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today28.02.2026
H.E.R., mit bürgerlichem Namen Gabriella Sarmiento Wilson, ist eine der herausragendsten R&B-Künstlerinnen ihrer Generation. Die 1997 in Kalifornien geborene Sängerin und Songwriterin begeistert mit gefühlvollen Songs und authentischer Musik. Mit zahlreichen Grammys und einem Oscar hat sie sich längst in der Musikwelt etabliert.
| Künstlername | H.E.R. |
| Bürgerlicher Name | Gabriella Sarmiento Wilson |
| Genre | R&B, Soul |
| Größter Hit | Best Part (mit Daniel Caesar) |
| Geburtsdatum | 27. Juni 1997 |
| Geburtsort | Vallejo, Kalifornien, USA |
| Wohnort | Kalifornien, USA |
| Staatsangehörigkeit | Amerikanisch |
| Sternzeichen | Krebs |
| Markenzeichen | Mysteriöse Persona, Sonnenbrille, emotionale Songs, Multi-Instrumentalistin |

Gabriella Sarmiento Wilson wuchs in der San Francisco Bay Area auf, in einem musikalisch geprägten Haushalt. Ihre Mutter stammt aus den Philippinen, ihr Vater ist Afroamerikaner und selbst Musiker. Diese multikulturelle Herkunft und das kreative Umfeld formten ihre künstlerische Identität von klein auf. Schon im zarten Alter von neun oder zehn Jahren stand die junge Gabi auf großen Bühnen. Sie trat in der Today Show auf, sang im legendären Apollo Theater und nahm an Wettbewerben wie Radio Disneys “The Next BIG Thing” teil. Ihre Coverversionen von Songs von Alicia Keys und anderen R&B-Größen zeigten bereits damals ihr außergewöhnliches Talent.
Mit nur 14 Jahren unterschrieb sie 2011 einen Plattenvertrag bei RCA Records über MBK Entertainment. In dieser frühen Phase ihrer Karriere veröffentlichte sie Musik unter ihrem Geburtsnamen Gabi Wilson. Der Song “Something to Prove” aus dem Jahr 2014 markierte einen dieser ersten Schritte in die professionelle Musikwelt. Doch trotz des frühen Erfolgs sollte es noch einige Jahre dauern, bis sie ihre wahre künstlerische Stimme fand.
Im Jahr 2016 wagte Gabriella Wilson einen mutigen Schritt: Sie erfand sich neu und nahm das Pseudonym H.E.R. an, was für “Having Everything Revealed” steht. Ironischerweise ging dieser Name mit einer bewusst mysteriösen Persona einher. Sie trat häufig mit Sonnenbrille auf und hielt ihr Gesicht teilweise verdeckt, um den Fokus weg vom Image und hin zur Musik zu lenken. Diese Strategie erwies sich als genial. Im September 2016 erschien ihre erste EP “H.E.R. Vol. 1”, die sofort Aufmerksamkeit erregte.
Die Musik war geprägt von emotionalem, zeitgenössischem R&B mit introspektiven Texten über Liebe, Schmerz und Selbstfindung. Ihre Fähigkeit, komplexe Gefühle in eingängige Melodien zu verpacken, sprach eine breite Hörerschaft an. Es folgten weitere EPs: “H.E.R. Vol. 2” und “H.E.R. Vol. 2, The B Sides” im Jahr 2017. Diese Veröffentlichungen wurden später in der Compilation “H.E.R.” zusammengefasst, die ihr den ersten Grammy für Best R&B Album einbrachte.
Der Song “Best Part”, eine Kollaboration mit dem kanadischen Sänger Daniel Caesar aus dem Jahr 2017, wurde zu ihrem Signature-Song und größten kommerziellen Erfolg. Die sanfte, gefühlvolle Ballade erreichte Platz 75 der US-Hot-100-Charts und wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet. Noch wichtiger war die kritische Anerkennung: “Best Part” gewann den Grammy für Best R&B Performance und etablierte H.E.R. endgültig als ernstzunehmende Kraft in der Musikindustrie. Der Song wird bis heute auf zahlreichen Streaming-Plattformen und im Internetradio gespielt und gilt als moderner R&B-Klassiker.
Weitere Singles wie “Focus” aus dem Jahr 2016, “Could’ve Been” mit Bryson Tiller und “Hard Place” aus 2019 festigten ihren Ruf. Besonders “Hard Place” zeigte ihre Bandbreite als Künstlerin und erreichte hohe Platzierungen in den R&B-Charts. Ihre zweite Compilation “I Used to Know Her” erschien 2019 und enthielt Material aus den EPs “I Used to Know Her: The Prelude” und “I Used to Know Her: Part 2” von 2018. Das Album demonstrierte ihre künstlerische Reife und ihre Fähigkeit, persönliche Geschichten universell zugänglich zu machen.
H.E.R. nutzt ihre Plattform nicht nur für Liebeslieder, sondern auch für gesellschaftlich relevante Themen. Im Jahr 2020, während der landesweiten Proteste gegen Polizeigewalt in den USA, schrieb sie den Song “I Can’t Breathe”. Der Titel bezieht sich auf die letzten Worte mehrerer Opfer von Polizeigewalt und wurde zu einer Hymne der Black Lives Matter-Bewegung. Bemerkenswert ist, dass sie den Song über Facetime schrieb und in ihrem Schlafzimmer aufnahm, was die Dringlichkeit und Authentizität des Moments unterstreicht.
“I Can’t Breathe” brachte ihr 2021 den Grammy für Song of the Year ein, eine der höchsten Auszeichnungen in der Musikindustrie. Im selben Jahr gewann sie auch einen Oscar für “Fight for You”, den Titelsong des Films “Judas and the Black Messiah”. Damit wurde sie zu einer der jüngsten Künstlerinnen, die sowohl einen Grammy als auch einen Academy Award gewonnen haben. Diese Auszeichnungen zeigen, dass H.E.R. nicht nur eine talentierte Musikerin ist, sondern auch eine wichtige Stimme ihrer Generation.
Im Jahr 2021 veröffentlichte H.E.R. ihr erstes vollständiges Studioalbum “Back of My Mind”. Das Album präsentierte eine breitere stilistische Palette und zeigte ihre Entwicklung als Künstlerin. Neben ihrer Gesangsstimme beeindruckt sie auch als Multi-Instrumentalistin. Sie spielt Gitarre, Bass und Klavier und ist aktiv in den Songwriting- und Produktionsprozess ihrer Musik eingebunden. Diese handwerkliche Kompetenz unterscheidet sie von vielen zeitgenössischen Pop- und R&B-Künstlern.
Ihre Musik erreicht Menschen über verschiedene Kanäle, von traditionellem Radio über Online Radio bis hin zu modernen Streaming-Diensten. Besonders im Webradio-Bereich hat sie eine treue Fangemeinde gefunden, die ihre gefühlvollen Balladen und nachdenklichen Texte schätzt. Neben ihrer Musikkarriere hat H.E.R. auch einen Kinder- und Familien-Emmy Award für ihre Beiträge zur Bildungsserie “We the People” gewonnen, was ihre Vielseitigkeit als Künstlerin unterstreicht.
Mit mittlerweile fünf Grammy Awards, einem Oscar und zahlreichen weiteren Auszeichnungen hat sich H.E.R. als eine der wichtigsten Stimmen im zeitgenössischen R&B etabliert. Ihre Fähigkeit, persönliche Verletzlichkeit mit musikalischer Exzellenz zu verbinden, macht sie zu einer einzigartigen Künstlerin. Während sie weiterhin an neuer Musik arbeitet und ihre künstlerischen Grenzen erweitert, bleibt sie ihren Wurzeln treu: authentische, emotionale Musik zu schaffen, die Menschen berührt und verbindet.
Wir konnten leider keine Konzerte von H.E.R. finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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