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today28.02.2026
Jimi Jamison war einer der markantesten Rocksänger der 1980er Jahre, der vor allem als Frontmann von Survivor und durch sein unvergessliches Baywatch-Theme „I’m Always Here” weltweite Bekanntheit erlangte. Seine kraftvolle Stimme prägte zahlreiche Hits des melodischen Rock und machte ihn zu einer Ikone des AOR-Genres. Von den Straßen von Memphis bis in die internationalen Charts hinterließ er ein musikalisches Vermächtnis, das bis heute in vielen Webradios und Streaming-Diensten lebendig bleibt.
| Künstlername | Jimi Jamison |
| Bürgerlicher Name | Jimmy Wayne Jamison |
| Genre | Rock, AOR, Melodic Rock, Hard Rock |
| Größter Hit | Burning Heart (mit Survivor), I’m Always Here |
| Geburtsdatum | 23. August 1951 |
| Geburtsort | Durant, Mississippi, USA |
| Wohnort | Memphis, Tennessee |
| Todesdatum | 1. September 2014 |
| Sterbeort | Memphis, Tennessee, USA |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Jungfrau |
| Markenzeichen | Kraftvoller, klarer Melodic-Rock Gesang mit hoher Stimmlage |

Jimmy Wayne Jamison wurde am 23. August 1951 in Durant, Mississippi geboren, verbrachte seine prägenden Jahre jedoch in Memphis, Tennessee, wohin seine Mutter kurz nach seiner Geburt mit ihm zog. Die Stadt, die als Wiege des Blues und Rock ‘n’ Roll gilt, sollte den jungen Jamison musikalisch nachhaltig beeinflussen. Schon als Jugendlicher zeigte er großes Interesse an Musik und brachte sich selbst Gitarre und Klavier bei. Die Klänge von Blues, Soul und Rock, die durch die Straßen von Memphis hallten, formten seinen einzigartigen Gesangsstil, der später Millionen begeistern sollte.
Seine ersten musikalischen Gehversuche machte Jamison in der lokalen Band The Debuts, bevor er sich weiteren Projekten wie Target anschloss. Diese frühen Jahre waren geprägt von intensivem Üben und dem Streben nach Perfektion. Seine außergewöhnliche Stimme blieb nicht lange unbemerkt – bald wurde er als Background-Sänger für etablierte Acts wie ZZ Top und Joe Walsh engagiert. Diese Erfahrungen im Studio schärften nicht nur sein musikalisches Handwerk, sondern öffneten ihm auch Türen zu größeren Projekten.
In den frühen 1980er Jahren schloss sich Jamison der Hard-Rock-Band Cobra an, die zwischen 1982 und 1983 aktiv war. Obwohl die Band keine großen kommerziellen Erfolge verzeichnete, half sie Jamison dabei, sich in der Rockszene zu etablieren und seine Bühnenpräsenz zu verfeinern. Der entscheidende Wendepunkt seiner Karriere kam jedoch 1984, als er den Posten des Leadsängers bei Survivor übernahm und damit Dave Bickler ersetzte.
Mit Survivor erlebte Jamison die erfolgreichste Phase seiner Karriere. Die Band, die bereits mit dem Hit “Eye of the Tiger” internationale Berühmtheit erlangt hatte, fand in Jamison die perfekte Stimme für ihren melodischen Hard-Rock-Sound. Sein Debüt mit der Band, das Album “Vital Signs” von 1984, brachte mehrere Hits hervor, darunter “I Can’t Hold Back”, das Platz 13 in den US-Charts erreichte, “High On You” (Platz 8) und die emotionale Power-Ballade “The Search Is Over”, die es bis auf Platz 4 schaffte. Besonders “The Moment of Truth”, der Titelsong zum Film “The Karate Kid”, festigte Survivors Ruf als Meister des Soundtrack-Rock.
Der vielleicht größte kommerzielle Erfolg mit Survivor war “Burning Heart”, das für den Film “Rocky IV” aufgenommen wurde und 1986 Platz 2 der Billboard Hot 100 erreichte. Jamisons kraftvolle, emotionale Darbietung machte den Song zu einem der definierenden Rocksongs der 1980er Jahre und zu einem festen Bestandteil der Popkultur.
1989 verließ Jamison Survivor, um sich auf seine Solo-Karriere zu konzentrieren. Sein Debütalbum “When Love Comes Down” erschien 1991 und enthielt eine Mischung aus rockigen Nummern und gefühlvollen Balladen. Obwohl das Album selbst keine spektakulären Chartplatzierungen erreichte, enthielt es einen Song, der Jamisons Namen für immer in die Fernsehgeschichte einschreiben sollte: “I’m Always Here”.
Dieser Song, den Jamison zusammen mit Joe Henry textete (die Musik stammte von Cory Lerios und John D’Andrea), wurde ab der zweiten Staffel als Titelmelodie der Kultserie “Baywatch” verwendet und begleitete die Show bis zu ihrem Ende im Jahr 2001. Während der Song in den traditionellen Charts keine dominierenden Platzierungen erreichte, wurde er durch die weltweite Popularität von Baywatch zu einem der bekanntesten TV-Themes aller Zeiten. Jamison selbst verstand das Lied als spirituelle Botschaft – eine Zusicherung von Hilfe und Unterstützung in schwierigen Zeiten, die weit über den Kontext einer Rettungsschwimmer-Serie hinausging.
Die Solo-Jahre brachten weitere Alben hervor, darunter “Empires” (1999, unter dem Namen “Jimi Jamison’s Survivor” veröffentlicht), “Crossroads Moment” (2008/2009) und “Never Too Late” (2012). Er arbeitete auch mit anderen Künstlern zusammen, etwa mit Bobby Kimball auf dem Album “Kimball/Jamison” (2011) und mit seinem ehemaligen Survivor-Bandkollegen Jim Peterik auf “Extra Moments”.
Die Beziehung zwischen Jamison und Survivor blieb kompliziert. In den 2000er Jahren kehrte er mehrfach zur Band zurück, zunächst zwischen 2000 und 2006 und später wieder ab 2011. Diese Wiedervereinigungen waren jedoch von rechtlichen Auseinandersetzungen überschattet, besonders mit Gitarrist Frankie Sullivan bezüglich der Rechte am Bandnamen. Diese Streitigkeiten führten dazu, dass Jamison zeitweise unter dem Namen “Jimi Jamison’s Survivor” auftrat und veröffentlichte.
Trotz dieser Schwierigkeiten blieb Jamison seiner Musik treu und tourte regelmäßig. Seine Live-Auftritte waren legendär – seine Stimme hatte über die Jahrzehnte kaum an Kraft verloren, und er konnte das Publikum noch immer mit seiner emotionalen Intensität fesseln. Fans schätzten besonders seine Fähigkeit, sowohl kraftvolle Rock-Hymnen als auch zarte Balladen mit gleicher Überzeugungskraft zu interpretieren. Viele Hörer entdeckten seine Musik über Online Radio und Internetradio neu, wo seine Hits regelmäßig gespielt wurden.
Am 1. September 2014 verstarb Jimi Jamison überraschend in Memphis, Tennessee, im Alter von nur 63 Jahren. Zunächst wurde ein Herzinfarkt als Todesursache angegeben, doch der Autopsiebericht ergab, dass er an einem zerebralen Schlaganfall gestorben war, möglicherweise begünstigt durch chronische gesundheitliche Probleme. Sein Tod schockierte die Musikwelt und löste eine Welle der Trauer unter Fans und Kollegen aus.
Jamisons musikalisches Erbe lebt jedoch weiter. Seine Stimme ist untrennbar mit einigen der ikonischsten Songs der 1980er und 1990er Jahre verbunden. Posthum wurde 2022 das Album “Rock Hard” veröffentlicht, das ursprünglich Ende der 1980er Jahre aufgenommen, aber nie offiziell veröffentlicht worden war. Diese Veröffentlichung gab Fans einen letzten Einblick in Jamisons kreatives Schaffen und zeigte einmal mehr seine Vielseitigkeit als Künstler.
Jimi Jamison hinterließ nicht nur eine beeindruckende Diskografie, sondern auch den Beweis, dass echte Leidenschaft und Hingabe zur Musik zeitlos sind. Seine Songs werden weiterhin auf Radiostationen weltweit gespielt, und neue Generationen entdecken seine Musik über Streaming-Plattformen. Ob als Teil von Survivor oder als Solokünstler – Jimi Jamison bleibt eine unvergessliche Stimme des Rock, deren Kraft und Emotion auch Jahrzehnte nach ihren größten Erfolgen nichts von ihrer Wirkung verloren haben.
Wir konnten leider keine Konzerte von Jim Jamison finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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