Vixen – Steckbrief, Songs & Konzerte

today01.03.2026

Hintergrund
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Vixen ist eine der wenigen reinen Frauenbands, die es im harten Geschäft des Glam Metal und Hard Rock zu kommerziellem Erfolg gebracht haben. Die amerikanische Formation prägte mit eingängigen Rockhymnen und kraftvollen Balladen die späten 1980er Jahre und bewies, dass Frauen im männerdominierten Rock-Business mehr als mithalten können. Trotz zahlreicher Besetzungswechsel und Phasen der Auflösung hat die Band bis heute überlebt und rockt weiterhin die Bühnen.

Künstlername Vixen
Mitglieder Rosa Laricchiuta, Britt Lightning, Julia Lage, Roxy Petrucci
Genre Glam Metal, Hard Rock
Größter Hit Edge of a Broken Heart
Gründungsjahr 1973
Land USA
Markenzeichen Erfolgreiche reine Frauenband im Glam Metal, melodischer Hard Rock mit starken Gesangsharmonien

Die Anfänge in Minnesota

Webradio Steckbrief - Vixen

Die Geschichte von Vixen beginnt bereits 1973 in Saint Paul, Minnesota, wo die Gitarristin Jan Kuehnemund die Band ins Leben rief. Damals noch unter anderen Namen wie Lemon Pepper und Genesis unterwegs, experimentierte die junge Musikerin mit verschiedenen Besetzungen und Stilen. Jan Kuehnemund, geboren am 18. November 1953, hatte eine klare Vision: Sie wollte eine reine Frauenband aufbauen, die im Hard Rock ernstzunehmen war. In einer Zeit, in der Frauen im Rock hauptsächlich als Sängerinnen akzeptiert wurden, war dies ein mutiges Unterfangen.

Die frühen Jahre waren von ständigen Besetzungswechseln geprägt. Kuehnemund suchte nach Musikerinnen, die nicht nur technisch versiert waren, sondern auch die nötige Bühnenpräsenz mitbrachten. Mitte der 1980er Jahre verlegte die Band ihren Wirkungskreis nach Los Angeles, dem damaligen Epizentrum der Glam-Metal-Szene. Dort angekommen, wurde 1983 Janet Gardner als Sängerin verpflichtet. Die in Juneau, Alaska, am 21. März 1962 geborene Frontfrau brachte genau die Mischung aus Kraft und Melodie mit, die der Band noch gefehlt hatte.

Der Durchbruch und die goldenen Jahre

Mit der klassischen Besetzung aus Jan Kuehnemund an der Leadgitarre, Janet Gardner am Gesang, Share Pedersen am Bass und Roxy Petrucci am Schlagzeug gelang Vixen 1988 der große Durchbruch. Das selbstbetitelte Debütalbum erschien zu einem perfekten Zeitpunkt, als MTV und die Glam-Metal-Welle ihren Höhepunkt erreichten. Die erste Single “Edge of a Broken Heart” kletterte auf Platz 26 der US-Charts und etablierte die Band als ernstzunehmende Konkurrenz zu den männlichen Kollegen.

Der kommerzielle Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Das Album erreichte Platz 41 der Billboard 200 und wurde 1989 mit Gold ausgezeichnet. Besonders bemerkenswert war, dass Vixen dies ohne die üblichen Sexismus-Klischees schaffte, die damals im Musikgeschäft gang und gäbe waren. Die Band überzeugte durch musikalisches Können und energiegeladene Live-Shows. Songs wie “Cryin'” wurden zu Klassikern des Genres und erreichten Platz 22 in den amerikanischen Charts. Wer heute ein Internetradio mit 80er-Jahre-Rock einschaltet, wird unweigerlich auf diese Hymnen stoßen.

Die Band tourte mit den ganz Großen des Business. Ob Scorpions, Ozzy Osbourne oder Bon Jovi – Vixen hielt problemlos mit und gewann auf jeder Tour neue Fans. Das zweite Album “Rev It Up” erschien 1990 und bestätigte den Erfolg. Mit “How Much Love” landete die Band erneut einen Hit, der Platz 44 in den Charts erreichte und auf den Rock-Radiostationen rauf und runter lief.

Turbulenzen und Neuanfänge

Doch wie so oft im Musikgeschäft folgte auf den Höhenflug der Absturz. 1992 löste sich die erfolgreiche Besetzung auf. Musikalische Differenzen, der sich wandelnde Musikgeschmack und die aufkommende Grunge-Welle machten es Glam-Metal-Bands zunehmend schwer. Was folgte, war eine Phase der Unsicherheit und des Wandels. Jan Kuehnemund hielt jedoch an ihrer Vision fest und formierte die Band mehrfach neu.

1997 entstand eine neue Version mit Gina Stile an der Gitarre, Janet Gardner am Gesang und Roxy Petrucci am Schlagzeug. Diese Besetzung veröffentlichte 1998 das Album “Tangerine”, das allerdings nicht an die früheren Erfolge anknüpfen konnte. Die Musiklandschaft hatte sich grundlegend verändert, und der klassische Glam Metal war aus der Mode gekommen. Dennoch gab es eine treue Fangemeinde, die der Band die Stange hielt.

2001 formierte sich Vixen erneut, diesmal mit komplett neuer Besetzung. Jan Kuehnemund war die einzige verbliebene Gründerin. Mit Jenna Sanz-Agero am Gesang und Lynn Louise Lowrey am Bass versuchte die Band einen Neustart. Das Album “Live & Learn” erschien 2006 und zeigte eine gereiftere, erwachsenere Version von Vixen. Parallel dazu kam es zu Rechtsstreitigkeiten um den Bandnamen, da auch andere ehemalige Mitglieder unter dem Namen Vixen auftraten. Jan Kuehnemund setzte sich schließlich durch und sicherte sich die Rechte am Namen.

Tragischer Verlust und Weitermachen

Am 10. Oktober 2013 verstarb Jan Kuehnemund nach langer Krankheit in Colorado Springs, Colorado. Der Tod der Gründerin und treibenden Kraft hinter Vixen war ein schwerer Schlag. Viele Fans und Beobachter glaubten, dies würde das endgültige Ende der Band bedeuten. Doch die verbliebenen Mitglieder entschieden sich anders. Janet Gardner, Roxy Petrucci und Share Ross, die mittlerweile Share Pedersen geheiratet hatte, beschlossen, das musikalische Erbe ihrer Freundin und Bandkollegin weiterzuführen.

Die Band kehrte zur klassischen Besetzung zurück und begann wieder zu touren. Für Fans, die über Streaming-Dienste oder Online Radio die alten Hits wiederentdeckten, war dies eine willkommene Nachricht. Vixen bewies, dass die Musik der 1980er Jahre zeitlos war und auch neue Generationen begeistern konnte. Die Live-Shows waren energiegeladen wie eh und je, und die Band spielte sowohl die alten Klassiker als auch neuere Songs.

Die moderne Ära und neue Gesichter

Seit 2017 ist die kanadische Gitarristin Britt Lightning Teil der Band und bringt frischen Wind in den klassischen Vixen-Sound. Lightning, die bereits mit anderen namhaften Künstlern zusammengearbeitet hatte, erwies sich als würdige Nachfolgerin von Jan Kuehnemund. Ihre technische Versiertheit und ihre Bühnenpräsenz passten perfekt zur Band. 2022 stieß Julia Lage als neue Bassistin dazu, nachdem Share Ross die Band verlassen hatte.

Die jüngste und vielleicht bedeutendste Veränderung erfolgte 2024, als Rosa Laricchiuta die Position der Leadsängerin übernahm. Janet Gardner hatte sich entschieden, sich auf andere Projekte zu konzentrieren und mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Die neue Frontfrau brachte ihre eigene Interpretation der klassischen Vixen-Songs mit, ohne dabei den Geist der Band zu verraten. Mit Roxy Petrucci am Schlagzeug gibt es noch immer eine direkte Verbindung zur goldenen Ära der Band.

Heute steht Vixen für Durchhaltevermögen und die Kraft der Musik. Die Band hat Trends überlebt, Besetzungswechsel gemeistert und persönliche Tragödien überwunden. Ihre Songs laufen weiterhin auf Radiostationen weltweit, und neue Fans entdecken die Musik über digitale Plattformen. Die Diskografie umfasst neben den Studioalben “Vixen”, “Rev It Up”, “Tangerine” und “Live & Learn” auch zahlreiche Compilations und Live-Aufnahmen wie “The Best of Vixen: Full Throttle”, “Rare Vintage” und “Live Fire”.

Vixen bleibt ein leuchtendes Beispiel dafür, dass Talent und Beharrlichkeit sich auszahlen. In einer Branche, die oft von kurzlebigen Trends geprägt ist, hat sich die Band über Jahrzehnte hinweg behauptet. Die Mischung aus melodischem Hard Rock, kraftvollen Balladen und energiegeladenen Rocknummern ist zeitlos geblieben. Für alle, die authentischen Rock der 1980er Jahre schätzen, ist Vixen ein unverzichtbarer Bestandteil der Musikgeschichte.

Songs von Vixen im Radio

Konzerte von Vixen

Wir konnten leider keine Konzerte von Vixen finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM