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today28.02.2026
Lulu ist eine schottische Pop-Ikone, die seit den 1960er Jahren mit ihrer kraftvollen Stimme und vielseitigen Karriere begeistert. Von Teenagerstar zur internationalen Erfolgsgeschichte – ihre Hits wie “To Sir With Love” und “Relight My Fire” machten sie unsterblich. Mit über sechs Jahrzehnten im Showgeschäft bleibt sie eine der beständigsten Künstlerinnen Großbritanniens.
| Künstlername | Lulu |
| Bürgerlicher Name | Marie McDonald McLaughlin Lawrie |
| Genre | Pop, Blue-Eyed Soul, Pop Rock |
| Größter Hit | To Sir With Love |
| Geburtsdatum | 3. November 1948 |
| Geburtsort | Lennoxtown, East Dunbartonshire, Schottland |
| Staatsangehörigkeit | Britisch |
| Sternzeichen | Skorpion |
| Markenzeichen | Kraftvolle Stimme, emotionale Darbietung, vielseitige Karriere als Sängerin, Schauspielerin und TV-Moderatorin |

Marie McDonald McLaughlin Lawrie erblickte am 3. November 1948 im Lennox Castle Hospital in Lennoxtown nahe Glasgow das Licht der Welt. Als älteste von vier Kindern wuchs sie in einfachen Verhältnissen auf – ihr Vater arbeitete als Metzger. Schon mit vier Jahren zeigte sich ihr außergewöhnliches Talent bei öffentlichen Auftritten, und die kleine Marie begeisterte bei Feierlichkeiten mit ihrer Stimme. Glasgow wurde zur Wiege ihrer Karriere, denn bereits mit etwa 14 Jahren sang sie mit lokalen Bands wie The Gleneagles in Clubs rund um Glasgow und Edinburgh.
Den Künstlernamen Lulu verdankt sie ihrer Managerin Marion Massey, die das temperamentvolle Mädchen als “a real lulu” bezeichnete – ein wunderbares Kind. Dieser Name sollte Programm werden für eine der bemerkenswertesten Karrieren der britischen Popgeschichte. Mit ihrer energiegeladenen Persönlichkeit und ihrer unverwechselbaren Stimme war Lulu von Anfang an etwas Besonderes.
1964 begann Lulus professionelle Karriere mit einem Paukenschlag. Zusammen mit ihrer Begleitband Lulu & the Luvvers nahm sie “Shout” auf, ein Cover des Isley Brothers-Klassikers. Die Single erreichte die Top 10 in Großbritannien und katapultierte die damals erst 15-Jährige ins Rampenlicht. Ihre kraftvolle, soulige Interpretation des Songs überraschte viele – niemand hatte erwartet, dass eine so junge Schottin derart authentisch klingen konnte.
Der internationale Durchbruch folgte 1967 mit dem Film “To Sir, with Love”, in dem Lulu nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch den Titelsong sang. Diese Ballade wurde zu ihrem größten kommerziellen Erfolg: Fünf Wochen lang stand sie auf Platz 1 der Billboard Hot 100 in den USA und wurde zur meistverkauften Single des Jahres 1967 in Amerika. Interessanterweise wurde der Song in Großbritannien zunächst nur als B-Seite veröffentlicht, während “The Boat That I Row” die A-Seite bildete.
In den späten 1960er Jahren etablierte sich Lulu als vielseitige Entertainerin. Sie moderierte eigene Fernsehshows wie “Happening for Lulu” und “It’s Lulu”, die ihr Publikum in ganz Großbritannien begeisterten. Ihre Fähigkeit, zwischen verschiedenen Musikstilen zu wechseln – von Pop über Soul bis hin zu Jazz-Einflüssen – machte sie zu einer einzigartigen Künstlerin ihrer Generation.
1969 erreichte Lulu einen weiteren Karrierehöhepunkt beim Eurovision Song Contest. Mit “Boom Bang-a-Bang” gewann sie für Großbritannien den Wettbewerb – allerdings musste sie sich den Sieg mit drei anderen Ländern teilen, da es zu einem vierfachen Gleichstand kam. Der Song erreichte Platz 2 in den britischen Charts und festigte ihren Status als internationale Künstlerin.
Ein besonderer Moment ihrer Karriere war 1974 die Aufnahme des James-Bond-Titelsongs “The Man with the Golden Gun”. Damit reihte sie sich in die illustre Liste der Bond-Interpreten ein und bewies einmal mehr ihre Vielseitigkeit. Ihre Diskografie aus dieser Zeit zeigt eine beeindruckende Bandbreite: Von “New Routes” (1970), einem von Atlantic Records produzierten Album mit Soul- und R&B-Einflüssen, bis hin zu “Heaven and Earth and the Stars” (1976) experimentierte sie mit verschiedenen Stilen.
Die 1970er und frühen 1980er Jahre brachten weitere Hits. “I Could Never Miss You (More Than I Do)” erreichte 1981 Platz 18 in den USA und wurde besonders in Neuseeland ein großer Erfolg mit Platz 3. Während dieser Zeit bewies Lulu, dass sie mehr war als nur ein Teenagerstar der 1960er – sie hatte sich zu einer reifen, vielseitigen Künstlerin entwickelt.
Nach einigen ruhigeren Jahren in den 1980ern erlebte Lulu 1993 ein spektakuläres Comeback. Das Album “Independence” markierte ihre Rückkehr ins Rampenlicht, und die Zusammenarbeit mit der damals angesagten Boyband Take That bei “Relight My Fire” wurde zu einem phänomenalen Erfolg. Der Song erreichte Platz 1 in Großbritannien und hielt sich dort zwei Wochen – es war Lulus erster Nummer-1-Hit in ihrer Heimat seit Jahrzehnten. Die Single verkaufte sich über 600.000 Mal allein in Großbritannien und erhielt Platin-Status.
Diese Kollaboration führte Lulu einer völlig neuen Generation von Fans zu. Plötzlich war sie nicht mehr nur die Stimme aus den 1960ern, sondern eine zeitgenössische Künstlerin, die mühelos zwischen den Generationen vermitteln konnte. Wer damals Internetradio oder andere Streaming-Dienste nutzte, konnte erleben, wie “Relight My Fire” zu einem der meistgespielten Songs wurde und Lulus Karriere neu entfachte.
2002 folgte ein weiterer Hit mit “We’ve Got Tonight”, einem Duett mit Ronan Keating von Boyzone. Der Song erreichte Platz 4 in den UK-Charts und bewies erneut, dass Lulu das Gespür für erfolgreiche Kollaborationen hatte. Alben wie “Together” (2002), “Back on Track” (2004) und “A Little Soul in Your Heart” (2005) zeigten ihre anhaltende kreative Produktivität.
Lulus Privatleben war ebenso bewegt wie ihre Karriere. 1969 heiratete sie Maurice Gibb von den Bee Gees, doch die Ehe hielt nur bis etwa 1975. Später war sie von 1977 bis 1992 mit dem renommierten Friseur John Frieda verheiratet, mit dem sie einen Sohn namens Jordan Frieda hat. Diese Beziehungen brachten sie in Kontakt mit der internationalen Prominenz und prägten auch ihre künstlerische Entwicklung.
Ein bemerkenswerter Aspekt ihrer Karriere ist ihre Tätigkeit als Songwriterin. Zusammen mit ihrem Bruder Billy Lawrie und Steve DuBerry schrieb sie “I Don’t Wanna Fight”, das später zu einem Hit für Tina Turner wurde. Dies zeigt, dass Lulus Talent weit über ihre Gesangsfähigkeiten hinausging.
In späteren Jahren sprach Lulu offen über ihre Alkoholsucht und den Weg zur Genesung. In ihren Memoiren offenbarte sie, dass sie seit etwa 2013 trocken ist. Diese Ehrlichkeit und Offenheit machten sie zu einem Vorbild für viele Menschen, die mit ähnlichen Problemen kämpfen. Ihre Bereitschaft, über schwierige Themen zu sprechen, zeugt von der Reife und Weisheit, die sie im Laufe ihres Lebens gewonnen hat.
Für ihre Verdienste um Musik und Entertainment wurde Lulu 2000 zur Officer of the Order of the British Empire (OBE) ernannt. 2021 folgte die Ernennung zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) – eine Anerkennung nicht nur für ihre musikalischen Leistungen, sondern auch für ihr wohltätiges Engagement. Diese Ehrungen unterstreichen ihren Status als eine der bedeutendsten britischen Künstlerinnen.
Auch mit über 70 Jahren bleibt Lulu aktiv. Ihre Tour “Champagne for Lulu!” wurde für 2024/2025 angekündigt und zeigt, dass ihre Energie und Leidenschaft für die Bühne ungebrochen sind. Gastauftritte im Fernsehen, neue musikalische Projekte und Konzerte halten sie im Gespräch. Ihr Album “Making Life Rhyme” von 2015 bewies, dass sie auch im 21. Jahrhundert noch relevante Musik produzieren kann.
Lulus Einfluss auf die Popmusik ist unbestreitbar. Sie war eine Pionierin für weibliche Künstlerinnen, die sich nicht auf ein Genre festlegen lassen wollten. Ihre Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden, ohne ihre Authentizität zu verlieren, macht sie zu einem Vorbild für nachfolgende Generationen. Von den frühen Tagen in Glasgower Clubs bis zu internationalen Charttoppen – Lulus Karriere ist ein Beweis dafür, dass echtes Talent und Beharrlichkeit sich auszahlen. Wer heute Online Radio hört und auf ihre Klassiker stößt, erlebt zeitlose Musik, die nichts von ihrer Kraft verloren hat.
Wir konnten leider keine Konzerte von Lulu finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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