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today01.03.2026
Joe Pizzulo, geboren am 15. Juni 1951 in Youngstown, Ohio, ist ein amerikanischer Sänger, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Musiker Sérgio Mendes internationale Bekanntheit erlangte. Seine markante, sanfte Stimme prägte Hits wie “Never Gonna Let You Go” und “Alibis” in den 1980er Jahren. Der vielseitige Künstler war sowohl als Solokünstler als auch als gefragter Background-Sänger für zahlreiche namhafte Künstler tätig.
| Künstlername | Joe Pizzulo |
| Bürgerlicher Name | Joseph Pizzulo |
| Genre | Pop, Soft Rock, R&B, Soul, Adult Contemporary |
| Größter Hit | Never Gonna Let You Go (mit Sérgio Mendes) |
| Geburtsdatum | 15. Juni 1951 |
| Geburtsort | Youngstown, Ohio, USA |
| Staatsangehörigkeit | Amerikanisch |
| Sternzeichen | Zwillinge |
| Markenzeichen | Klare, melodische Stimme in Balladen und Pop-Songs |

Joseph Pizzulo wuchs in der Industriestadt Youngstown im Bundesstaat Ohio auf, wo er die Ursuline High School besuchte. Schon in jungen Jahren zeigte sich seine Leidenschaft für Musik, und er begann seine musikalische Laufbahn in lokalen Jugendbands. Das Jahr 1969 markierte den offiziellen Start seiner professionellen Karriere, als er Mitglied der Band Roadshow wurde. Diese frühen Erfahrungen legten den Grundstein für seinen späteren Erfolg und halfen ihm, seine stimmlichen Fähigkeiten zu entwickeln.
Nach seiner Zeit mit Roadshow schloss sich Pizzulo der Formation Brainchild an, wo er weiter an seinem Handwerk feilte. Die musikalische Landschaft der frühen 1970er Jahre war geprägt von experimentellen Sounds und neuen Stilrichtungen, und der junge Sänger aus Ohio absorbierte all diese Einflüsse. 1974 wagte er den großen Schritt und zog nach Kalifornien, dem Epizentrum der amerikanischen Musikindustrie. Dort gründete er die Band White Licorice, die ihm weitere wichtige Erfahrungen in der professionellen Musikszene ermöglichte.
In Kalifornien angekommen, entwickelte sich Pizzulos Karriere in eine neue Richtung. Er etablierte sich zunehmend als gefragter Background-Sänger und arbeitete mit verschiedenen Künstlern zusammen. Ein besonderer Höhepunkt dieser Phase war seine Zusammenarbeit mit dem Schockrocker Alice Cooper, mit dem er auf Tour ging. Diese Erfahrung zeigte seine Vielseitigkeit als Sänger, denn er konnte sich problemlos in völlig unterschiedliche musikalische Kontexte einfügen.
Die Arbeit als Background-Sänger war für Pizzulo mehr als nur ein Nebenjob – sie war eine Schule der professionellen Musikproduktion. Er lernte, wie man im Studio arbeitet, wie man seine Stimme für verschiedene Arrangements anpasst und wie man mit Produzenten und anderen Musikern effektiv zusammenarbeitet. Diese Fähigkeiten sollten sich als unschätzbar wertvoll erweisen, als er später seine größten Erfolge feierte. Die kalifornische Musikszene der späten 1970er Jahre bot ihm unzählige Möglichkeiten, sein Netzwerk zu erweitern und sich als zuverlässiger, talentierter Sänger einen Namen zu machen.
Der entscheidende Wendepunkt in Joe Pizzulos Karriere kam Anfang der 1980er Jahre durch die Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Bandleader und Pianisten Sérgio Mendes. Diese Partnerschaft sollte ihm internationale Anerkennung bringen und seine Stimme einem weltweiten Publikum präsentieren. Im Jahr 1983 veröffentlichte Mendes das selbstbetitelte Album “Sérgio Mendes”, auf dem Pizzulo zusammen mit der Sängerin Leza Miller den Lead-Gesang für mehrere Tracks übernahm.
Der Song “Never Gonna Let You Go” wurde zu einem sensationellen Erfolg und katapultierte Pizzulo in die Charts. Die Single erreichte Platz 4 der US Billboard Hot 100 und eroberte sogar die Spitzenposition der Adult Contemporary Charts. Auch in den R&B-Charts war der Song erfolgreich und erreichte Platz 28. International machte der Titel ebenfalls Furore und platzierte sich in Großbritannien auf Platz 45. Die Kombination aus lateinamerikanischen Rhythmen, sophistizierter Pop-Produktion und Pizzulos sanfter, ausdrucksstarker Stimme traf den Nerv der Zeit perfekt.
Ein Jahr später, 1984, folgte das Album “Confetti”, auf dem der Song “Alibis” erschien. Dieser Track wird heute noch regelmäßig auf Internetradio-Stationen gespielt und gilt als Klassiker der 80er Jahre. Obwohl “Alibis” nicht die gleichen Chart-Erfolge wie “Never Gonna Let You Go” verzeichnete, entwickelte sich der Song zu einem beliebten Album-Track und wird von Fans besonders geschätzt. Die Zusammenarbeit mit Mendes setzte sich über mehrere Jahre fort, und Pizzulo war auch auf weiteren Alben wie “Brasil ’86” zu hören, wo er sowohl Lead- als auch Background-Gesang beisteuerte.
Neben seiner erfolgreichen Arbeit mit Sérgio Mendes verfolgte Joe Pizzulo auch eigene musikalische Projekte. 1988 sang er die englische Version des Olympiasong-Themas “Hand in Hand”, was seine Vielseitigkeit und internationale Reichweite unter Beweis stellte. Über die Jahre arbeitete er kontinuierlich als Studio- und Background-Sänger für eine Vielzahl von Künstlern aus verschiedensten Genres. Seine Fähigkeit, sich unterschiedlichen Musikstilen anzupassen, machte ihn zu einem geschätzten Mitarbeiter in der Musikindustrie.
Im Jahr 2005 veröffentlichte Pizzulo das Album “All The Best”, eine Sammlung seiner bekanntesten Songs, die teilweise neu produziert wurden. Dieses Album bot Fans die Möglichkeit, seine größten Erfolge in einem neuen Gewand zu erleben und zeigte, dass seine Stimme auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren hatte. Ebenfalls 2005 erschien “Memories of Love: Live”, ein Live-Album, das er gemeinsam mit Lou Pardini und Kevyn Lettau aufnahm. Diese Veröffentlichung dokumentierte seine Fähigkeiten als Live-Performer und bewies, dass er auch auf der Bühne überzeugen konnte.
Songs wie “Rainbow’s End”, “Let’s Give a Little More This Time” und “Take This Love” rundeten sein vielfältiges Repertoire ab. Pizzulo bewies immer wieder, dass er mehr war als nur die Stimme hinter einigen Hits – er war ein vollwertiger Künstler mit eigenem musikalischen Ausdruck. Seine Arbeit wurde von Musikkennern besonders für die komplexen Harmonien und ungewöhnlichen Akkordwechsel geschätzt, die in vielen seiner Songs zu finden sind.
Joe Pizzulos Beitrag zur Musiklandschaft der 1980er Jahre kann kaum überschätzt werden. Seine Zusammenarbeit mit Sérgio Mendes half dabei, lateinamerikanische Musikelemente in den amerikanischen Pop-Mainstream zu integrieren und ebnete den Weg für spätere Fusionen verschiedener Musikstile. Die Sophistiziertheit seiner Gesangsarrangements und die emotionale Tiefe seiner Interpretationen setzten Maßstäbe für Adult Contemporary Musik.
Interessanterweise setzte sich das musikalische Talent in der Familie fort. Pizzulos Tochter, die unter dem Künstlernamen Sugar Joans auftritt, nahm an der siebten Staffel der Castingshow “The Voice” teil und war Mitglied im Team von Gwen Stefani. Dies zeigt, dass die Leidenschaft für Musik und Performance eine generationenübergreifende Konstante in der Familie Pizzulo darstellt.
Heute wird Joe Pizzulos Musik weiterhin geschätzt und auf verschiedenen Online Radio-Plattformen gespielt. Seine Songs haben den Test der Zeit bestanden und sprechen auch neue Generationen von Hörern an, die die Qualität und Handwerkskunst der 1980er Jahre Popmusik zu schätzen wissen. Obwohl er nie einen Grammy oder ähnliche große Auszeichnungen erhielt, bleibt sein musikalisches Vermächtnis in Form zeitloser Songs erhalten, die Millionen von Menschen weltweit berührt haben. Seine klare, melodische Stimme und seine Fähigkeit, sowohl kraftvolle als auch zarte Momente zu schaffen, machen ihn zu einem unvergesslichen Interpreten einer goldenen Ära der Popmusik.
Wir konnten leider keine Konzerte von Joe Pizullo finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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