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today01.03.2026
Robert Cray zählt zu den einflussreichsten Blues-Gitarristen und Sängern seiner Generation. Mit seinem unverwechselbaren Sound zwischen Blues, Soul und R&B hat er seit den 1970er Jahren die Musikwelt geprägt. Sein größter Hit “Smoking Gun” machte ihn 1986 auch außerhalb der Blues-Szene weltbekannt.
| Künstlername | Robert Cray |
| Bürgerlicher Name | Robert William Cray |
| Genre | Blues, Soul Blues, Blues Rock, R&B |
| Größter Hit | Smoking Gun |
| Geburtsdatum | 1. August 1953 |
| Geburtsort | Columbus, Georgia, USA |
| Wohnort | Santa Barbara, Kalifornien |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Löwe |
| Markenzeichen | Klarer Fender Stratocaster-Sound, soulige Stimme, melodische Gitarrensoli |

Robert William Cray wurde am 1. August 1953 in Columbus, Georgia geboren, während sein Vater am Militärstützpunkt Fort Benning stationiert war. Die militärische Laufbahn des Vaters führte dazu, dass die Familie mehrfach umzog. Robert wuchs unter anderem in Newport News, Virginia auf, wo er auf der Denbigh High School seine erste Band namens “The One-Way Street” gründete. Später siedelte die Familie nach Washington über, wo Cray die Lakes High School in Lakewood besuchte.
Schon in jungen Jahren entwickelte Robert eine tiefe Leidenschaft für Blues und Soul. Die Musik von Größen wie B.B. King, Albert Collins, Muddy Waters und Bobby Bland prägte seinen musikalischen Geschmack nachhaltig. Als Teenager begann er, Gitarre zu spielen und seine eigenen musikalischen Ideen zu entwickeln. Die Mischung aus traditionellem Blues und zeitgenössischem Soul sollte später zu seinem unverwechselbaren Markenzeichen werden.
Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre machte Cray seine ersten Schritte als professioneller Musiker. 1974 gründete er in Eugene, Oregon die Robert Cray Band, die ihm als musikalisches Vehikel bis heute dient. In dieser Zeit spielte er auch mit Curtis Salgado in der Band Cray-Hawks und sammelte wertvolle Bühnenerfahrung in verschiedenen lokalen Formationen. Ein kurioses Detail aus dieser Ära: Cray spielte uncredited Bass im Kultfilm “National Lampoon’s Animal House” als Mitglied der fiktiven Band “Otis Day and the Knights”.
Die 1970er Jahre waren geprägt von intensiver Tourneearbeit und dem schrittweisen Aufbau einer treuen Fangemeinde. Cray entwickelte seinen charakteristischen Gitarrenstil, der sich durch Klarheit, Präzision und emotionale Tiefe auszeichnete. Anders als viele seiner Blues-Kollegen setzte er nicht auf exzessive Verzerrung oder virtuose Showeinlagen, sondern stellte den Song und die Geschichte in den Mittelpunkt. Sein erstes Album “Who’s Been Talkin'” erschien 1980 und markierte den offiziellen Start seiner Plattenkarriere.
Nach den Alben “Bad Influence” (1983) und “False Accusations” (1985) auf dem Label Hightone gelang Robert Cray 1986 der große Durchbruch. Das Album “Strong Persuader” wurde zu seinem kommerziell erfolgreichsten Werk und katapultierte ihn weit über die Blues-Szene hinaus ins Rampenlicht. Die Single “Smoking Gun” erreichte Platz 22 in den US Pop Singles Charts und Platz 2 in den US Rock Charts – eine bemerkenswerte Leistung für einen Blues-Künstler in den 1980er Jahren.
“Strong Persuader” verkaufte sich millionenfach und bewies, dass Blues auch im Mainstream erfolgreich sein konnte. Das Album gewann einen Grammy Award für Best Contemporary Blues Album und etablierte Cray als einen der wichtigsten Blues-Künstler seiner Generation. Weitere erfolgreiche Singles wie “Right Next Door (Because of Me)” und “I Guess I Showed Her” folgten und festigten seinen Status. Die Musik erreichte auch Hörer, die über klassisches Internetradio und Streaming-Dienste nach neuen Klängen suchten.
Der Erfolg von “Strong Persuader” öffnete Cray viele Türen. Er tourte weltweit, trat in renommierten Venues auf und wurde von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert. Sein Spiel auf der Fender Stratocaster wurde legendär – ein glänzender, klarer Ton, der perfekt zu seiner souligen Stimme passte. Cray bewies, dass man kein lauter Rockstar sein musste, um Stadien zu füllen.
Nach dem Durchbruch blieb Robert Cray nicht stehen. Das Album “Don’t Be Afraid of the Dark” (1988) setzte die Erfolgsserie fort, und die gleichnamige Single erreichte Platz 4 in den US Rock Charts. “Midnight Stroll” (1990) brachte weitere Hits wie “The Forecast (Calls for Pain)” und “Consequences” hervor. In den 1990er Jahren veröffentlichte Cray eine beeindruckende Reihe von Alben, darunter “I Was Warned” (1992), “Shame + A Sin” (1993), “Some Rainy Morning” (1995) und “Sweet Potato Pie” (1997).
Mit “Take Your Shoes Off” (1999) gewann Cray erneut einen Grammy Award und bewies seine anhaltende kreative Kraft. Das Album zeigte eine verstärkte Hinwendung zu Soul- und R&B-Elementen, ohne dabei seine Blues-Wurzeln zu verleugnen. Diese stilistische Flexibilität wurde zu einem Kennzeichen seiner späteren Karriere. Cray verstand es meisterhaft, verschiedene musikalische Traditionen zu verbinden und dabei authentisch zu bleiben.
In den 2000er und 2010er Jahren setzte Cray seine produktive Schaffensphase fort. Alben wie “Shoulda Been Home” (2001), “Time Will Tell” (2003), “Twenty” (2005), “This Time” (2009), “Nothin But Love” (2012) und “In My Soul” (2014) zeigten einen Künstler, der sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhte. Besonders bemerkenswert war “Robert Cray & Hi Rhythm” (2017), bei dem er mit der legendären Hi Rhythm Section zusammenarbeitete, die einst Al Green begleitete. Diese Kollaboration unterstrich Crays tiefe Verbundenheit mit der Soul-Tradition.
Ein wesentlicher Faktor für Robert Crays Erfolg ist die Stabilität seiner Band. Die Robert Cray Band, gegründet 1974, besteht seit Jahrzehnten in ähnlicher Besetzung. Richard Cousins am Bass ist ein langjähriger Weggefährte, ebenso Dover Weinberg an den Keyboards und Les Falconer am Schlagzeug. Diese eingespielten Musiker schaffen einen Sound, der sowohl tight als auch organisch wirkt – eine perfekte Grundlage für Crays Gitarrenspiel und Gesang.
Über die Jahre hinweg gab es natürlich personelle Veränderungen. Drummer wie David Olson und Kevin Hayes, Keyboarder Peter Boe und Bassist Karl Sevareid waren zeitweise Teil der Band. Doch die Kernphilosophie blieb konstant: Groove, Präzision und die Fähigkeit, dem Song zu dienen, statt sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Diese Haltung unterscheidet die Robert Cray Band von vielen anderen Blues-Rock-Formationen.
Robert Crays Beitrag zur Musik wurde vielfach gewürdigt. Er hat insgesamt fünf Grammy Awards gewonnen, darunter mehrere für Best Contemporary Blues Album. 2011 wurde er in die Blues Hall of Fame aufgenommen – eine Ehre, die nur den bedeutendsten Vertretern des Genres zuteil wird. 2017 erhielt er den Americana Music Lifetime Achievement Award for Performance, der seine übergreifende Bedeutung für die amerikanische Musiklandschaft unterstreicht.
Neben diesen offiziellen Auszeichnungen genießt Cray höchste Anerkennung bei Kollegen und Kritikern. Gitarristen schätzen seinen klaren, melodischen Stil, Sänger bewundern seine emotionale Ausdruckskraft. Fender hat ihm zu Ehren Signature-Modelle seiner bevorzugten Stratocaster herausgebracht, sowohl als Custom Shop als auch als Standard-Versionen. Diese Gitarren sind bei Blues- und Rock-Gitarristen weltweit begehrt.
Auch im fortgeschrittenen Alter zeigt Robert Cray keine Anzeichen, kürzertreten zu wollen. 2020 veröffentlichte er “That’s What I Heard”, ein Album, das seine Wurzeln in Soul, Gospel und Blues frisch und zeitgemäß präsentiert. Mit über 70 Jahren tourt er weiterhin aktiv und begeistert Publikum auf der ganzen Welt. In Interviews betont er immer wieder seine ungebrochene Liebe zur Musik und zur Live-Performance.
Heute lebt Robert Cray in Santa Barbara, Kalifornien, wo er mit seiner langjährigen Band probt und neue Musik entwickelt. Seine Konzerte sind nach wie vor Ereignisse, die Fans aus mehreren Generationen anziehen. Jüngere Hörer entdecken ihn oft über Plattformen wie Webradio oder Online Radio, wo seine Klassiker neben aktuellen Produktionen laufen. Seine Musik hat eine zeitlose Qualität, die über Jahrzehnte hinweg relevant bleibt.
Crays Einfluss auf nachfolgende Generationen von Blues- und Rock-Musikern ist unbestreitbar. Sein Ansatz, Blues mit Soul und R&B zu verbinden, hat viele Künstler inspiriert. Seine Fähigkeit, emotionale Geschichten zu erzählen – oft über Liebe, Verrat und menschliche Schwächen – ohne dabei kitschig zu werden, ist eine seltene Gabe. Dabei bleibt er stets authentisch und bodenständig, ein Musiker, der die Musik über das Ego stellt.
Robert Cray hat den Blues ins 21. Jahrhundert getragen, ohne seine Essenz zu verraten. Er hat bewiesen, dass Blues kommerziell erfolgreich sein kann, ohne seine Integrität zu verlieren. Seine Diskografie umfasst über 20 Studioalben, zahlreiche Live-Aufnahmen und Kollaborationen mit Legenden wie Albert Collins und Johnny Copeland. Das gemeinsame Album “Showdown!” (1985) mit diesen beiden Gitarristen ist ein Meilenstein der Blues-Geschichte.
Sein Markenzeichen – der klare, glänzende Stratocaster-Sound, die soulige Stimme, die präzisen, melodischen Gitarrensoli – ist unverwechselbar. Wenn “Smoking Gun” im Radio läuft, erkennt man innerhalb von Sekunden, wer da spielt. Diese Wiedererkennbarkeit ist das Zeichen eines wahren Künstlers. Cray hat einen Sound geschaffen, der ihm allein gehört, und das in einem Genre, das von Traditionen und Konventionen geprägt ist.
Für Fans von Blues, Soul und R&B bleibt Robert Cray eine unverzichtbare Größe. Seine Musik wird auf Streaming-Plattformen millionenfach gehört, seine Konzerte sind regelmäßig ausverkauft. Er ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass wahre Kunst keine Verfallsdaten kennt. Mit über fünf Jahrzehnten Karriere, fünf Grammys und einem unerschütterlichen Engagement für seine Musik hat Robert Cray seinen Platz in der Geschichte der amerikanischen Musik mehr als verdient.
Wir konnten leider keine Konzerte von Robert Cray finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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