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today28.02.2026
Playahitty war ein italienisches Eurodance-Projekt, das Mitte der 1990er Jahre mit seinem Sommerhit “The Summer Is Magic” europaweit für Furore sorgte. Hinter dem eingängigen Sound standen die Produzenten Emanuele Asti und Stefano Carrara, während die markante Stimme von Giovanna Bersola alias Jenny B stammte. Das Projekt verkörperte den typischen Eurodance-Sound der 90er Jahre und wurde zum Inbegriff sommerlicher Strandparty-Atmosphäre.
| Künstlername | Playahitty |
| Mitglieder | Emanuele Asti, Stefano Carrara, Giovanna Bersola (Jenny B), Marion Zhapa |
| Genre | Eurodance, Italo Dance, Europop |
| Größter Hit | The Summer Is Magic |
| Gründungsjahr | 1994 |
| Land | Italien |
| Markenzeichen | Sommerhit-Sound, Trennung von Studiostimme und Bühnenpräsenz |

Als sich die Produzenten Emanuele Asti und Stefano Carrara Mitte der 1990er Jahre zusammentaten, hatten sie eine klare Vision: einen unwiderstehlichen Sommerhit zu kreieren, der die Tanzflächen Europas erobern sollte. Der Name Playahitty entstand fast spontan kurz vor der Veröffentlichung der ersten Single. Die Idee war simpel und genial zugleich – “Playa Hit” sollte für einen Strand-Hit stehen, das angehängte “y” machte daraus einen eingängigen Projektnamen, der Leichtigkeit und Sommer versprach.
Die Besonderheit des Projekts lag in seiner Struktur, die typisch für viele Eurodance-Acts jener Zeit war. Während Giovanna Bersola, besser bekannt als Jenny B, im Studio ihre unverwechselbare Stimme lieh, übernahm das Model Marion Zhapa die visuelle Repräsentation in Videos und bei Live-Auftritten. Diese Trennung zwischen Studiostimme und Bühnenpräsenz war damals gängige Praxis und ermöglichte es den Produzenten, maximale kreative Kontrolle über den Sound zu behalten, während gleichzeitig ein attraktives Image für die Öffentlichkeit geschaffen wurde.
Im Juli 1994 erschien “The Summer Is Magic” und entwickelte sich schnell zum Phänomen. Der Song traf den Nerv der Zeit perfekt – eingängige Melodien, tanzbare Beats und eine Portion Urlaubsfeeling machten ihn zum idealen Soundtrack für den Sommer. In Italien erreichte die Single Platz zwei der Charts und etablierte Playahitty als ernstzunehmende Größe im Eurodance-Genre. Auch in anderen europäischen Ländern konnte der Track überzeugen: In der Schweiz kletterte er auf Platz zwölf, in Österreich auf Platz vierzehn, in Dänemark auf Platz siebzehn und in Spanien auf Platz fünfzehn.
Interessanterweise blieb der Erfolg in Deutschland etwas verhaltener, wo die Single nur Platz 39 erreichte. Dennoch wurde “The Summer Is Magic” zu einem der definierenden Eurodance-Tracks der Neunziger und wird bis heute in zahlreichen Webradio-Programmen gespielt, die sich dem Sound dieser Ära verschrieben haben. Die Melodie und der charakteristische Gesang von Jenny B prägten sich tief ins kollektive Musikgedächtnis ein.
Ein bemerkenswerter Aspekt des Songs war die häufige Verwechslung mit Corona, einem anderen italienischen Eurodance-Projekt. Dies war kein Zufall, denn Jenny B hatte auch für Corona den Megahit “The Rhythm of the Night” eingesungen. Die stimmliche Ähnlichkeit führte dazu, dass viele Hörer beide Projekte für identisch hielten oder “The Summer Is Magic” fälschlicherweise Corona zuordneten. Diese Verwechslung hält sich teilweise bis heute und zeigt, wie prägend Jenny Bs Stimme für den Eurodance-Sound der Neunziger war.
Nach dem durchschlagenden Erfolg von “The Summer Is Magic” versuchte Playahitty, an den Triumph anzuknüpfen. 1995 erschien “1-2-3! (Train With Me)”, das erneut in Italien gut ankam und dort Platz vier der Charts erreichte. In Österreich schaffte es die Single auf Platz 21, konnte aber international nicht mehr dieselbe Wirkung entfalten wie der Vorgänger. Der Song behielt die charakteristische Eurodance-Formel bei, konnte jedoch nicht mehr die gleiche Frische und Überraschung bieten.
In den Folgejahren veröffentlichte das Projekt weitere Singles wie “I Love the Sun” (1996), “Another Holiday” (1997) und “The Man I Never Had” (1998). Mit jeder Veröffentlichung wurde jedoch deutlicher, dass die große Zeit von Playahitty vorüber war. “I Love the Sun” erreichte in Italien noch Platz 16, während die späteren Singles kaum noch nennenswerte Chartplatzierungen verzeichnen konnten. Der Eurodance-Markt war Ende der Neunziger zunehmend gesättigt, und neue Trends in der elektronischen Musik zogen die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich.
Obwohl Playahitty als aktives Projekt nach 1998 weitgehend verstummte, blieb “The Summer Is Magic” im Gedächtnis der Fans. 2002 erschien eine Neuauflage in Zusammenarbeit mit Sasha De Vries, die versuchte, den Klassiker für eine neue Generation aufzubereiten. Sechs Jahre später, 2008, folgte eine weitere Remix-Version samt EP mit fünf Tracks. Diese Neuauflage erreichte in den Niederlanden Platz 31 der Charts und fand auch in Frankreich sowie in einigen lateinamerikanischen Ländern Beachtung.
Die Wiederveröffentlichungen zeigten, dass der Song auch Jahre nach seiner Erstveröffentlichung noch eine treue Fangemeinde besaß. Besonders im Kontext von Nostalgie-Events und in Internetradio-Programmen, die sich auf die Musik der Neunziger spezialisiert haben, erlebte “The Summer Is Magic” eine Renaissance. Die verschiedenen Remixe brachten moderne Produktionstechniken ein, behielten aber den Kern des Originals bei, der den Song so unverwechselbar machte.
Playahitty veröffentlichte nie ein vollständiges Studioalbum, sondern konzentrierte sich ausschließlich auf Singles und später auf die EP von 2008. Diese Fokussierung auf einzelne Tracks war charakteristisch für viele Eurodance-Projekte, die oft als kurzlebige Phänomene konzipiert waren. Dennoch hat Playahitty mit “The Summer Is Magic” einen bleibenden Eindruck in der Popkultur hinterlassen. Der Song wird regelmäßig in Compilations der Neunziger Jahre aufgenommen und läuft weiterhin in Radio- und Streaming-Programmen, die sich dem Sound dieser Dekade widmen.
Die Tatsache, dass Jenny B sowohl für Playahitty als auch für Corona sang, macht sie zu einer der prägendsten, wenn auch oft unsichtbaren Stimmen des Eurodance. Ihre Fähigkeit, eingängige Melodien mit emotionaler Tiefe zu verbinden, trug maßgeblich zum Erfolg beider Projekte bei. Marion Zhapa wiederum verkörperte als visuelles Gesicht von Playahitty das Image des sorglosen Sommervergnügens, das der Musik innewohnte.
Heute steht Playahitty exemplarisch für eine Ära, in der elektronische Tanzmusik noch stark von europäischen Produktionen dominiert wurde und in der Italien eine zentrale Rolle spielte. Die Musik des Projekts erinnert an sonnige Strände, unbeschwerte Partynächte und die besondere Atmosphäre der Neunziger Jahre. Auch wenn das Projekt selbst keine großen Musikpreise gewann, bleibt “The Summer Is Magic” ein zeitloser Klassiker, der Generationen von Hörern verbindet und immer wieder für gute Laune sorgt.
Wir konnten leider keine Konzerte von Playahitty finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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