The Breeders – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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The Breeders sind eine US-amerikanische Alternative-Rock-Band, die Ende der 1980er Jahre als Nebenprojekt von Kim Deal (Pixies) und Tanya Donelly (Throwing Muses) entstand. Mit ihrem zweiten Album “Last Splash” und der Hit-Single “Cannonball” gelang der Band 1993 der internationale Durchbruch. Die von den Zwillingsschwestern Kim und Kelley Deal geprägte Gruppe gilt als einflussreiche Größe des Independent-Rock der 1990er Jahre.

Künstlername The Breeders
Mitglieder Kim Deal, Kelley Deal, Josephine Wiggs, Jim MacPherson
Genre Alternative Rock, Indie Rock, Noise Pop
Größter Hit Cannonball
Gründungsjahr 1988
Land USA
Markenzeichen Eingängige Riffs, mehrstimmiger Gesang der Deal-Schwestern, Do-it-yourself-Ästhetik

Die Anfänge und das Debütalbum Pod

Webradio Steckbrief - The Breeders

Als Kim Deal 1988 noch Bassistin bei den Pixies war, fühlte sie den Drang, eigene musikalische Ideen zu verwirklichen. Gemeinsam mit Tanya Donelly von Throwing Muses gründete sie The Breeders als kreatives Ventil abseits der dominierenden Strukturen ihrer Hauptbands. Der Bandname selbst war eine bewusst provokante Wahl – ein abwertender Slang-Begriff aus der Gay-Community für Heterosexuelle, der Kim Deal wegen seines schwarzen Humors und seiner Verbindung zu Horrorfilm-Thematiken gefiel.

Das Debütalbum “Pod” erschien im Mai 1990 und wurde von Steve Albini in Edinburgh produziert. Die Platte fiel stilistisch experimentell aus, mit ungewöhnlichen Songstrukturen und einer rauen, ungefilterten Klangästhetik. Obwohl “Pod” kommerziell kaum erfolgreich war, erntete es Lob von Kritikern und Musikerkollegen. Kurt Cobain von Nirvanaäußerte sich besonders begeistert über das Album und bezeichnete es als eines seiner Favoriten. Diese frühe Anerkennung sollte später zu gemeinsamen Tourneen führen.

Zur ursprünglichen Besetzung gehörten neben Deal und Donelly auch Britt Walford am Schlagzeug, der unter dem Pseudonym Shannon Doughton auftrat, sowie zeitweise Carrie Bradley an der Violine. Die Chemie zwischen den Musikern war spürbar, auch wenn die Band zu diesem Zeitpunkt noch als Nebenprojekt betrachtet wurde.

Der Durchbruch mit Last Splash

Nach der Safari-EP von 1992 und dem Ausstieg von Tanya Donelly, die sich ihrer eigenen Band Belly widmete, holte Kim Deal ihre Zwillingsschwester Kelley an der Lead-Gitarre ins Boot. Mit Jim MacPherson am Schlagzeug und Josephine Wiggs am Bass entstand eine neue, stabilere Besetzung. Diese Konstellation sollte den größten Erfolg der Bandgeschichte ermöglichen.

Das 1993 erschienene Album “Last Splash” katapultierte The Breeders in den Mainstream. Die Single “Cannonball” mit ihrem unverwechselbaren Intro-Sound wurde zu einem der definierenden Songs der Alternative-Rock-Ära. Der Track erreichte Platz 44 in den US Billboard Hot 100 und Platz 2 in den Alternative Songs Charts. Das markante “Ahhhooooo” zu Beginn des Songs entstand übrigens teilweise durch Zufall – ein glücklicher Unfall im Studio, der zum Markenzeichen wurde. Das Album selbst erhielt in den USA Platin-Status für über eine Million verkaufte Einheiten.

Die Band tourte ausgiebig, unter anderem mit Nirvana, und war Teil des renommierten Lollapalooza-Festivals. The Breeders hatten sich von einem Geheimtipp zu einer der wichtigsten Bands der Independent-Szene entwickelt. Ihre Musik lief auf zahlreichen Radiosendern und erreichte auch über Streaming-Dienste und Internetradio eine wachsende Fangemeinde.

Krisen, Pausen und Neuanfänge

Der Erfolg hatte allerdings seinen Preis. Mitte der 1990er Jahre kämpften mehrere Bandmitglieder mit persönlichen Problemen. Besonders Kelley Deals Drogenprobleme führten zu einer längeren Pause der Band. Kim Deal nutzte diese Zeit für andere Projekte, darunter The Amps, mit denen sie 1995 das Album “Pacer” veröffentlichte.

Nach Jahren der Inaktivität kehrten The Breeders 2002 mit dem Album “Title TK” zurück, allerdings in veränderter Besetzung. Die Platte zeigte eine gereiftere, experimentellere Seite der Band, konnte aber nicht an den kommerziellen Erfolg von “Last Splash” anknüpfen. 2008 folgte “Mountain Battles”, das erneut die charakteristische Mischung aus eingängigen Melodien und unkonventionellen Arrangements präsentierte.

Ein besonderer Moment in der Bandgeschichte war die Reunion der klassischen Besetzung im Jahr 2012 anlässlich des 20. Jubiläums von “Last Splash”. Kim und Kelley Deal, Josephine Wiggs und Jim MacPherson fanden wieder zusammen und tourten ausgiebig. Die Chemie zwischen den vier Musikern war ungebrochen, und die Konzerte wurden von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert.

All Nerve und die Gegenwart

Das bisher letzte Studioalbum dieser wiedervereingten Besetzung erschien 2018 unter dem Titel “All Nerve”. Die Platte bewies, dass The Breeders auch nach Jahrzehnten noch relevante und frische Musik schaffen konnten. Die Songs verbanden die rohe Energie der frühen Jahre mit der Erfahrung und dem Können langjähriger Musikerinnen. Kritiker lobten das Album als würdige Fortsetzung des Breeders-Vermächtnisses.

Seitdem bleiben The Breeders aktiv, wenn auch in unregelmäßigen Abständen. Live-Auftritte und Festival-Auftritte halten die Band im Bewusstsein der Öffentlichkeit. Es gibt immer wieder Ankündigungen von neuen Songs und Reissues älterer Veröffentlichungen, was die anhaltende Relevanz der Band unterstreicht.

Interessanterweise veröffentlichte Kim Deal 2024 mit 63 Jahren ihr erstes Soloalbum “Nobody Loves You More”, was zeigt, dass ihre kreative Energie ungebrochen ist. Die Zwillingsschwestern Kim und Kelley Deal, beide am 10. Juni 1961 in Dayton, Ohio geboren, bilden nach wie vor das Herzstück der Band.

Vermächtnis und Einfluss

The Breeders haben die Alternative-Rock-Landschaft nachhaltig geprägt. Ihre Fähigkeit, eingängige Melodien mit experimentellen Elementen zu verbinden, inspirierte zahlreiche Bands der nachfolgenden Generationen. Der charakteristische mehrstimmige Gesang der Deal-Schwestern, Josephine Wiggs’ rhythmisch verspielte Basslinien und die unkonventionellen Songstrukturen wurden zum Markenzeichen einer Band, die sich nie dem Mainstream anbiederte.

Besonders bemerkenswert ist die Do-it-yourself-Ästhetik der Band, die sich durch ihre gesamte Karriere zieht. Von den frühen Aufnahmen mit Steve Albini bis zu den späteren Alben behielten The Breeders ihre künstlerische Unabhängigkeit und Eigenwilligkeit bei. Diese Haltung machte sie zu Vorbildern für unzählige Independent-Bands.

Die Diskografie der Band umfasst neben den fünf Studioalben “Pod” (1990), “Last Splash” (1993), “Title TK” (2002), “Mountain Battles” (2008) und “All Nerve” (2018) auch mehrere EPs wie “Safari” (1992), “Head to Toe” (1994) und “Fate to Fatal” (2009). Hinzu kommt das Live-Album “Live in Stockholm 1994”, das die Energie ihrer Konzerte einfängt.

Obwohl The Breeders nie einen Grammy gewannen, genießen sie in alternativen Medien und unter Kritikern höchste Anerkennung. Ihr Einfluss reicht weit über ihre Chartplatzierungen hinaus. Die Band wird heute als eine der wichtigsten Vertreterinnen des weiblich geprägten Alternative Rock der 1990er Jahre betrachtet, die den Weg für viele nachfolgende Künstlerinnen ebnete. Ihre Musik läuft weiterhin auf Webradio-Sendern weltweit und erreicht immer neue Generationen von Hörern, die die zeitlose Qualität ihrer Songs schätzen.

Songs von The Breeders im Radio

Konzerte von The Breeders

Wir konnten leider keine Konzerte von The Breeders finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM