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today28.02.2026
Queen Pen, mit bürgerlichem Namen Lynise Walters, ist eine US-amerikanische Rapperin, die Ende der 1990er Jahre mit ihrem unverwechselbaren Stil und authentischen Texten die Hip-Hop-Szene prägte. Ihr größter Erfolg war die Mitwirkung am weltweiten Nummer-eins-Hit „No Diggity” von Blackstreet feat. Dr. Dre. Mit ihrem Debütalbum „My Melody” etablierte sie sich als Solo-Künstlerin und wagte sich an gesellschaftlich kontroverse Themen.
| Künstlername | Queen Pen |
| Bürgerlicher Name | Lynise Walters |
| Genre | Hip-Hop, Rap, R&B |
| Größter Hit | No Diggity (mit Blackstreet feat. Dr. Dre) |
| Geburtsdatum | 24. September 1972 |
| Geburtsort | Brooklyn, New York City, USA |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Waage |
| Markenzeichen | Authentische, gesellschaftskritische Texte zu persönlichen und kontroversen Themen |

Lynise Walters wurde am 24. September 1972 in Brooklyn, New York City geboren und wuchs in den lebendigen Stadtteilen Flatbush und Crown Heights auf. Schon früh zeigte sich ihre künstlerische Ader: Sie besuchte eine High School mit Schwerpunkt auf darstellende Künste, wo sie sich intensiv mit Schauspiel und Tanz beschäftigte. Doch ihr Leben nahm eine unerwartete Wendung, als sie noch vor ihrem 17. Geburtstag Mutter von zwei Söhnen wurde. Später kam noch eine Tochter hinzu. Diese frühe Mutterschaft prägte nicht nur ihr Leben, sondern später auch ihre Musik, in der sie offen über die Herausforderungen junger Mütter und sozioökonomische Schwierigkeiten sprach.
Der Weg in die Musikindustrie war für Queen Pen alles andere als geplant. Mitte der 1990er Jahre wurde sie vom renommierten Produzenten Teddy Riley entdeckt – und zwar auf denkbar ungewöhnliche Weise: in einem IHOP-Restaurant in Virginia Beach. Riley hörte, dass sie rappen konnte, und gab ihr spontan eine Chance. Diese Begegnung sollte ihr Leben für immer verändern und den Grundstein für eine bemerkenswerte Karriere legen.
1996 kam der große Durchbruch, als Queen Pen an einem der ikonischsten Hip-Hop- und R&B-Songs der 1990er Jahre mitwirkte: „No Diggity” von Blackstreet featuring Dr. Dre. Der Track eroberte weltweit die Charts und erreichte Platz eins der US Billboard Hot 100. Queen Pens Beitrag zu diesem Song brachte ihr massive Aufmerksamkeit ein, auch wenn ihre Beteiligung nicht immer auf allen Single-Covern vermerkt war. Der Song wurde zu einem kulturellen Phänomen und ist bis heute ein Klassiker, der auf zahlreichen Streaming-Plattformen und im Radio gespielt wird.
Diese Zusammenarbeit öffnete Queen Pen die Türen zur Musikindustrie und verschaffte ihr die Möglichkeit, als Solo-Künstlerin durchzustarten. Teddy Riley, der ihre Karriere von Anfang an unterstützte, produzierte ihr Debütalbum und half ihr dabei, ihren eigenen Sound zu entwickeln. Die Erfahrung mit „No Diggity” zeigte, dass sie nicht nur als Feature-Künstlerin, sondern auch als eigenständige Rapperin das Potenzial hatte, die Szene zu beeinflussen.
1997 veröffentlichte Queen Pen ihr Debütalbum „My Melody” über Lil’ Man und Interscope Records. Das Album wurde hauptsächlich von Teddy Riley produziert und enthielt Features von namhaften Künstlern wie Eric Williams von Blackstreet und Jay-Z. Mit „My Melody” bewies Queen Pen, dass sie mehr zu bieten hatte als nur einen starken Gastauftritt. Das Album erreichte Gold-Status und etablierte sie als ernstzunehmende Stimme im Hip-Hop.
Die erste Single „Man Behind the Music” erschien 1997 und erreichte Platz 84 der US Billboard Hot 100, während sie in den Rap-Charts die Top 10 knackte. Der Song zeigte Queen Pens Fähigkeit, persönliche Geschichten mit eingängigen Beats zu verbinden. Noch erfolgreicher wurde die Single „All My Love” featuring Eric Williams, die 1998 veröffentlicht wurde. Der Song erreichte Platz 28 der US Hot 100 und sogar Platz 11 der UK Singles Chart – ihr größter Solo-Erfolg. Die romantische, aber gleichzeitig selbstbewusste Hymne wurde zu einem Favoriten im Internetradio und auf diversen Streaming-Plattformen.
Weitere Singles wie „Party Ain’t a Party” und „It’s True” folgten, wobei letztere besonders in Großbritannien erfolgreich war und Platz 24 der UK Charts erreichte. Queen Pen tourte nach dem Erfolg ihres Debütalbums ausgiebig, unter anderem mit Blackstreet auf der New Edition Tour, und festigte ihren Ruf als Live-Performerin.
Queen Pen war nie eine Künstlerin, die vor schwierigen Themen zurückschreckte. Ihr Song „Girlfriend” aus dem Album „My Melody” sorgte für erhebliche Kontroversen, da er gleichgeschlechtliche Beziehungen thematisierte – ein damals im Hip-Hop nahezu tabuisiertes Thema. Die offene Auseinandersetzung mit diesem Thema führte zu Spannungen in der Rap-Community, insbesondere mit der Rapperin Foxy Brown, die mit Diss-Tracks reagierte. Später versöhnten sich die beiden Künstlerinnen jedoch.
Neben diesem Thema behandelte Queen Pen in ihren Texten auch häusliche Gewalt, Teenagerschwangerschaften und die Herausforderungen alleinerziehender Mütter. Diese Authentizität und der Mut, über reale Lebenserfahrungen zu sprechen, machten sie zu einer wichtigen Stimme für viele junge Frauen, die sich in ähnlichen Situationen befanden. Ihre Musik war mehr als Unterhaltung – sie war eine Form des gesellschaftlichen Kommentars und der Selbstermächtigung.
Nach einer mehrjährigen Pause kehrte Queen Pen 2001 mit ihrem zweiten Album „Conversations with Queen” zurück, das über Motown veröffentlicht wurde. Die Lead-Single „I Got Cha” konnte jedoch nicht an die früheren Erfolge anknüpfen und fand kaum Beachtung in den Charts. Das Album selbst war kommerziell weniger erfolgreich als „My Melody”, was teilweise auf die veränderte Musiklandschaft und die lange Pause zwischen den beiden Veröffentlichungen zurückzuführen war.
Nach diesem Album zog sich Queen Pen weitgehend aus der Musikindustrie zurück. Stattdessen konzentrierte sie sich auf andere kreative Projekte und veröffentlichte 2002 eine Sammlung von Kurzgeschichten mit dem Titel „Situations: A Book of Short Stories”, gefolgt von dem Roman „Blossom: A Novel” im Jahr 2007. Diese literarischen Werke zeigten eine andere Facette ihres künstlerischen Talents und ermöglichten es ihr, weiterhin Geschichten zu erzählen, wenn auch in einem anderen Medium.
Queen Pens Einfluss auf die Hip-Hop-Kultur der späten 1990er Jahre ist unbestreitbar. Sie gehörte zu einer Generation weiblicher Rapperinnen, die den Weg für künftige Generationen ebneten, indem sie authentisch blieben und sich nicht scheuten, gesellschaftliche Normen herauszufordern. Ihre Beteiligung an „No Diggity” – einem Song, der einen Grammy für „Best R&B Performance by a Duo or Group” gewann – bleibt ein Höhepunkt ihrer Karriere und ein fester Bestandteil der Musikgeschichte.
Interessanterweise sind auch ihre Söhne Donlynn, bekannt als „Nefu Da Don”, und Quintion, bekannt als „Q Nhannaz”, in der Rap-Szene aktiv geworden. Dies zeigt, dass Queen Pens musikalisches Erbe in der nächsten Generation weiterlebt. Neben ihrer musikalischen Arbeit engagiert sie sich gesellschaftlich, insbesondere für Jugendliche und alleinerziehende Teenagerinnen, und nutzt ihre Erfahrungen, um anderen zu helfen.
Obwohl Queen Pen keine neuen Musikalben mehr veröffentlicht hat, bleibt ihre Musik relevant. Songs wie „All My Love” und natürlich „No Diggity” werden weiterhin im Online Radio gespielt und erreichen neue Generationen von Hörern. Ihre Fähigkeit, persönliche Erfahrungen in universelle Botschaften zu verwandeln, macht ihre Musik zeitlos. Queen Pen hat bewiesen, dass Hip-Hop mehr sein kann als nur Unterhaltung – es kann ein Werkzeug für sozialen Wandel und persönliche Ermächtigung sein.
Wir konnten leider keine Konzerte von Queen Pen finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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