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today28.02.2026
D:Ream ist eine britische Dance-Pop-Band, die Anfang der 1990er Jahre gegründet wurde und mit euphorischen Klängen die Charts eroberte. Die Gruppe um Peter Cunnah und Al Mackenzie schrieb mit ihrem Nummer-Eins-Hit “Things Can Only Get Better” Musikgeschichte. Nach einer längeren Pause kehrte die Band 2008 zurück und ist bis heute aktiv.
| Künstlername | D:Ream |
| Mitglieder | Peter Cunnah, Al Mackenzie |
| Genre | Dance-Pop, House, Synthpop |
| Größter Hit | Things Can Only Get Better |
| Gründungsjahr | 1991/1992 |
| Land | Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Optimistische Songthemen, Piano-House-Elemente, kraftvolle Vocals |

Die Geschichte von D:Ream beginnt zu Beginn der 1990er Jahre, als Peter Cunnah aus Derry in Nordirland und DJ Al Mackenzie ihre musikalischen Kräfte bündelten. Cunnah hatte zuvor bereits Erfahrungen als Sänger und Musiker in der Band “Tie the Boy” aus Belfast gesammelt, bevor er sich entschied, einen neuen Weg einzuschlagen. Die ursprüngliche Idee war, eine gesichtslose Tanzband zu kreieren, bei der die Musik im Vordergrund stehen sollte. Doch schnell wurde klar, dass Peter Cunnahs charismatische Stimme und Bühnenpräsenz zu wertvoll waren, um sie zu verstecken. So entwickelte sich D:Ream zu einer Band mit einem klaren Frontmann, der die euphorischen Dance-Beats mit kraftvollen Vocals verband.
Die ersten Veröffentlichungen datieren auf das Jahr 1992, als die Band begann, sich in der britischen Clubszene einen Namen zu machen. Mit einer Mischung aus House-Elementen, Pop-Melodien und elektronischen Klängen trafen sie den Nerv der Zeit. Die frühen Singles zeigten bereits das Potenzial der Band, eingängige Hooks mit tanzbaren Rhythmen zu verbinden. Besonders die Kombination aus elektronischer Produktion und Live-Instrumentierung, die durch Mitglieder wie den Keyboarder Brian Cox ergänzt wurde, verlieh D:Ream einen unverwechselbaren Sound.
Der große Durchbruch kam mit “Things Can Only Get Better”, einem Song, der zunächst 1993 veröffentlicht wurde, aber erst bei seiner Wiederveröffentlichung 1994 die Spitze der britischen Charts erreichte. Die optimistische Botschaft des Titels traf einen Nerv in der britischen Bevölkerung und machte den Song zu einer Hymne der Hoffnung. Mit seiner eingängigen Piano-Melodie, den treibenden Beats und Cunnahs eindringlichem Gesang wurde der Track zu einem der definierenden Dance-Pop-Hits der 90er Jahre. In Deutschland erreichte er Platz 20, in Finnland sogar Platz 2, was die internationale Reichweite der Band unter Beweis stellte.
Der Erfolg von “Things Can Only Get Better” öffnete D:Ream die Türen zu weiteren Hits. “U R the Best Thing” wurde nach einem Re-Release ebenfalls zu einem Top-5-Hit in Großbritannien und eroberte auch die US Dance Charts. Die Band tourte mit Größen wie Take That und etablierte sich als feste Größe in der britischen Poplandschaft. Weitere Singles wie “Shoot Me with Your Love”, das Platz 7 erreichte, sowie “Take Me Away” und “Party Up the World”, die beide in den Top 20 landeten, festigten den Ruf von D:Ream als Hit-Garanten. Das Debütalbum “D:Ream on Volume 1” aus dem Jahr 1993 wurde zum kommerziellen Erfolg und zeigte die Vielseitigkeit der Band zwischen tanzbaren Club-Tracks und emotionalen Pop-Balladen.
Eine besondere Wendung nahm die Geschichte von D:Ream im Jahr 1997, als die Labour Party unter Tony Blair “Things Can Only Get Better” als Wahlkampfhymne für die britische Generalwahl verwendete. Der optimistische Titel passte perfekt zur Aufbruchstimmung, die Labour vermitteln wollte, und wurde zu einem Symbol für den politischen Wandel in Großbritannien. Der Sieg von Labour und Tony Blairs Einzug in die Downing Street waren untrennbar mit diesem Song verbunden, was D:Ream eine ganz neue Dimension kultureller Bedeutung verlieh. Allerdings äußerten die Bandmitglieder 2024, dass sie nicht möchten, dass ihr größter Hit erneut für politische Kampagnen instrumentalisiert wird, was ihre differenzierte Haltung zur politischen Vereinnahmung ihrer Musik zeigt.
Neben der politischen Dimension hatte D:Ream auch einen interessanten Einfluss auf die Popkultur durch die Beteiligung von Brian Cox. Der Physiker, der später als Wissenschaftskommunikator und BBC-Moderator weltberühmt wurde, war in den frühen Jahren als Live-Keyboarder bei D:Ream aktiv, bevor er sich ganz der Wissenschaft zuwandte. Diese ungewöhnliche Verbindung zwischen Pop und Physik macht die Geschichte der Band noch faszinierender und zeigt, wie vielfältig die Wege der einzelnen Mitglieder verliefen.
Nach dem zweiten Album “World” von 1995 und weiteren Singles trat D:Ream 1997 in eine Pause ein, die schließlich zur offiziellen Auflösung führte. Peter Cunnah widmete sich in dieser Zeit anderen Projekten und arbeitete als Songwriter und Produzent für Acts wie Steps und A1. Er sang auch bei Projekten wie Chicane mit und blieb der Musikszene treu, wenn auch nicht mehr unter dem Banner von D:Ream. Al Mackenzie konzentrierte sich auf seine DJ- und Produktionstätigkeit. Es schien, als wäre das Kapitel D:Ream endgültig geschlossen.
Doch 2008 kam es zu einer zufälligen Begegnung zwischen Cunnah und Mackenzie, die zur Wiedervereinigung der Band führte. Die beiden beschlossen, D:Ream neu zu beleben und begannen, wieder gemeinsam Musik zu machen. 2011 erschien das Album “In Memory Of…”, das zeigte, dass die Band ihren charakteristischen Sound bewahrt hatte, während sie gleichzeitig moderne Produktionstechniken integrierten. Die Fans, die D:Ream über Internetradio und Streaming-Dienste wiederentdeckt hatten, begrüßten die Rückkehr begeistert. Die Band tourte wieder und bewies, dass ihre Musik auch nach Jahren nichts von ihrer Kraft verloren hatte.
In den 2020er Jahren zeigte D:Ream, dass sie keineswegs nur eine Nostalgie-Act sind. Mit “Open Hearts Open Minds” veröffentlichten sie 2021 ein Album, das ihre musikalische Weiterentwicklung dokumentierte und neue Facetten ihres Sounds präsentierte. 2023 folgte “Broken Hearts & Messed Up Minds – The Remix Album”, das klassische Tracks in neuem Gewand präsentierte und die Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart schlug. Anfang 2025 erschien mit “Do It Anyway” das neueste Studioalbum, das beweist, dass Peter Cunnah und Al Mackenzie noch immer kreativ und produktiv sind.
Die Band hat über die Jahre mehrere Kompilationen veröffentlicht, darunter “The Best of D:Ream” von 1997 und “The Platinum Collection” von 2006, die ihre größten Erfolge zusammenfassen. Obwohl sie nie einen Grammy gewannen, wurden D:Ream 1994 für den Best Dance Act bei den MTV Europe Music Awards und 1995 für Best Single bei den BRIT Awards nominiert, was ihre Bedeutung in der britischen Musiklandschaft unterstreicht. Ihr Einfluss auf die Dance-Pop-Szene der 90er Jahre ist unbestritten, und Songs wie “Things Can Only Get Better” werden bis heute auf Radio-Sendern und in Streaming-Playlists gespielt.
Das musikalische Vermächtnis von D:Ream liegt in ihrer Fähigkeit, optimistische, mitreißende Popmusik zu schaffen, die Menschen zum Tanzen und Träumen bringt. Mit ihrer Mischung aus elektronischen Elementen, Live-Instrumentierung und kraftvollen Vocals schufen sie einen Sound, der zeitlos geblieben ist. Peter Cunnah, der heute zwischen Derry und der Grafschaft Donegal in Irland lebt, bleibt das Gesicht und die Stimme der Band, während Al Mackenzie als kreativer Partner im Hintergrund wirkt. Zusammen haben sie bewiesen, dass gute Musik Generationen überdauert und dass manchmal die Dinge tatsächlich nur besser werden können.
Wir konnten leider keine Konzerte von D:Ream finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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