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today01.03.2026
Saga ist eine kanadische Progressive-Rock-Band, die 1977 in Oakville, Ontario, gegründet wurde und mit ihrem charakteristischen Sound aus kraftvollen Gitarren, eingängigen Synthesizer-Arrangements und melodischem Rock besonders in den 1980er Jahren große Erfolge feierte. Der größte Hit “On The Loose” aus dem Album “Worlds Apart” (1981) katapultierte die Band in die internationale Aufmerksamkeit und erreichte Platz 26 der US-Billboard-Charts. Mit über 8 Millionen verkauften Alben und einer treuen Fanbasis vor allem in Deutschland zählt Saga zu den langlebigsten Vertretern des Progressive Rock.
| Künstlername | Saga |
| Mitglieder | Michael Sadler, Ian Crichton, Jim Crichton, Jim Gilmour, Mike Thorne, Dusty Chesterfield |
| Genre | Progressive Rock, Neo-Progressive, New Wave |
| Größter Hit | On The Loose |
| Gründungsjahr | 1977 |
| Land | Kanada |
| Markenzeichen | The Chapters-Konzeptreihe, Synthesizer-getriebener Progressive Rock |

Die Geschichte von Saga beginnt in der beschaulichen kanadischen Stadt Oakville in Ontario, wo sich 1977 fünf Musiker zusammenfanden, um eine Band zu gründen, die den Progressive Rock mit zeitgenössischen Elementen verbinden sollte. Im Zentrum standen die Brüder Jim und Ian Crichton, die zusammen mit dem aus Wales stammenden Sänger Michael Sadler, Schlagzeuger Steve Negus und Keyboarder Peter Rochon die ursprüngliche Besetzung bildeten. Bevor der Name Saga gewählt wurde, trat die Gruppe unter dem weniger einprägsamen Namen “The Pockets” auf.
Das selbstbetitelte Debütalbum erschien 1978 und zeigte bereits die musikalische Richtung der Band: komplexe Arrangements, die Verbindung von Rock und elektronischen Klängen sowie eingängige Melodien. Songs wie “How Long” erregten erste Aufmerksamkeit in der kanadischen Musikszene. Bereits ein Jahr später folgte mit “Images at Twilight” das zweite Album, das mit der Single “It’s Time” erstmals die kanadischen Charts erreichte und die Band als aufstrebende Kraft im Progressive Rock etablierte.
Das Jahr 1981 sollte zum Wendepunkt in der Bandgeschichte werden. Mit dem Album “Worlds Apart” gelang Saga der internationale Durchbruch, der die Band weit über die Grenzen Kanadas hinaus bekannt machte. Die Aufnahmen fanden unter der Leitung des renommierten Produzenten Rupert Hine in England statt – eine bewusste Entscheidung, um neue kreative Impulse zu erhalten und die gewohnte Produktionsumgebung zu verlassen. Diese Strategie zahlte sich aus: Das Album wurde sowohl in Nordamerika als auch in Europa ein großer Erfolg.
Die Single “On The Loose” entwickelte sich zum größten kommerziellen Erfolg der Band und erreichte Ende 1982, Anfang 1983 Platz 26 der Billboard Hot 100 in den USA. Der Song wurde zu einem der meistgespielten Rock-Titel des Jahres und lief in zahlreichen Radiosendern rauf und runter. Auch “Wind Him Up”, die zweite Single-Auskopplung, erreichte respektable Chartplatzierungen und festigte den Status von Saga als internationale Act. In Deutschland entwickelte sich eine besonders treue Fanbasis, die der Band bis heute erhalten geblieben ist.
Mit “Worlds Apart” führte die Band auch Jim Gilmour als festes Mitglied an den Keyboards ein, was den charakteristischen Sound der Band weiter prägte. Zudem enthielt das Album Teile der bandinternen Konzeptreihe “The Chapters”, die sich über mehrere Alben erstrecken sollte und Science-Fiction-Themen mit philosophischen Fragestellungen verband.
Nach dem Triumph von “Worlds Apart” veröffentlichte Saga 1983 das Album “Heads or Tales”, das mit Singles wie “The Flyer” und “Scratching the Surface” an die Erfolge anknüpfen konnte. “The Flyer” erreichte Platz 79 der Billboard Hot 100, während das Album in Kanada besonders erfolgreich war. Die Band tourte ausgiebig durch Nordamerika und Europa und baute ihre Live-Reputation weiter aus. Die technische Präzision und die energiegeladenen Auftritte machten Saga zu einer gefragten Live-Band.
1985 erschien “Behaviour”, das musikalisch eine leichte Verschiebung in Richtung zugänglicherer Popstrukturen zeigte, ohne die Progressive-Rock-Wurzeln völlig aufzugeben. Die Single “What Do I Know?” erreichte in Kanada Platz 57. Doch hinter den Kulissen begannen sich Spannungen innerhalb der Band aufzubauen. Die unterschiedlichen musikalischen Vorstellungen und die Belastungen durch das intensive Tourleben führten dazu, dass Steve Negus und Jim Gilmour Mitte der 1980er Jahre die Band verließen.
Diese Veränderungen markierten den Beginn einer Phase, in der Saga verschiedene musikalische Richtungen ausprobierte. Die Alben “Wildest Dreams” (1987) und “The Beginner’s Guide to Throwing Shapes” (1989) zeigten eine stärkere Poporientierung, die bei langjährigen Fans teilweise auf gemischte Reaktionen stieß. Dennoch blieb die Band produktiv und experimentierfreudig.
Die 1990er Jahre waren geprägt von weiteren personellen Veränderungen und einer musikalischen Rückbesinnung auf die Progressive-Rock-Wurzeln. 1992 kehrten sowohl Steve Negus als auch Jim Gilmour zur Band zurück, was von vielen Fans als positives Signal gewertet wurde. In dieser Phase entstanden Alben wie “The Security of Illusion” (1993), “Steel Umbrellas” (1994) und “Generation 13” (1995), die wieder komplexere Strukturen und die typischen Saga-Elemente aufwiesen.
Die Band blieb in dieser Zeit besonders in Europa aktiv, wo sie regelmäßig tourte und eine loyale Anhängerschaft pflegte. In Deutschland entwickelte sich Saga zu einer Kultband, die auch kleinere Venues problemlos füllen konnte. Die Alben “Pleasure & the Pain” (1997), “Full Circle” (1999) und “House of Cards” (2001) zeigten eine Band, die ihre Identität gefunden hatte und konsequent ihren Weg verfolgte.
Ein besonderes Highlight war die Veröffentlichung von “Marathon” (2003), das die “The Chapters”-Konzeptreihe fortsetzte und auf sechzehn Songs erweiterte. Diese Science-Fiction-Geschichte über Albert Einstein, außerirdische Einflüsse und technologische Wiederbelebung wurde 2005 mit dem Live-Album “The Chapters Live” komplett in chronologischer Reihenfolge präsentiert – ein Projekt, das die Komplexität und den konzeptionellen Anspruch der Band unterstrich.
2007 kam es zu einem einschneidenden Ereignis, als Michael Sadler die Band verließ. Als Ersatz wurde Rob Moratti als neuer Sänger verpflichtet, der die Band bis 2011 durch eine Phase führte, die von vielen Fans kritisch beäugt wurde. Obwohl Moratti ein talentierter Sänger war, fehlte vielen Anhängern die charakteristische Stimme Sadlers, die so eng mit dem Sound von Saga verbunden war.
2011 kehrte Michael Sadler schließlich zur Band zurück, was von der Fangemeinde begeistert aufgenommen wurde. Das Album “20/20” (2012) markierte diese Wiedervereinigung und zeigte, dass die Chemie zwischen den Bandmitgliedern nach wie vor funktionierte. Mit Mike Thorne am Schlagzeug und später Dusty Chesterfield an Bass und Keyboards fand die Band eine stabile Besetzung, die auch in den 2010er Jahren produktiv blieb.
2014 erschien “Sagacity”, ein Album, das sowohl von Kritikern als auch von Fans positiv aufgenommen wurde und bewies, dass Saga auch nach über 35 Jahren noch relevante Musik produzieren konnte. Die Band tourte weiterhin regelmäßig, wobei Deutschland und andere europäische Länder wichtige Stationen blieben. Auch in Puerto Rico hatte sich über die Jahre eine bemerkenswerte Fanbasis entwickelt, wo die Band bereits 1981 bei einem Konzert tumultartige Szenen erlebt hatte.
2021 veröffentlichte Saga mit “Symmetry” ihr bislang letztes Studioalbum, das die musikalische Reise der Band fortsetzt. Trotz der Herausforderungen durch die Pandemie und das fortgeschrittene Alter der Bandmitglieder zeigt sich Saga weiterhin aktiv. Über die Jahrzehnte hat die Band mehr als 20 Studioalben, zahlreiche Live-Aufnahmen und Kompilationen veröffentlicht und dabei über 8 Millionen Tonträger verkauft.
Die Auszeichnung mit dem Juno Award 1982 als “Most Promising Group of the Year” sowie mehrere Gold- und Platinauszeichnungen in Kanada, Deutschland, Norwegen und den USA unterstreichen den kommerziellen Erfolg. Doch wichtiger als die Verkaufszahlen ist für viele Fans die Tatsache, dass Saga ihrer musikalischen Vision treu geblieben ist und über Jahrzehnte hinweg qualitativ hochwertige Progressive-Rock-Musik produziert hat. Wer heute ein Internetradio einschaltet und auf “On The Loose” stößt, erlebt einen zeitlosen Klassiker, der die Essenz der 1980er Jahre einfängt und gleichzeitig die Handschrift einer Band trägt, die den Progressive Rock nachhaltig geprägt hat.
Wir konnten leider keine Konzerte von Saga finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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