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today01.03.2026
John Taylor, bürgerlich Nigel John Taylor, ist vor allem als Bassist der legendären New-Wave-Band Duran Duran bekannt. Mit seinem markanten Bassspiel prägte er den Sound der 1980er Jahre entscheidend mit. Neben seiner Arbeit mit Duran Duran wagte er sich auch an Soloprojekte, wobei “I Do What I Do (Theme for 9½ Weeks)” sein bekanntester Solo-Hit wurde.
| Künstlername | John Taylor |
| Bürgerlicher Name | Nigel John Taylor |
| Genre | New Wave, Pop Rock, Synthpop |
| Größter Hit | I Do What I Do (Theme for 9½ Weeks) |
| Geburtsdatum | 20. Juni 1960 |
| Geburtsort | Solihull, Warwickshire, England |
| Staatsangehörigkeit | Britisch |
| Sternzeichen | Zwillinge |

Nigel John Taylor erblickte am 20. Juni 1960 in Solihull das Licht der Welt und wuchs in Hollywood, Worcestershire, auf. Seine Kindheit war von einer starken Kurzsichtigkeit geprägt, die ihn aber nicht davon abhielt, seine Leidenschaft für Musik zu entwickeln. Er besuchte die Our Lady of the Wayside Catholic School sowie die Abbey High School in Redditch. In seiner Jugend war er nicht nur ein begeisterter Musiker, sondern auch Mitglied einer Modellbau-Wargaming-Community, was seine kreative Ader schon früh unter Beweis stellte.
Die musikalische Reise begann 1978, als der damals 18-Jährige gemeinsam mit Nick Rhodes die Band Duran Duran gründete. Ursprünglich griff Taylor zur Gitarre, wechselte jedoch schnell zum Bass und fand dort seine wahre Berufung. Sein Bassspiel, stark beeinflusst von Funk-Legenden wie Chic und der Kunstrock-Band Roxy Music, sollte zum Markenzeichen der Band werden. Die New Romantic-Bewegung bot den perfekten Nährboden für die aufstrebende Formation aus Birmingham.
Die frühen 1980er Jahre markierten den kometenhaften Aufstieg von Duran Duran. Mit Alben wie dem selbstbetitelten Debüt 1981, dem ikonischen “Rio” 1982 und “Seven and the Ragged Tiger” 1983 eroberte die Band die Charts weltweit. John Taylor trug nicht nur mit seinem unverwechselbaren Bassspiel bei, sondern auch als Songwriter zu diesem Erfolg. Songs wie “Hungry Like the Wolf”, “Rio” und später “Ordinary World” wurden zu Hymnen einer ganzen Generation.
Die Band war nicht nur musikalisch innovativ, sondern auch visuell wegweisend. Die aufwendig produzierten Musikvideos, in denen Taylor und seine Bandkollegen modisch stets auf der Höhe der Zeit erschienen, liefen in Dauerschleife auf MTV. Der New Romantic-Look mit seinen extravaganten Outfits und dem perfekt gestylten Haar wurde zum Erkennungsmerkmal. Taylor selbst wurde zum Teenie-Idol und erhielt Spitznamen wie “J.T.” oder “Tigger”.
Neben Duran Duran engagierte sich Taylor 1985 in der Supergruppe The Power Station, die er zusammen mit seinem Bandkollegen Andy Taylor, dem Sänger Robert Palmer und dem Schlagzeuger Tony Thompson gründete. Dieses Projekt zeigte eine rockigere, funkigere Seite seines musikalischen Spektrums.
Während einer kreativen Pause von Duran Duran wagte John Taylor 1986 seinen ersten Schritt als Solosänger. Für den Soundtrack des Films “9½ Weeks” mit Mickey Rourke und Kim Basinger nahm er “I Do What I Do (Theme for 9½ Weeks)” auf. Interessanterweise war der Song ursprünglich für die Sängerin Lisa Dalbello vorgesehen, doch als diese absprang, übernahm Taylor kurzerhand selbst den Leadgesang. Mit den markanten Saxophon-Parts von Jazz-Legende Michael Brecker wurde der Track zu einem atmosphärischen Meisterwerk, das die sinnliche Stimmung des Films perfekt einfing.
Der Song erreichte Platz 23 in den US Billboard Hot 100 und Platz 42 in den UK Singles Charts – ein respektabler Erfolg für einen Debüt-Solo-Auftritt. Die Single bewies, dass Taylor mehr war als nur der charismatische Bassist einer erfolgreichen Band. Er konnte auch als eigenständiger Künstler überzeugen und seine musikalische Vision jenseits der Bandgrenzen verwirklichen.
1997 verließ John Taylor Duran Duran, um sich intensiver auf seine Solokarriere und andere kreative Projekte zu konzentrieren. Er gründete sein eigenes Label B5 Records und veröffentlichte zwischen 1997 und 2002 eine beeindruckende Reihe von Alben. “Feelings Are Good and Other Lies” (1997) markierte den Auftakt, gefolgt von “Résumé” (1999, zusammen mit Jonathan Elias), “Meltdown” (1999), “The Japan Album” (1999) und “Techno for Two” (2001). Die Kompilation “MetaFour” erschien 2002 und rundete diese produktive Phase ab.
Seine Soloarbeiten zeigten eine deutlich experimentellere Seite. Taylor bewegte sich zwischen elektronischen Klängen, Dance-Elementen und persönlicheren, oft düsteren Texten. Diese Werke reflektierten auch seine persönlichen Kämpfe mit Alkohol- und Drogensucht, die er später öffentlich thematisierte. Die Musik wurde zum Ventil für seine inneren Konflikte und bot ihm einen Weg, sich künstlerisch mit seinen Dämonen auseinanderzusetzen. Viele dieser Alben verkaufte er direkt über seine Website an Fans, was ihm eine unabhängige Kontrolle über seine Kunst ermöglichte.
Neben seiner Solokarriere war Taylor 1996 auch bei den Neurotic Outsiders aktiv, einem Rockprojekt mit Musikern aus verschiedenen bekannten Bands. Diese vielfältigen musikalischen Ausflüge zeigten seine Wandlungsfähigkeit und seinen Drang, sich nicht auf einen Stil festlegen zu lassen.
Im Jahr 2001 kehrte John Taylor zu Duran Duran zurück, als sich die Originalbesetzung wieder zusammenfand. Seitdem ist er festes Mitglied der Band geblieben und hat zu weiteren erfolgreichen Alben beigetragen. Die Reunion erwies sich als künstlerisch und kommerziell erfolgreich und bewies, dass die Chemie zwischen den Bandmitgliedern auch nach Jahren der Trennung noch funktionierte.
2012 veröffentlichte Taylor seine Autobiografie “In the Pleasure Groove: Love, Death and Duran Duran”, in der er offen über sein Leben, seine Erfolge und seine persönlichen Krisen sprach. Das Buch gewährte Fans einen intimen Einblick in das Leben eines Rockstars jenseits der glamourösen Fassade und wurde von Kritikern für seine Ehrlichkeit gelobt.
John Taylors Einfluss auf die Popmusik der 1980er Jahre kann kaum überschätzt werden. Sein funkiges, rhythmisches Bassspiel setzte neue Standards und inspirierte unzählige Musiker. Ob man seine Musik im klassischen Radio hört oder heute über Streaming-Dienste und Internetradio entdeckt – die Songs haben nichts von ihrer Frische verloren. Sein Beitrag zur visuellen Ästhetik der Musikvideos half, das Medium zu dem zu machen, was es heute ist.
Heute lebt Taylor überwiegend in den USA, wo er weiterhin musikalisch aktiv ist. Seine Karriere zeigt eindrucksvoll, wie ein Künstler sich immer wieder neu erfinden kann, ohne dabei seine musikalische Identität zu verlieren. Von den glamourösen Anfängen in Birmingham über die Solo-Experimente bis zur triumphalen Rückkehr zu Duran Duran – John Taylor bleibt eine feste Größe in der Musikwelt und ein Symbol für die kreative Energie der New-Wave-Ära.
Wir konnten leider keine Konzerte von John Taylor finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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