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today28.02.2026
T»MA a.k.a. Falco war ein Pseudonym des österreichischen Popstars Falco, das er Mitte der 1990er Jahre nutzte, um sich künstlerisch neu zu erfinden. Mit diesem Namen versuchte er, dem Erwartungsdruck zu entgehen und neue musikalische Wege im Techno- und Dance-Bereich zu gehen.
| Künstlername | T»MA a.k.a. Falco / Falco |
| Bürgerlicher Name | Johann „Hans” Hölzel |
| Genre | Pop, Rock, New Wave, Synthiepop, Techno, Dance |
| Größter Hit | Rock Me Amadeus |
| Geburtsdatum | 19. Februar 1957 |
| Geburtsort | Wien, Österreich |
| Wohnort | Puerto Plata, Dominikanische Republik |
| Todesdatum | 6. Februar 1998 |
| Sterbeort | Puerto Plata, Dominikanische Republik |
| Staatsangehörigkeit | Österreichisch |
| Sternzeichen | Wassermann |
| Markenzeichen | Sprachmischung aus Wiener Dialekt, Hochdeutsch und Englisch, extravagante Outfits |

Johann Hölzel kam als einziges überlebendes Kind einer Drillingsgeburt in Wien zur Welt. Sein Vater Alois war Maschinenbauwerkmeister, seine Mutter Maria kümmerte sich um den Haushalt. Im Wiener Gemeindebezirk Margareten wuchs der junge Hans auf und entdeckte früh seine Leidenschaft für Musik. Mit etwa 17 Jahren spielte er bereits Bass in verschiedenen Bands wie Umspannwerk und sammelte erste Bühnenerfahrungen. Später war er bei der Hallucination Company und bei Drahdiwaberl aktiv, wobei er auch kurzzeitig das Wiener Jazzkonservatorium besuchte.
Der Künstlername Falco entstand durch eine Inspiration vom DDR-Skispringer Falko Weißpflog. Um internationaler zu klingen, änderte Hölzel die Schreibweise auf ein “c”. Diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen, denn der Name Falco wurde bald zum Synonym für innovative deutschsprachige Popmusik mit internationalem Flair.
1981 gelang Falco mit der Single “Der Kommissar” der große Durchbruch. Der Song kombinierte eingängige Melodien mit Sprechgesang und wurde zu einem internationalen Erfolg. In Österreich und Deutschland erreichte er Platz 1 der Charts und machte Falco praktisch über Nacht zum Star. Die Mischung aus deutschem Text, Wiener Dialekt und einem modernen Sound war damals revolutionär und öffnete Türen für deutschsprachige Musik auf internationalen Märkten.
Der absolute Höhepunkt seiner Karriere kam 1985 mit “Rock Me Amadeus”. Dieser Song schaffte es als erster und bisher einziger deutschsprachiger Titel auf Platz 1 der US Billboard Hot 100. Das Album “Falco 3” wurde zum Welterfolg und etablierte ihn endgültig als internationalen Superstar. Weitere Hits wie “Vienna Calling” und der kontroverse Song “Jeanny” folgten und zementierten seinen Status als einer der erfolgreichsten österreichischen Musiker aller Zeiten.
Mitte der 1990er Jahre befand sich Falco in einer schwierigen Phase. Der Druck der Öffentlichkeit und die hohen Erwartungen an seine Musik lasteten schwer auf ihm. Um diesem Erwartungsdruck zu entgehen und sich künstlerisch neu zu erfinden, kreierte er 1995 das Pseudonym T»MA. Der Name war ein Wortspiel mit dem Wort “Thema” und sollte ihm ermöglichen, neue musikalische Richtungen zu erkunden, ohne ständig mit seinen früheren Erfolgen verglichen zu werden.
Unter dem Namen T»MA a.k.a. Falco veröffentlichte er 1996 die Single “Mutter, der Mann mit dem Koks ist da”, eine Techno-Dance-Version eines alten Berliner Gassenhauers aus dem 19. Jahrhundert. Der Song war ein mutiger Schritt in Richtung elektronischer Tanzmusik und unterschied sich deutlich von seinen früheren Werken. In Österreich erreichte die Single Platz 3, in Deutschland Platz 11 der Charts. Wer damals Internetradio oder andere Streaming-Dienste nutzte, konnte beobachten, wie Falco versuchte, sich in einem sich wandelnden Musikmarkt neu zu positionieren.
Es folgte die Single “Naked” unter dem Namen Falco feat. T»MB, die jedoch weniger erfolgreich war. Besonders in Deutschland blieb der erhoffte Erfolg aus, während die Single in Österreich immerhin Platz 4 erreichte. Diese Experimente waren Teil eines ambitionierten Comeback-Plans, der jedoch durch tragische Umstände nie vollständig verwirklicht werden konnte.
Falcos Diskografie umfasst sieben zu Lebzeiten veröffentlichte Studioalben, beginnend mit “Einzelhaft” 1982 bis zu “Nachtflug” 1992. Jedes Album zeigte eine andere Facette seines Könnens und seiner künstlerischen Entwicklung. Nach seinem Tod erschienen noch drei weitere Alben, darunter “Out of the Dark (Into the Light)” 1998, das ursprünglich als “Egoisten” geplant war und posthum umstrukturiert wurde.
Seine Musik zeichnete sich durch eine einzigartige Mischung aus verschiedenen Genres aus. Er kombinierte Pop, Rock, New Wave und Synthiepop mit Elementen aus Rap und Funk. Als einer der Pioniere des deutschsprachigen Sprechgesangs beeinflusste er zahlreiche nachfolgende Künstler. Seine Texte waren oft provokant und behandelten Themen wie Drogen, Dekadenz und soziale Probleme, immer gewürzt mit dem typischen Wiener Schmäh.
Besonders charakteristisch war seine Sprachmischung aus Hochdeutsch, Wiener Dialekt und Englisch, die seinen Songs eine unverwechselbare Note verlieh. Wortspiele und Mehrdeutigkeiten gehörten zu seinem Markenzeichen, ebenso wie seine extravaganten Outfits und seine starke visuelle Präsentation. Für seine Leistungen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Goldenen Bambi und das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien.
In seinen letzten Lebensjahren hatte sich Falco in die Dominikanische Republik zurückgezogen, wo er in der Gegend um Puerto Plata und Cabarete lebte. Dort arbeitete er an neuer Musik und versuchte, wieder zu alter Form zurückzufinden. Am 6. Februar 1998, nur wenige Wochen vor seinem 41. Geburtstag, verunglückte er bei einem Verkehrsunfall nahe Puerto Plata tödlich.
Sein Tod schockierte die Musikwelt und löste eine Welle der Trauer aus. Posthum wurden viele seiner Werke neu aufgelegt, remastered und in Kompilationen veröffentlicht. Das Album “The Spirit Never Dies” erschien 2010 und zeigte, dass sein musikalisches Erbe lebendig blieb. Bis heute wird seine Musik in zahlreichen Webradios und auf Online-Plattformen gespielt und erreicht immer wieder neue Generationen von Hörern.
Die T»MA-Phase bleibt ein faszinierendes Kapitel in Falcos Karriere. Sie zeigt einen Künstler, der bereit war, Risiken einzugehen und sich neu zu erfinden, auch wenn das bedeutete, gegen den Strom zu schwimmen. Obwohl diese Experimente nicht den gleichen kommerziellen Erfolg wie seine früheren Hits hatten, demonstrieren sie Falcos künstlerischen Mut und seine Weigerung, sich auf vergangenen Lorbeeren auszuruhen. Sein Einfluss auf die deutschsprachige Popmusik ist bis heute spürbar, und seine Songs werden weiterhin von Millionen Menschen weltweit gehört und geschätzt.
Wir konnten leider keine Konzerte von T"MA a.k.a. Falco finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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