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today01.03.2026
Debbie Harry ist eine amerikanische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin, die als Frontfrau der legendären New-Wave-Band Blondie weltberühmt wurde. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme, ihrem ikonischen platinblonden Look und ihrer coolen Punk-Attitude prägte sie die Musikszene der späten 1970er und frühen 1980er Jahre nachhaltig. Neben ihrer Bandkarriere feierte sie auch als Solokünstlerin beachtliche Erfolge.
| Künstlername | Debbie Harry |
| Bürgerlicher Name | Angela Trimble (später Deborah Ann Harry) |
| Genre | New Wave, Punk Rock, Pop, Rock |
| Größter Hit | Heart of Glass (mit Blondie), French Kissin’ in the USA (solo) |
| Geburtsdatum | 1. Juli 1945 |
| Geburtsort | Miami, Florida, USA |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Krebs |
| Markenzeichen | Platinblonde Haare, starke Bühnenpräsenz, Modeikone |

Am 1. Juli 1945 wurde Angela Trimble in Miami, Florida, geboren. Bereits mit drei Monaten wurde sie von Richard und Catherine Harry adoptiert und erhielt den Namen Deborah Ann Harry. Ihre Kindheit verbrachte sie in Hawthorne, New Jersey, wo sie als selbstbewusstes Mädchen mit einer Vorliebe für Musik und Kunst auffiel. Sie sang im Kirchenchor und zeigte früh kreative Ambitionen, die sie später in eine außergewöhnliche Karriere führen sollten.
Nach ihrem Abschluss an der Hawthorne High School 1963 studierte Harry am Centenary College in Hackettstown, New Jersey, wo sie 1965 einen Associate of Arts Abschluss machte. Danach zog es sie in die pulsierende Metropole New York City, wo sie verschiedene Jobs annahm, um sich über Wasser zu halten. Sie arbeitete unter anderem als Sekretärin bei der BBC und sogar als Playboy Bunny. Gleichzeitig begann sie, in verschiedenen Bands zu singen, darunter The Wind in the Willows und The Stilettos. Diese Zeit war prägend für ihre musikalische Entwicklung und brachte sie in Kontakt mit der aufstrebenden Underground-Szene New Yorks.
1974 markierte einen Wendepunkt in Debbie Harrys Leben, als sie Chris Stein traf, einen talentierten Gitarristen. Gemeinsam gründeten sie die Band Blondie, die schnell zu einem festen Bestandteil der New Yorker Punk- und New-Wave-Szene wurde. Der legendäre Club CBGB wurde zu ihrer Heimatbühne, wo sie neben anderen Pionieren wie den Ramones und Talking Heads auftraten. Die ursprüngliche Besetzung bestand aus Debbie Harry am Gesang, Chris Stein an der Gitarre, Clem Burke am Schlagzeug, Gary Valentine am Bass und Jimmy Destri an den Keyboards.
Das selbstbetitelte Debütalbum erschien 1976 und legte den Grundstein für ihren späteren Erfolg. Doch der internationale Durchbruch kam erst 1978 mit dem Album Parallel Lines, das Hits wie Heart of Glass enthielt. Dieser Song, eine perfekte Verschmelzung von Punk-Attitüde und Disco-Beats, eroberte die Charts weltweit und erreichte Platz 1 in den USA. Blondie bewies damit ihre Fähigkeit, Genre-Grenzen zu überschreiten und sowohl Underground- als auch Mainstream-Publikum zu begeistern.
Die folgenden Jahre waren geprägt von einer beeindruckenden Serie von Hits. Call Me, The Tide Is High und Rapture wurden zu Nummer-1-Erfolgen in den USA. Besonders Rapture war revolutionär, da es zu den ersten Songs gehörte, die Rap-Elemente in die Popmusik integrierten. Die Band veröffentlichte erfolgreiche Alben wie Eat to the Beat (1979) und Autoamerican (1980), die ihre Vielseitigkeit und Experimentierfreude unter Beweis stellten. Doch Anfang der 1980er Jahre begannen persönliche Probleme, insbesondere Chris Steins schwere Erkrankung, die Band zu belasten. Nach dem Album The Hunter 1982 löste sich Blondie faktisch auf.
Während Blondie pausierte, konzentrierte sich Debbie Harry auf ihre Solokarriere. Bereits 1981 erschien ihr erstes Soloalbum KooKoo, das von dem Künstler H.R. Giger gestaltet wurde und experimentelle Sounds präsentierte. Doch der kommerzielle Durchbruch als Solokünstlerin kam 1986 mit dem Album Rockbird. Der Song French Kissin’ in the USA, geschrieben von Chuck Lorre, der später als erfolgreicher Fernsehproduzent bekannt wurde, entwickelte sich zu ihrem größten Solo-Hit. Der energiegeladene Pop-Rock-Song erreichte Platz 8 in den britischen Charts, Platz 4 in Australien und wurde auch in den USA ein respektabler Erfolg. Wer heute im Internetradio nach klassischen 80er-Jahre-Hits sucht, stößt unweigerlich auf diesen mitreißenden Track.
Mit In Love with Love landete sie einen weiteren Erfolg, der Platz 1 in den US Dance Charts erreichte. 1989 folgte das Album Def, Dumb & Blonde mit der Single I Want That Man, die besonders in Großbritannien gut ankam. Das Album Debravation erschien 1993 und zeigte Harry erneut von ihrer experimentellen Seite. Nach einer längeren Pause kehrte sie 2007 mit Necessary Evil zurück und bewies, dass ihre kreative Energie ungebrochen war.
1997 und 1998 kam es zur lang ersehnten Wiedervereinigung von Blondie. Die Gründungsmitglieder fanden wieder zusammen und veröffentlichten 1999 das Album No Exit, das mit der Single Maria einen weiteren internationalen Hit hervorbrachte. Die Band bewies, dass sie auch nach fast zwei Jahrzehnten noch relevant und kreativ war. Es folgten weitere Alben: The Curse of Blondie (2003), Panic of Girls (2011), Ghosts of Download (2014) und Pollinator (2017). Jedes dieser Werke zeigte eine Band, die sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhte, sondern weiterhin neue musikalische Wege beschritt.
Die Live-Auftritte von Blondie blieben legendär, und Debbie Harry zeigte auch mit über 70 Jahren eine beeindruckende Bühnenpräsenz. Fans, die online Radio hören oder Streaming-Dienste nutzen, entdecken regelmäßig sowohl die klassischen Hits als auch neuere Werke der Band. 2006 wurde Blondie in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen, eine verdiente Anerkennung für ihren enormen Einfluss auf die Musikgeschichte.
Neben ihrer Musikkarriere hat sich Debbie Harry auch als Schauspielerin einen Namen gemacht. Sie spielte in Filmen wie Videodrome (1983) von David Cronenberg, Hairspray (1988) von John Waters, Heavy (1995) und Cop Land (1997). Ihre schauspielerischen Leistungen zeigten eine weitere Facette ihres vielseitigen Talents und festigten ihren Status als Kulturikone.
Debbie Harrys Einfluss reicht weit über die Musik hinaus. Sie wurde zur Modeikone, deren platinblonde Haare, markante Gesichtszüge und unverwechselbarer Stil Generationen von Künstlern inspirierten. Ihre Mischung aus Coolness, Sexualität und Punk-Attitude machte sie zu einer Symbolfigur der New Yorker Kunst- und Musikszene. 2019 veröffentlichte sie ihre Autobiografie Face It, in der sie offen über ihr Leben, ihre Karriere und die Höhen und Tiefen ihrer Reise berichtete.
Auch persönliche Verluste prägten die späteren Jahre. Clem Burke, der langjährige Drummer von Blondie, verstarb am 6. April 2025, was die Band und ihre Fans tief bewegte. Trotz solcher Rückschläge bleibt Debbie Harry eine aktive und inspirierende Künstlerin, die weiterhin Konzerte gibt und neue Projekte verfolgt. Ihr Vermächtnis als Pionierin der New-Wave-Bewegung, als erfolgreiche Solokünstlerin und als kulturelle Ikone ist unbestritten. Songs wie Heart of Glass, Call Me und French Kissin’ in the USA bleiben zeitlose Klassiker, die in jedem gut sortierten Webradio zu hören sind und neue Generationen von Musikliebhabern begeistern.
Wir konnten leider keine Konzerte von Debbie Harry finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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