeichen | Wassermann |
| Markenzeichen | Emotionale Balladen, herausragendes Songwriting, orchestrale Pop-Arrangements |

Gary Barlow wurde am 20. Januar 1971 in der kleinen Stadt Frodsham in der Grafschaft Cheshire geboren. Schon früh zeigte sich sein musikalisches Talent – als Teenager nahm er an verschiedenen Fernsehwettbewerben teil und begann, eigene Songs zu schreiben. Diese frühe Leidenschaft für Musik sollte den Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere legen.
Der große Durchbruch kam 1990, als Barlow gemeinsam mit dem Manager Nigel Martin-Smith die Boyband Take That gründete. Neben Gary gehörten Howard Donald, Mark Owen, Jason Orange und Robbie Williams zur Originalbesetzung. Von Anfang an war Barlow das kreative Zentrum der Gruppe – er übernahm nicht nur die Leadstimme bei vielen Songs, sondern schrieb auch die meisten Hits der Band. Singles wie “A Million Love Songs”, “Pray”, “Back for Good” und “Never Forget” wurden zu Meilensteinen der britischen Popmusik der 1990er Jahre.
Take That entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer der erfolgreichsten Boygroups Europas. Ihre Alben “Take That & Party” (1992), “Everything Changes” (1993) und “Nobody Else” (1995) erreichten Spitzenplatzierungen in den Charts. Besonders “Back for Good” wurde international zum Riesenerfolg und schaffte es sogar in die Top 10 der US-Charts – eine Seltenheit für britische Popacts dieser Zeit.
Als Take That sich 1996 auflöste, startete Gary Barlow sofort seine Solokarriere. Seine Debütsingle “Forever Love” erschien im Juli 1996 und wurde auf Anhieb ein Nummer-1-Hit in Großbritannien. Der Song, eine emotionale Ballade, die auch als Titelmelodie für den Film “The Leading Man” diente, zeigte Barlows Stärke als Songwriter und Interpret. Es folgten weitere erfolgreiche Singles wie “Love Won’t Wait” (ebenfalls UK Nummer 1) und “Open Road”.
Sein erstes Soloalbum “Open Road” erschien 1997 und verkaufte sich weltweit etwa zwei Millionen Mal. Das zweite Album “Twelve Months, Eleven Days” (1999) konnte jedoch nicht an diese Erfolge anknüpfen. In den frühen 2000er Jahren geriet Barlows Karriere ins Stocken – eine Zeit, die er später als äußerst schwierig beschrieb. Nach dem Ende von Take That und dem nachlassenden Erfolg seiner Solokarriere litt er unter Essstörungen, insbesondere Bulimie, und psychischen Belastungen. Diese dunkle Phase seines Lebens hat Barlow in Interviews und Dokumentationen offen thematisiert.
Trotz dieser Herausforderungen gab Barlow nicht auf. Er arbeitete weiter als Songwriter und Produzent, schrieb Songs für andere Künstler und hielt sich so in der Musikindustrie. Diese Phase der Neuorientierung sollte sich als wichtig für seine spätere Rückkehr erweisen.
2005 kam die große Wende: Take That kündigten ihre Wiedervereinigung an – zunächst ohne Robbie Williams, der bereits eine erfolgreiche Solokarriere verfolgte. Das Comeback-Album “Beautiful World” (2006) wurde ein sensationeller Erfolg und bewies, dass die Band nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hatte. Singles wie “Patience” eroberten erneut die Spitze der Charts.
Gary Barlow war wieder in seinem Element und führte die Band als kreativer Kopf zu neuen Höhen. Es folgten weitere erfolgreiche Alben wie “The Circus” (2008) und “Progress” (2010), bei dem sogar Robbie Williams zeitweise zurückkehrte. Die Band füllte Stadien und brach Verkaufsrekorde. Nach dem Ausstieg von Jason Orange 2014 machten Barlow, Donald und Owen als Trio weiter und veröffentlichten Alben wie “III” (2014), “Wonderland” (2017) und “This Life” (2023).
Parallel zu Take That verfolgte Barlow auch seine Solokarriere weiter. 2012 veröffentlichte er das Album “Sing”, dessen Titelsong er gemeinsam mit The Commonwealth Band für das Diamantene Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. schrieb. Der Song wurde ein großer Hit und erreichte Platz 1 in Großbritannien. Sein Album “Since I Saw You Last” (2013) wurde ebenfalls ein kommerzieller Erfolg, besonders die Single “Let Me Go” erreichte Platz 2 der UK-Charts und entwickelte sich zu einem seiner meistverkauften Solo-Songs.
Neben seiner Musikkarriere etablierte sich Gary Barlow auch als Fernsehpersönlichkeit. Von 2011 bis 2013 war er Juror bei der britischen Version von “The X Factor”, wo er sein Fachwissen und seine Erfahrung an aufstrebende Talente weitergab. Später war er auch in Shows wie “Let It Shine” und “Walk the Line” zu sehen. Seine sympathische und professionelle Art machte ihn beim Publikum beliebt.
Barlow engagiert sich stark für wohltätige Zwecke. Für seine Verdienste um die Musik und sein soziales Engagement wurde ihm 2012 der Orden Officer of the Order of the British Empire (OBE) verliehen. Er hat mehrere Ivor Novello Awards gewonnen, die zu den prestigeträchtigsten Auszeichnungen für Songwriting in Großbritannien gehören, darunter einen für seinen “Outstanding Contribution to British Music”.
Als Unternehmer gründete Barlow mehrere Produktions- und Verlagsfirmen, darunter True North Productions und San Remo Live Publishings, um junge Talente zu fördern. Er war auch an Musical-Projekten beteiligt, etwa an “Finding Neverland”. Seine jüngeren Alben “Music Played by Humans” (2020) und das Weihnachtsalbum “The Dream of Christmas” (2021) zeigen seine anhaltende kreative Produktivität. Für 2025 ist eine neue EP mit dem Titel “Meanwhile” angekündigt.
Gary Barlow ist seit dem Jahr 2000 mit Dawn Andrews verheiratet, einer ehemaligen Tänzerin. Das Paar hat drei Kinder: Daniel (geboren 2000), Emily (geboren 2002) und Daisy (geboren 2009). Im Jahr 2012 erlebte die Familie eine tragische Zeit, als ihre Tochter Poppy tot geboren wurde. Dieser Verlust bewegte Barlow zutiefst und beeinflusste auch sein Songwriting. Die Single “Let Me Go” wird oft mit dieser persönlichen Tragödie in Verbindung gebracht.
Trotz seines Ruhms und Erfolgs hat Barlow immer versucht, sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Er lebt mit seiner Familie in Großbritannien, hauptsächlich im Raum London. In Interviews zeigt er sich bodenständig und reflektiert, besonders wenn es um die Höhen und Tiefen seiner Karriere geht.
Die Dokumentation über Take That auf Netflix, die in den letzten Jahren erschien, gibt tiefe Einblicke in die persönlichen Kämpfe der Bandmitglieder, einschließlich Barlows Kampf mit Essstörungen und dem Druck des Ruhms. Seine Offenheit über diese Themen hat vielen Menschen Mut gemacht und zeigt eine Seite des Stars, die über die glitzernde Fassade der Popwelt hinausgeht.
Heute, mehr als drei Jahrzehnte nach seinem Durchbruch, ist Gary Barlow eine feste Größe in der britischen Musiklandschaft. Seine Songs werden weiterhin im Radio gespielt – auch auf Online Radio und Streaming-Plattformen erreichen seine Hits ein weltweites Publikum. Mit seinem unverwechselbaren Stil, seiner emotionalen Tiefe und seinem handwerklichen Können als Songwriter hat er sich einen festen Platz in der Popgeschichte gesichert. Ob solo oder mit Take That – Gary Barlow bleibt ein Künstler, der Generationen berührt und inspiriert.
Wir konnten leider keine Konzerte von Gary Barlow finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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