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today01.03.2026
Joey Scarbury ist ein US-amerikanischer Sänger und Songwriter, der vor allem durch den ikonischen Titelsong “Believe It or Not” aus der TV-Serie “The Greatest American Hero” weltweite Bekanntheit erlangte. Der 1955 in Kalifornien geborene Musiker prägte die frühen 1980er Jahre mit seinem unverwechselbaren Sound zwischen Pop und Soft Rock. Trotz weiterer Projekte blieb dieser eine Hit sein größter Erfolg und machte ihn zu einer festen Größe im Bereich der Fernsehmusik.
| Künstlername | Joey Scarbury |
| Bürgerlicher Name | Joey Scarbury |
| Genre | Pop, Soft Rock, Adult Contemporary |
| Größter Hit | Believe It or Not (Theme from “Greatest American Hero”) |
| Geburtsdatum | 7. Juni 1955 |
| Geburtsort | Ontario, Kalifornien, USA |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Zwillinge |

Joey Scarbury wuchs in Thousand Oaks, Kalifornien auf, wo er bereits als Teenager seine Leidenschaft für die Musik entdeckte. Mit gerade einmal 14 Jahren wurde das junge Talent vom Vater des renommierten Komponisten Jimmy Webb entdeckt, was ihm seinen ersten Plattenvertrag bei Dunhill Records einbrachte. Diese frühe Chance schien der perfekte Start in eine vielversprechende Karriere zu sein, doch die Realität sah anders aus. Seine Debütsingle “She Never Smiles Anymore” floppte komplett und führte dazu, dass er die Plattenfirma wieder verlassen musste.
Die 1970er Jahre waren für Scarbury eine Zeit des Durchhaltens und der harten Arbeit im Hintergrund. Anstatt im Rampenlicht zu stehen, verdiente er sein Geld hauptsächlich als Background-Sänger für andere Künstler. Gelegentlich veröffentlichte er eigene Songs, wie etwa “Mixed Up Guy” im Jahr 1971, der es immerhin auf Platz 73 der US Billboard Hot 100 schaffte. Doch der große Durchbruch blieb aus, und Scarbury musste lernen, geduldig zu sein und auf seine Chance zu warten.
Das Jahr 1981 sollte alles verändern. Die Zusammenarbeit mit dem Produzenten und Komponisten Mike Post, die bereits Ende der 1970er Jahre begonnen hatte, trug endlich Früchte. Post hatte den Auftrag erhalten, die Titelmelodie für die neue TV-Serie “The Greatest American Hero” zu komponieren, und er wählte Joey Scarbury als Sänger für den Song “Believe It or Not”. Ursprünglich war die Melodie nur instrumental geplant, doch die gesungene Version überzeugte so sehr, dass sie in voller Länge produziert und später für die Serie gekürzt wurde.
Der Erfolg war überwältigend. “Believe It or Not” schoss in den Charts nach oben und erreichte Platz 2 der US Billboard Hot 100, wo der Song mehrere Wochen verharrte – nur blockiert vom Mega-Hit “Endless Love” von Diana Ross und Lionel Richie. In anderen Ländern war der Erfolg sogar noch größer: In Neuseeland erreichte der Song Platz 1, in Australien Platz 2, und auch in Kanada landete er in den Top 5. Bei Cashbox und Record World schaffte es der Titel sogar auf die Spitzenposition. Heute läuft dieser zeitlose Klassiker regelmäßig auf verschiedenen Radiosendern und wird auch im Streaming von Internetradio-Stationen weltweit gespielt.
Auf der Welle des Erfolgs veröffentlichte Scarbury 1981 sein einziges vollständiges Studioalbum “America’s Greatest Hero”. Das Album enthielt neben dem Hit-Titelsong weitere Songs im typischen Pop- und Soft-Rock-Stil der frühen 1980er Jahre. Die Single “When She Dances” aus diesem Album erreichte noch Platz 49 der Billboard Hot 100 und Platz 24 in den kanadischen Adult Contemporary Charts, konnte aber nicht an den Erfolg des Titelsongs anknüpfen.
Scarbury versuchte in den folgenden Jahren, seinen Erfolg zu wiederholen. Er sang weitere Titelmelodien für TV-Serien wie “Hardcastle and McCormick” und “Jennifer Slept Here” sowie für Peanuts-Specials wie “It’s Flashbeagle, Charlie Brown”. 1984 erschien die Single “The River’s Song”, die jedoch außerhalb der Top 40 blieb und keinen nennenswerten Erfolg mehr verbuchen konnte. Die magische Kombination aus dem richtigen Song zur richtigen Zeit ließ sich nicht wiederholen, und Scarbury musste erkennen, dass sein großer Moment möglicherweise ein einmaliges Ereignis bleiben würde.
Als seine eigene Karriere als Interpret in den späten 1980er Jahren ins Stocken geriet, wandte sich Joey Scarbury verstärkt dem Songwriting zu. Diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen. Im Jahr 1990 schrieb er zusammen mit Even Stevens den Country-Song “No Matter How High” für The Oak Ridge Boys. Der Song wurde ein voller Erfolg und erreichte Platz 1 der Country-Charts – ein Beweis dafür, dass Scarburys musikalisches Talent weit über seine eigenen Auftritte hinausging.
Diese zweite Karriere hinter den Kulissen zeigte, dass Scarbury nicht nur als Interpret, sondern auch als kreativer Kopf im Musikgeschäft seinen Platz hatte. Das Songwriting ermöglichte es ihm, weiterhin in der Musikindustrie aktiv zu bleiben, ohne dem Druck ausgesetzt zu sein, ständig im Rampenlicht stehen zu müssen.
“Believe It or Not” ist weit mehr als nur ein erfolgreicher Song aus den 1980er Jahren geworden – er hat sich als echter Klassiker der Popkultur etabliert. Die eingängige Melodie und der optimistische Text haben den Song zu einem festen Bestandteil der kollektiven Erinnerung gemacht. Besonders bekannt wurde die Parodie in der TV-Serie “Seinfeld”, wo George Costanza auf seinem Anrufbeantworter eine umgedichtete Version singt: “Believe it or not, George isn’t at home”. Diese Szene hat den Song einer neuen Generation vorgestellt und seine kulturelle Relevanz unterstrichen.
Der Titelsong taucht immer wieder in Filmen, Werbungen und anderen TV-Shows auf und wird regelmäßig gesampelt oder gecovert. Für viele Menschen ist er untrennbar mit den 1980er Jahren verbunden und weckt nostalgische Gefühle. Joey Scarbury mag nur einen großen Hit gehabt haben, aber dieser eine Song hat ausgereicht, um ihm einen dauerhaften Platz in der Musikgeschichte zu sichern. Seine Zusammenarbeit mit Mike Post und seine charakteristische Stimme haben einen Sound geschaffen, der auch Jahrzehnte später noch sofort erkennbar ist und bei Online Radio-Hörern auf der ganzen Welt Begeisterung auslöst.
Wir konnten leider keine Konzerte von Joey Scarbury finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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