Basement Jaxx – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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Basement Jaxx ist ein britisches Elektro-Duo aus London, das seit Mitte der 1990er Jahre die elektronische Tanzmusik prägt. Felix Buxton und Simon Ratcliffe schufen mit ihrer einzigartigen Mischung aus House, UK Garage, Funk und globalen Einflüssen einen unverwechselbaren Sound. Ihre energiegeladenen Tracks und spektakulären Live-Shows machten sie zu Ikonen der Dance-Szene.

Künstlername Basement Jaxx
Mitglieder Felix Buxton, Simon Ratcliffe
Genre House, UK Garage, Electronic Dance, Big Beat
Größter Hit Where’s Your Head At?
Gründungsjahr 1994
Land Großbritannien
Markenzeichen Vielseitige Genre-Mischung, kreative Musikvideos, energiegeladene Live-Shows

Die Anfänge in der Londoner Underground-Szene

Webradio Steckbrief - Basement Jaxx

Die Geschichte von Basement Jaxx beginnt 1993 in einem Pub in South London, wo sich Felix Buxton und Simon Ratcliffe durch gemeinsame Bekannte kennenlernten. Felix, geboren am 8. Mai 1970 in London, und Simon, geboren am 28. November 1969, teilten eine Leidenschaft für elektronische Musik und die pulsierende Clubkultur der britischen Hauptstadt. Besonders der Stadtteil Brixton wurde zum Epizentrum ihrer kreativen Aktivitäten.

Ab 1994 begannen die beiden, regelmäßige Clubnächte unter dem Namen Basement Jaxx zu veranstalten. Diese Partys entwickelten sich schnell zu einem Geheimtipp in der Londoner Underground-Szene. Hier experimentierten sie mit verschiedenen Sounds, von klassischem House über UK Garage bis hin zu Funk und Reggae. Die multikulturelle Atmosphäre Brixtons spiegelte sich in ihrer Musik wider und prägte ihren charakteristischen, genreübergreifenden Stil. Sie gründeten ihr eigenes Label Atlantic Jaxx Records, um ihre ersten EPs und Singles zu veröffentlichen und behielten damit die kreative Kontrolle über ihre Musik.

Der Durchbruch mit Remedy

Das Jahr 1999 markierte den kommerziellen Durchbruch für Basement Jaxx. Ihr Debütalbum “Remedy” erschien über XL Recordings und katapultierte das Duo aus dem Underground in die Charts. Die erste Single “Red Alert” erreichte Platz 5 der UK Singles Chart und eroberte sogar die Spitze der US Billboard Dance Club Play Chart. Der Track mit seinen treibenden Beats und dem unwiderstehlichen Groove wurde zum Clubhit und läutete eine neue Ära in der elektronischen Musik ein.

“Remedy” war mehr als nur ein Album – es war eine Ansage. Mit Tracks wie “Rendez-Vu”, der ebenfalls die Top 5 in Großbritannien erreichte, bewiesen Buxton und Ratcliffe, dass elektronische Tanzmusik sowohl innovativ als auch massentauglich sein konnte. Das Album kombinierte energiegeladene House-Beats mit eingängigen Melodien und verschiedenen Gaststimmen, was zu einem frischen, unverwechselbaren Sound führte. Die Musikpresse feierte “Remedy” als Meilenstein, und plötzlich war Basement Jaxx in aller Munde. Ihre Musik lief nicht nur in Clubs, sondern auch im Webradio und auf verschiedenen Streaming-Plattformen, was ihre Reichweite erheblich vergrößerte.

Rooty und der internationale Erfolg

Mit ihrem zweiten Studioalbum “Rooty” aus dem Jahr 2001 festigten Basement Jaxx ihren Status als Superstars der elektronischen Musik. Das Album war noch vielseitiger als sein Vorgänger und präsentierte das Duo auf dem Höhepunkt seiner kreativen Schaffenskraft. Die Single “Romeo” wurde zu einem weltweiten Hit und zeigte eine melodischere, zugänglichere Seite von Basement Jaxx, ohne dabei an Tanzboden-Tauglichkeit einzubüßen.

Der absolute Höhepunkt war jedoch “Where’s Your Head At?”, ein Track, der mit seinem aggressiven Bassline, den verzerrten Vocals und dem ikonischen Musikvideo mit tanzenden Affen Kultstatus erreichte. Die Single kletterte auf Platz 9 in Großbritannien, Platz 9 in Kanada und Platz 16 in Australien. Sogar in den US Modern Rock Charts schaffte es der Song auf Platz 39 – eine beachtliche Leistung für einen elektronischen Dance-Track. “Where’s Your Head At?” gilt bis heute als ihr größter internationaler Hit und wird häufig als Paradebeispiel für die kreative Verschmelzung von Rock-Elementen mit elektronischer Musik genannt.

Das Party-Konzept “Rooty”, das sie parallel zu ihren Clubnächten entwickelt hatten, wurde zum Synonym für ihre ausgelassenen, energiegeladenen Events. Basement Jaxx waren nicht nur Produzenten, sondern echte Entertainer, die verstanden, wie man eine Menge in Ekstase versetzt.

Auszeichnungen und künstlerische Vielfalt

Die Jahre nach “Rooty” waren geprägt von künstlerischer Experimentierfreude und zahlreichen Auszeichnungen. 2003 erschien “Kish Kash”, ein Album, das mit einer beeindruckenden Liste von Gastbeiträgen aufwartete. Von Siouxsie Sioux über Dizzee Rascal bis hin zu Lisa Kekaula arbeiteten die unterschiedlichsten Künstler mit dem Duo zusammen. Diese Offenheit für Kollaborationen wurde 2005 mit dem Grammy Award für Best Electronic/Dance Album belohnt – eine der höchsten Auszeichnungen in der Musikindustrie.

Zudem gewannen Basement Jaxx den Brit Award als Best British Dance Act sowohl 2002 als auch 2004. Diese Ehrungen unterstrichen ihre Bedeutung für die britische Musikszene und ihre Fähigkeit, elektronische Musik einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Single “Good Luck” aus “Kish Kash” brachte ihnen weitere Grammy-Nominierungen ein und zeigte erneut ihre Vielseitigkeit.

2006 folgte “Crazy Itch Radio”, das ihre Experimentierfreude weiter vorantrieb, gefolgt von “Scars” im Jahr 2009. Im selben Jahr veröffentlichten sie auch “Zephyr”, was ihre Produktivität und ihren Drang, ständig neue musikalische Territorien zu erkunden, unterstrich. Die Kompilation “The Singles” von 2005, die mit der neuen Single “Oh My Gosh” (Platz 8 in UK) eröffnet wurde, erreichte in Großbritannien Platinstatus und dokumentierte eindrucksvoll ihre Hit-Parade.

Remixarbeit, Medien und Live-Spektakel

Neben ihren eigenen Produktionen machten sich Basement Jaxx auch als gefragte Remixer einen Namen. Sie arbeiteten mit Größen wie Missy Elliott, Yoko Ono, Justin Timberlake und Cyndi Lauper zusammen und verliehen deren Tracks ihren charakteristischen Sound. Diese Remixarbeiten erweiterten nicht nur ihren künstlerischen Horizont, sondern brachten sie auch mit verschiedensten Musikstilen in Berührung.

Ihre Musik fand auch den Weg in Film und Fernsehen. “Do Your Thing” war im Film “Bend It Like Beckham” zu hören, während “Where’s Your Head At?” im Soundtrack zu “Tomb Raider” auftauchte. Diese Präsenz in Medien und Videospielen machte ihre Musik einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich und festigte ihren Status als kulturelle Ikonen der 2000er Jahre.

Ein besonderes Highlight war ihre Zusammenarbeit mit dem Metropole Orkest im Jahr 2011, die in einem Live-Album mündete. Diese Verschmelzung von elektronischer Musik mit orchestralen Elementen bewies einmal mehr die musikalische Bandbreite und Experimentierfreude des Duos. Ihre Live-Shows waren stets spektakuläre Ereignisse – theatralisch inszeniert, visuell beeindruckend und voller Energie. Wer Basement Jaxx live erlebte, bekam nicht einfach ein Konzert, sondern eine audiovisuelle Party der Extraklasse.

Junto und die Gegenwart

Nach einer längeren kreativen Pause meldeten sich Basement Jaxx 2014 mit “Junto” zurück. Das Album zeigte, dass das Duo nichts von seiner Innovationskraft verloren hatte, auch wenn es in einer veränderten Musiklandschaft erschien. Die elektronische Musik hatte sich weiterentwickelt, doch Basement Jaxx blieben ihrem Stil treu und integrierten gleichzeitig zeitgenössische Einflüsse.

In den Jahren nach “Junto” konzentrierten sich Felix Buxton und Simon Ratcliffe verstärkt auf Live-Auftritte und Jubiläumsveranstaltungen. Sie tourten weiterhin durch die Welt und begeisterten alte wie neue Fans mit ihrer zeitlosen Musik. Ihre Tracks werden nach wie vor in Clubs gespielt und laufen regelmäßig im Internetradio sowie auf verschiedenen Online-Streaming-Plattformen, wo neue Generationen von Musikliebhabern ihre Hits entdecken.

Das Duo ist bis heute aktiv und hat sich nie offiziell aufgelöst. Ihre Musik bleibt relevant, ihre Einflüsse sind in der modernen elektronischen Tanzmusik deutlich spürbar. Basement Jaxx haben bewiesen, dass elektronische Musik nicht nur ein vorübergehender Trend ist, sondern eine Kunstform mit Tiefe, Vielfalt und dauerhafter Anziehungskraft. Von den Underground-Clubs in Brixton bis zu den großen Festivalbühnen der Welt – Felix Buxton und Simon Ratcliffe haben eine bemerkenswerte Reise hinter sich und bleiben eine feste Größe in der Geschichte der elektronischen Musik.

Konzerte von Basement Jaxx

Wir konnten leider keine Konzerte von Basement Jaxx finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM