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Am Sonntag werden Sportfans rund um den Erdball gebannt vor dem Fernseher sitzen. Dann nämlich treten im 60. Super Bowl die New England Patriots gegen die Seattle Seahawks an. Allerdings sorgt im Vorfeld der Partie die Halbzeitshow für einige Kontroversen. In ihr soll der Sänger Bad Bunny auftreten – und das gefällt vor allem dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika nicht.

Bereits im Alter von fünf Jahren soll Benito Antonio Martinez Ocasio – so der bürgerliche Name des Künstlers – den Wunsch geäußert haben, Musiker zu werden. Der gebürtige Puertoricaner hat sich aber nicht gänzlich auf sein Talent als Sänger verlassen wollen und zur Absicherung einen Studienabschluss in den Kommunikationswissenschaften erlangt. Heute zeigt sich der 31-Jährige mal mit romantischen Latin-Klängen und mal als harter Rapper, der auch vor sozialkritischen Tönen nicht zurückschreckt. Eine Mischung, die ihn weltweit populär machte und ihn innerhalb weniger Jahre zum Star formte.
Der Super Bowl ist Jahr für Jahr ein Ereignis der Superlative. Es ist verständlich, dass da nicht nur die beiden besten Football-Mannschaften der Saison gegeneinander antreten sollen, sondern dass zugleich möglichst große Show-Acts gewünscht sind. Ein Kriterium, das Bad Bunny mit rund 115 Millionen verkauften Tonträgern und sechs gewonnenen Grammys mühelos erreicht. Zugleich dürfte die Entscheidung für ihn aber auch ein strategisches Ziel verfolgen: Die NFL – also die National Football League – möchte mit ihm ein jüngeres Publikum ansprechen und sich künftig vermehrt auf den lateinamerikanischen Markt fokussieren.
Dass der Rapper beim Super Bowl singen darf, stellt eine Premiere dar: Zum ersten Mal in der langen Historie dieses Finalspiels tritt ein Musiker auf, der nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika geboren wurde. Doch genau das ist manchen konservativ denkenden Menschen ein Dorn im Auge. Vor allem US-Präsident Donald Trump Jr. hat seine Anhänger mehrmals aufgefordert, sich die Halbzeitshow nicht anzusehen – es wird sogar versucht, ein rein amerikanisches Alternativprogramm auf die Beine zu stellen.
Wir dürfen also gespannt sein, was in der Halbzeitpause passiert, wenn sich die beiden besten NFL-Mannschaften des Jahres ein hoffentlich hochklassiges und packendes Spiel liefern. Immerhin hat Bad Bunny bei der kürzlich durchgeführten Grammy-Verleihung die ihm gebotene Bühne genutzt, um Kritik sowohl an US-Präsident Trump als auch an der Einwanderungsbehörde ICE zu üben. Ruft er also auch bei seinem Auftritt im Super Bowl dazu auf, sich wieder stärker gegen Rassismus einzusetzen? Klar ist in jedem Fall, dass nicht nur Sportfans am Sonntag gebannt vor dem Fernseher sitzen werden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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