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today28.02.2026
Prakazrel „Pras” Michel ist vor allem als Mitglied der legendären Hip-Hop-Gruppe The Fugees bekannt geworden und feierte mit seinem Solo-Hit „Ghetto Supastar” weltweite Erfolge. Der in Brooklyn geborene Rapper haitianischer Abstammung prägte in den 1990er Jahren den Alternative Hip-Hop mit seinem unverwechselbaren Stil. Neben seiner Musikkarriere machte er auch durch Film- und Fernsehprojekte sowie durch kontroverse juristische Auseinandersetzungen Schlagzeilen.
| Künstlername | Pras |
| Bürgerlicher Name | Prakazrel Samuel Michel |
| Genre | Hip-Hop, Alternative Hip-Hop, Pop Rap |
| Größter Hit | Ghetto Supastar (That Is What You Are) |
| Geburtsdatum | 19. Oktober 1972 |
| Geburtsort | Brooklyn, New York City, USA |
| Wohnort | Miami, Florida |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Waage |

Prakazrel Samuel Michel wurde am 19. Oktober 1972 in Brooklyn geboren und wuchs in einer haitianisch-amerikanischen Familie auf. Seine Eltern stammten aus Haiti, was seine kulturelle Identität maßgeblich prägte. Die Familie zog später nach Irvington in New Jersey, wo Pras seine prägenden Jugendjahre verbrachte. Dort besuchte er die Columbia High School in Maplewood, wo er eine Begegnung hatte, die sein Leben für immer verändern sollte: Er lernte Lauryn Hill kennen.
Bereits als Teenager zeigte Pras großes Interesse an Musik und Hip-Hop-Kultur. Ende der 1980er Jahre gründete er gemeinsam mit Lauryn Hill die Gruppe Tranzlator Crew, die auch unter dem Namen The Rap Translators bekannt war. Als sein Cousin Wyclef Jean zur Gruppe stieß, war das Fundament für eine der einflussreichsten Hip-Hop-Formationen der 1990er Jahre gelegt. Aus dem Trio wurde The Fugees, eine Band, die Hip-Hop mit Soul, Reggae und bewussten Texten kombinierte und damit neue Maßstäbe setzte.
1994 veröffentlichten The Fugees ihr Debütalbum „Blunted on Reality”, das zwar kritisch positiv aufgenommen wurde, kommerziell aber zunächst hinter den Erwartungen zurückblieb. Der wahre Durchbruch kam zwei Jahre später mit dem zweiten Album „The Score”, das 1996 erschien und zu einem der erfolgreichsten Hip-Hop-Alben aller Zeiten wurde. Mit Hits wie „Killing Me Softly”, „Fu-Gee-La” und „Ready or Not” eroberten die Fugees die Charts weltweit und gewannen mehrere Grammy Awards, darunter den begehrten Preis für das beste Rap-Album.
Pras trug mit seinem unverwechselbaren Flow und seiner Bühnenpräsenz wesentlich zum Erfolg der Gruppe bei. Die Fugees waren mehr als nur eine Hip-Hop-Gruppe – sie verkörperten eine Bewegung, die soziale und politische Themen ansprach und gleichzeitig musikalisch innovativ war. Ihre Mischung aus Rap, Gesang und Live-Instrumentierung machte sie zu Pionieren des Alternative Hip-Hop. Das Album „The Score” verkaufte sich millionenfach und etablierte die drei Künstler als Superstars.
Nach dem enormen Erfolg mit den Fugees entschied sich Pras, eine Solokarriere zu verfolgen. Im Oktober 1998 veröffentlichte er sein Debüt-Soloalbum „Ghetto Supastar”, das seinen größten Hit enthielt: „Ghetto Supastar (That Is What You Are)” featuring Mýa und Ol' Dirty Bastard. Der Song, der ein Sample von „Islands in the Stream” verwendete, wurde zu einem weltweiten Phänomen. Er erreichte Platz 15 in den US Billboard Hot 100 und kletterte in mehreren Ländern, darunter Deutschland, Irland, den Niederlanden und Neuseeland, auf Platz eins. In Großbritannien erreichte der Track Platz zwei und wurde für einen Grammy nominiert.
Der Erfolg von „Ghetto Supastar” machte Pras zu einem eigenständigen Star und zeigte seine Fähigkeit, eingängige Pop-Rap-Melodien mit cleveren Texten zu verbinden. Eine weitere erfolgreiche Single aus dem Album war „Blue Angels”, die in Großbritannien die Top Ten erreichte. Das Album selbst erhielt mehrfache Platin-Zertifizierungen und festigte Pras’ Position in der Musikindustrie. Viele Fans entdeckten seine Musik über Internetradio und Streaming-Plattformen, wo seine Hits bis heute regelmäßig gespielt werden.
Nach einer längeren kreativen Pause veröffentlichte Pras 2005 sein zweites Soloalbum „Win Lose or Draw”, das jedoch nicht an die kommerziellen Erfolge seines Debüts anknüpfen konnte. 2018 folgte die EP „Wave Culture”, die zeigte, dass er weiterhin musikalisch aktiv war, wenn auch mit geringerer öffentlicher Aufmerksamkeit.
Neben seiner Musikkarriere war Pras auch als Schauspieler und Produzent tätig. Er spielte in Filmen wie „Mystery Men” (1999) und „Turn It Up” (2000) mit und bewies damit sein Talent auch vor der Kamera. Darüber hinaus engagierte er sich in verschiedenen Fernseh- und Filmprojekten als Produzent und zeigte Interesse an unterschiedlichen kreativen Ausdrucksformen. Seine Bildung spielte dabei eine Rolle – er studierte laut verschiedenen Quellen an der Rutgers University und Yale University Fächer wie Philosophie und Psychologie, wobei Details über seine akademischen Abschlüsse weniger klar dokumentiert sind.
Pras war auch politisch engagiert und setzte sich für verschiedene soziale Anliegen ein. Seine haitianischen Wurzeln waren ihm wichtig, und er nutzte seine Plattform, um auf Themen aufmerksam zu machen, die ihm am Herzen lagen. Diese Vielseitigkeit machte ihn zu einer facettenreichen Persönlichkeit, die weit über die Musikwelt hinaus bekannt war.
Ab 2019 geriet Pras in ernsthafte rechtliche Schwierigkeiten. Er wurde wegen illegaler Wahlkampffinanzierung und Einflussnahme angeklagt, insbesondere im Zusammenhang mit dem malaysischen Geschäftsmann Jho Low. Die Vorwürfe bezogen sich auf ausländische Beiträge zu US-Wahlkampagnen und Versuche, politischen Einfluss zu nehmen. Im April 2023 wurde Pras in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen. Im November 2025 erhielt er eine Gefängnisstrafe von 14 Jahren sowie zusätzliche Maßnahmen.
Diese Verurteilung hatte massive Auswirkungen auf sein Leben und seine Karriere. Zudem reichte er eine Klage gegen Lauryn Hill ein, die finanzielle Streitigkeiten im Zusammenhang mit einer abgesagten Reunion-Tour der Fugees betraf. Ende 2024 zog sich Pras offiziell aus der Gruppe zurück, was das endgültige Ende einer Ära markierte. Die rechtlichen Probleme überschatteten seine musikalischen Leistungen und machten ihn zu einer kontroversen Figur in der Öffentlichkeit.
Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt Pras’ musikalisches Erbe bestehen. Seine Arbeit mit den Fugees und sein Solo-Hit „Ghetto Supastar” werden weiterhin auf zahlreichen Plattformen gestreamt und im Radio gespielt. Seine Beiträge zum Hip-Hop der 1990er Jahre haben die Musiklandschaft nachhaltig geprägt und inspirieren bis heute neue Generationen von Künstlern.
Wir konnten leider keine Konzerte von Pras finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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