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today28.02.2026
B.B. King, geboren als Riley B. King, gilt als einer der einflussreichsten Bluesgitarristen aller Zeiten. Mit seinem unverwechselbaren Gitarrenspiel und seiner ausdrucksstarken Stimme prägte er den modernen Blues wie kaum ein anderer. Über sechs Jahrzehnte hinweg tourte er unermüdlich und brachte den Blues in die ganze Welt.
| Künstlername | B.B. King |
|---|---|
| Bürgerlicher Name | Riley B. King |
| Genre | Blues, Electric Blues, Soul |
| Größter Hit | The Thrill Is Gone |
| Geburtsdatum | 16. September 1925 |
| Geburtsort | Itta Bena, Mississippi, USA |
| Wohnort | Las Vegas, Nevada, USA |
| Todesdatum | 14. Mai 2015 |
| Sterbeort | Las Vegas, Nevada, USA |
| Staatsangehörigkeit | Amerikanisch |
| Sternzeichen | Jungfrau |
| Markenzeichen | Gitarre “Lucille”, expressives Vibrato, gefühlvolle Soli |

Riley B. King wurde am 16. September 1925 auf einer Baumwollplantage namens Berclair in Leflore County, Mississippi, geboren. Seine Kindheit war von Armut und Entbehrungen geprägt. Als er gerade vier Jahre alt war, verließ seine Mutter Nora Ella den Vater Albert, und Riley wuchs bei seiner Großmutter mütterlicherseits, Elnora Farr, auf. Die Familie zog mehrmals um, von Kilmichael über Lexington bis nach Indianola. Mit nur neun Jahren verlor er seine Mutter, ein Schicksalsschlag, der ihn tief prägte.
Die Musik wurde früh zu seinem Zufluchtsort. In den Baptistenkirchen und Pfingstgemeinden der Gegend sang er Gospel und entdeckte seine Liebe zum Gesang. Ein lokaler Pastor brachte ihm die ersten Griffe auf der Gitarre bei, und für etwa 15 Dollar kaufte er sich seine erste eigene Silvertone-Gitarre. Diese bescheidenen Anfänge legten den Grundstein für eine der bemerkenswertesten Karrieren in der Musikgeschichte.
Ende der 1940er Jahre zog es den jungen Riley King nach Memphis, Tennessee, wo die Bluesszene florierte. Dort begann er in Clubs und auf der Straße aufzutreten und knüpfte wichtige Kontakte. Sein großer Durchbruch kam, als er beim Radiosender WDIA eine eigene Sendung bekam. Dort nannte man ihn den “Beale Street Blues Boy”, ein Name, der später zu “Blues Boy” und schließlich zu “B.B.” verkürzt wurde.
1949 machte King seine ersten Aufnahmen bei Bullet Records, bevor er zu RPM und Modern Records wechselte. Der Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten: 1951 erreichte sein Song “3 O’Clock Blues” Platz 1 in den US-R&B-Charts und hielt sich dort beeindruckende 15 Wochen. Es folgten weitere Nummer-eins-Hits wie “You Know I Love You”, “Please Love Me” und “You Upset Me Baby”. B.B. King hatte sich als feste Größe im Blues etabliert.
In dieser Zeit formte er auch seine charakteristische Band, den B.B. King Review, mit Hornsektionen, Saxophonisten und einer soliden Rhythmusgruppe. Diese Formation begleitete ihn auf seinen zahllosen Tourneen, bei denen er oft über 250 bis 300 Konzerte pro Jahr absolvierte. Seine Arbeitsethik war legendär, und er brachte den Blues in jede Ecke Amerikas.
Ein besonderes Markenzeichen von B.B. King war seine Gitarre, die er liebevoll “Lucille” nannte. Der Name geht auf eine Geschichte aus den 1950er Jahren zurück: Bei einem Auftritt in einem Club in Arkansas brach ein Feuer aus, ausgelöst durch einen Streit zweier Männer um eine Frau namens Lucille. King rannte zurück ins brennende Gebäude, um seine Gitarre zu retten. Seitdem nannte er alle seine Gitarren Lucille, als Erinnerung daran, niemals etwas so Dummes wie einen Kampf um eine Frau zu riskieren.
Sein Gitarrenspiel war revolutionär. Während viele Bluesmusiker auf rhythmische Akkorde setzten, entwickelte King einen Stil, der auf gefühlvollen Einzelsaitensoli basierte. Sein charakteristisches Vibrato, das Ziehen der Saiten und seine melodische Phrasierung machten jede Note erkennbar. Man sagt, B.B. King konnte mit einer einzigen Note mehr Emotion ausdrücken als andere mit ganzen Soli.
1964 nahm er das wegweisende Live-Album “Live at the Regal” im Regal Theater in Chicago auf. Dieses Album gilt bis heute als eines der besten Live-Bluealben aller Zeiten und zeigt King auf dem Höhepunkt seiner Kunst. In den späten 1960er Jahren, als der Bluesrock immer populärer wurde, gewann King auch bei einem weißen Publikum an Bekanntheit. Junge Rockmusiker wie Eric Clapton und Jimi Hendrix verehrten ihn als Meister.
Der internationale Durchbruch kam 1969 mit “The Thrill Is Gone”. Dieser Song, ursprünglich von Roy Hawkins geschrieben, wurde in B.B. Kings Interpretation zu einem zeitlosen Klassiker. Mit seinen orchestralen Streichern und Kings eindringlichem Gesang erreichte der Song nicht nur die R&B-Charts, sondern auch die Pop-Charts. Er brachte King seinen ersten Grammy ein und öffnete ihm die Türen zu einem weltweiten Publikum.
In den folgenden Jahrzehnten blieb King unermüdlich aktiv. Er veröffentlichte regelmäßig Alben, darunter “Lucille Talks Back” (1975), “King Size” (1977) und “Six Silver Strings” (1985). 1993 erschien “Blues Summit”, auf dem er mit anderen Blues-Legenden zusammenarbeitete. Sein letztes Studioalbum “One Kind Favor” von 2008 brachte ihm spät in seiner Karriere noch einen weiteren Grammy ein.
Eine besondere Zusammenarbeit ergab sich 1988 mit der irischen Rockband U2. Für deren Album “Rattle and Hum” nahm King gemeinsam mit Bono und seiner Band den Song “When Love Comes to Town” auf. Die Single wurde im März 1989 veröffentlicht und ein großer Erfolg: Platz 1 in Irland, Platz 6 in Großbritannien und Platz 2 in den US-Mainstream Rock Charts. Für King war es sein letzter großer Hit in den Charts und brachte ihn einer neuen Generation von Musikfans näher, die ihn vielleicht beim Streaming oder im Internetradio entdeckten.
B.B. King erhielt im Laufe seines Lebens zahlreiche Auszeichnungen. Insgesamt gewann er 15 Grammys, wurde 1987 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und gehörte 1980 zur ersten Gruppe von Künstlern, die in die Blues Hall of Fame aufgenommen wurden. Er erhielt die National Medal of Arts und die Kennedy Center Honors, zwei der höchsten kulturellen Auszeichnungen der USA.
Bis ins hohe Alter tourte King weiter. 2006 startete er eine Abschiedswelttour, doch seine Liebe zur Musik hielt ihn bis etwa 2014 auf der Bühne. Am 14. Mai 2015 starb B.B. King im Alter von 89 Jahren in Las Vegas, Nevada. Sein Tod markierte das Ende einer Ära, doch sein musikalisches Erbe lebt weiter.
In Indianola, Mississippi, seiner langjährigen Heimatstadt, wurde das B.B. King Museum und Delta Interpretive Center eröffnet, das sein Leben und Werk würdigt. Seine Musik wird weiterhin auf Webradio-Sendern weltweit gespielt und inspiriert neue Generationen von Musikern. B.B. King war nicht nur ein großartiger Gitarrist und Sänger, sondern auch ein Botschafter des Blues, der diese amerikanische Kunstform in die ganze Welt trug. Seine Gitarre Lucille mag verstummt sein, aber seine Musik wird ewig weiterklingen.
Wir konnten leider keine Konzerte von B.B. King finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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