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today28.02.2026
N.Y.C.C. war ein deutsches Dance-Projekt, das Ende der 1990er Jahre mit einer energiegeladenen Coverversion eines Hip-Hop-Klassikers internationale Erfolge feierte. Die Hamburger Produktion schaffte es in zahlreiche europäische Charts und wurde zum Dancefloor-Hit der späten 90er. Trotz des großen Erfolgs blieb das Projekt weitgehend im Hintergrund und konzentrierte sich auf wenige, aber wirkungsvolle Veröffentlichungen.
| Künstlername | N.Y.C.C. |
| Genre | Hip-House, Euro-Dance |
| Größter Hit | Fight for Your Right (To Party) |
| Gründungsjahr | 1998 |
| Land | Deutschland |

N.Y.C.C. trat 1998 mit einer Dance-Version des Beastie Boys Klassikers “Fight for Your Right (To Party!)” auf die Bühne der internationalen Musikszene. Das im Boogie Park Studio in Hamburg produzierte Cover verwandelte den rebellischen Rock-Rap-Hit in eine tanzbaren Euro-Dance-Track mit treibenden Beats und elektronischen Elementen. Die Produktion lag in den Händen von Dee Jay Sören, der für die Aufnahme, das Mixing und die charakteristische Sound-Ästhetik verantwortlich zeichnete. Mit diesem mutigen Schritt, einen ikonischen Song der Hip-Hop-Geschichte in ein Dance-Format zu überführen, traf N.Y.C.C. den Nerv der Zeit und sprach sowohl Fans elektronischer Musik als auch Liebhaber des Originals an.
Der Erfolg von “Fight for Your Right (To Party)” war beeindruckend und international. In Norwegen erreichte die Single Platz 2, in Schweden Platz 3 und in Deutschland immerhin Platz 11. Auch in Großbritannien schaffte es der Track auf Platz 14 der offiziellen Charts, was N.Y.C.C. zur ersten deutschen Hip-House-Gruppe machte, die in UK die Top 25 erreichte. Weitere beachtliche Platzierungen gab es in Irland, Australien, Österreich, Neuseeland, Finnland, Belgien und der Schweiz. Insgesamt war die Single in über zehn Ländern in den Charts vertreten und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Dance-Covers der späten 90er Jahre. Die Veröffentlichung erfolgte am 30. Mai 1998 und wurde schnell zu einem festen Bestandteil in Clubs und auf Radiostationen, die Dance und Euro-House spielten.
Neben dem großen Hit “Fight for Your Right (To Party)” veröffentlichte N.Y.C.C. 1998 auch eine Coverversion von AC/DCs “Highway To Hell”, die ebenfalls den charakteristischen Hip-House-Sound des Projekts trug. Die musikalische Handschrift von N.Y.C.C. war geprägt von stark elektronischer Dance-Produktion, Breakbeats und typischen Euro-House-Elementen. Statt die Rock- oder Rap-Ästhetik der Originale beizubehalten, wurden die Songs komplett in ein tanzbares Format überführt. Der Sound enthielt Samples wie etwa von “Change the Beat (Female Version)” von Beside und wurde in verschiedenen Mix-Versionen angeboten – Extended Mixes, Disco Selections und Instrumentals gehörten zum Standard-Repertoire. Es gibt Hinweise auf Kompilationen und möglicherweise inoffizielle Veröffentlichungen, die weitere Tracks wie “I Need Love” enthalten, doch ein vollständiges Studioalbum mit eigenen Kompositionen ist nicht dokumentiert.
Über die Personen hinter N.Y.C.C. ist erstaunlich wenig bekannt. Das Projekt scheint bewusst im Hintergrund geblieben zu sein, wobei Dee Jay Sören als zentrale Figur in den Credits auftaucht. Ob es sich dabei um einen Künstlernamen oder um eine reale Person handelt, bleibt unklar. Auch über weitere Mitglieder, deren bürgerliche Namen oder biografische Details gibt es keine verlässlichen Informationen. N.Y.C.C. war offenbar eher als Studio-Projekt konzipiert denn als klassische Band mit festen Mitgliedern und Live-Auftritten. Diese Anonymität war in der Dance- und Electronic-Szene der 90er Jahre nicht ungewöhnlich, wo oft Produzenten und DJs im Mittelpunkt standen und weniger die Interpreten selbst. Die Hamburger Herkunft des Projekts verbindet N.Y.C.C. mit der damals florierenden deutschen Dance- und Techno-Szene.
Obwohl N.Y.C.C. nur eine kurze aktive Phase hatte und sich hauptsächlich auf Coverversionen konzentrierte, hinterließ das Projekt einen bleibenden Eindruck in der Euro-Dance-Landschaft der späten 90er Jahre. “Fight for Your Right (To Party)” wurde zu einem Klassiker, der bis heute in Webradios und auf Streaming-Plattformen gespielt wird und Hörer in nostalgische Erinnerungen an die Dance-Ära versetzt. Die Fähigkeit, bekannte Rock- und Hip-Hop-Hits erfolgreich in Dance-Tracks zu verwandeln, zeigte das kreative Potenzial des Genre-Crossovers. N.Y.C.C. bewies, dass mit der richtigen Produktion und einem Gespür für den Zeitgeist auch Coverversionen zu eigenständigen Hits werden können. Das Projekt steht exemplarisch für eine Ära, in der elektronische Musik immer mehr in den Mainstream vordrang und traditionelle Genregrenzen aufweichte. Auch wenn keine Auszeichnungen oder weitere große Hits folgten, bleibt N.Y.C.C. ein interessantes Kapitel der deutschen Dance-Geschichte und ein Beispiel dafür, wie ein einzelner Song ein Projekt definieren kann.
Wir konnten leider keine Konzerte von N.Y.C.C. finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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