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today01.03.2026
Bad English war eine amerikanisch-britische Hardrock-Supergruppe, die Ende der 1980er Jahre mit melodischem Arena-Rock und emotionalen Power-Balladen für Furore sorgte. Die Band vereinte Stars von Journey und The Babys und landete mit “When I See You Smile” einen Nummer-eins-Hit in den USA. Trotz kommerziellen Erfolgs zerbrach die Gruppe bereits nach zwei Alben an internen Spannungen.
| Künstlername | Bad English |
| Mitglieder | John Waite, Neal Schon, Jonathan Cain, Ricky Phillips, Deen Castronovo |
| Genre | Hard Rock, Arena Rock, AOR |
| Größter Hit | When I See You Smile |
| Gründungsjahr | 1987 |
| Auflösungsjahr | 1991 (Wiedervereinigung 2026) |
| Land | USA |

Als sich 1987 in Los Angeles fünf erfahrene Musiker zusammenfanden, war die Erwartungshaltung enorm. John Waite, der charismatische Sänger mit britischen Wurzeln, hatte bereits mit The Babys und als Solokünstler Erfolge gefeiert. Neal Schon und Jonathan Cain brachten ihre Erfahrung von Journey mit, einer der erfolgreichsten Rockbands der frühen 1980er Jahre. Ricky Phillips, ebenfalls ein Veteran von The Babys, und der talentierte Schlagzeuger Deen Castronovo komplettierten die Besetzung. Der Name der Band entstand übrigens auf amüsante Weise: Während eines Billardspiels machte John Waite einen schlechten Stoß, woraufhin Jonathan Cain scherzhaft kommentierte, wie schlecht sein “English” sei – gemeint war der Effet beim Billard. Dieser Ausdruck gefiel den Musikern so gut, dass sie ihn als Bandnamen übernahmen.
Die Chemie zwischen den Musikern war von Anfang an spürbar. Jeder brachte seine eigene musikalische Handschrift ein: Schons virtuose Gitarrenarbeit, Cains melodisches Keyboard-Spiel, Waites unverwechselbare Stimme und die solide Rhythmussektion von Phillips und Castronovo. Die Band arbeitete zügig an ihrem Debütalbum und konnte auf ein Netzwerk von Kontakten in der Musikindustrie zurückgreifen, das ihnen Türen öffnete.
Das selbstbetitelte Debütalbum erschien 1989 und wurde zum sofortigen Erfolg. Die erste Single “Forget Me Not” erreichte Platz 2 der Mainstream Rock Charts und bereitete den Boden für den großen Durchbruch. Dieser kam mit “When I See You Smile”, einer von Diane Warren komponierten Power-Ballade, die im Oktober 1989 die Spitze der US-Billboard Hot 100 eroberte. Der Song wurde zum Signature-Tune der Band und verkaufte sich millionenfach. Das Album selbst erhielt Platin-Status in den USA und etablierte Bad English als eine der führenden Arena-Rock-Bands ihrer Zeit.
Weitere Singles wie “Price of Love” und “Possession” folgten und festigten den Erfolg. “Price of Love”, geschrieben von Jonathan Cain und John Waite, erreichte Platz 5 in den amerikanischen Charts und wurde zu einem Favoriten auf Radiostationen und im damals aufkommenden Internetradio-Format. Der Song bestach durch seine eingängige Melodie und den emotionalen Text über die Opfer, die man für die Liebe bringt. Die Band tourte ausgiebig, unter anderem als Support für Bon Jovi auf deren “Jersey Syndicate Tour” 1989 und mit Whitesnake im Jahr 1990. Die Live-Auftritte zeigten die Band in Höchstform und bewiesen, dass sie mehr als nur ein Studioprojekt war.
Trotz des kommerziellen Erfolgs brodelte es hinter den Kulissen. Die Bandmitglieder hatten unterschiedliche Vorstellungen von der musikalischen Ausrichtung. Während einige einen härteren, gitarrenlastigeren Sound bevorzugten, wollten andere den kommerziell erfolgreichen Weg der melodischen Balladen weitergehen. Diese kreativen Spannungen wurden während der Arbeit am zweiten Album “Backlash” immer deutlicher. Das 1991 erschienene Album zeigte zwar musikalische Reife und enthielt mit “Straight to Your Heart” einen weiteren Hit, konnte aber nicht an den Erfolg des Debüts anknüpfen.
Die Verkaufszahlen blieben hinter den Erwartungen zurück, und die internen Konflikte eskalierten. Hinzu kam, dass sich die Musiklandschaft zu Beginn der 1990er Jahre dramatisch veränderte. Grunge und Alternative Rock verdrängten den polierten Arena-Rock der 1980er Jahre aus den Charts und vom Streaming-Angebot vieler Radiostationen. Bad English passte nicht mehr in den Zeitgeist. Nach einer letzten Tournee löste sich die Band 1991 auf, offiziell bestätigt wurde das Ende 1992. Die Mitglieder gingen getrennte Wege: Schon und Cain kehrten zu Journey zurück, Waite konzentrierte sich auf seine Solokarriere, Phillips wurde später Mitglied bei Styx, und Castronovo arbeitete mit verschiedenen Bands zusammen.
Obwohl Bad English nur zwei Studioalben veröffentlichte, hinterließ die Band einen bleibenden Eindruck in der Rockgeschichte der späten 1980er Jahre. Ihr Sound verkörperte perfekt die Ästhetik des Arena-Rock: professionell produziert, melodisch zugänglich und emotional aufgeladen. Die Kombination aus harten Gitarrenriffs und gefühlvollen Balladen sprach ein breites Publikum an. Songs wie “When I See You Smile” und “Price of Love” werden bis heute im Radio gespielt und gehören zum festen Repertoire von Oldiesendern und spezialisierten Webradio-Kanälen.
Die Band bewies, dass Supergroups funktionieren können, wenn die Chemie stimmt – zumindest für eine gewisse Zeit. Ihre Musik spiegelt eine Ära wider, in der Rockbands Stadien füllten und MTV die Karrieren prägte. Die hochwertige Produktion und die eingängigen Hooks machten ihre Songs zu perfekten Radio-Hits. 1995 erschien eine Greatest-Hits-Compilation, die das Werk der Band zusammenfasste und neuen Generationen zugänglich machte.
Jahrzehntelang schien eine Reunion ausgeschlossen. Die Mitglieder waren mit anderen Projekten beschäftigt und hatten sich musikalisch weiterentwickelt. Doch 2026 kam die überraschende Nachricht: Die Originalbesetzung von Bad English hatte sich wieder zusammengefunden. Was genau die Musiker zu diesem Schritt bewog, blieb zunächst unklar. Möglicherweise spielte die anhaltende Nostalgie für die Musik der 1980er Jahre eine Rolle, oder die Mitglieder wollten unerledigte musikalische Geschäfte abschließen. Details zu neuen Aufnahmen oder Tourplänen wurden zunächst spärlich kommuniziert, doch die Nachricht elektrisierte Fans weltweit.
Die Wiedervereinigung zeigt, dass die Musik von Bad English auch nach über drei Jahrzehnten noch Relevanz besitzt. In einer Zeit, in der Online Radio und Streaming-Dienste den Zugang zu Musik demokratisiert haben, finden auch vermeintlich vergessene Bands neue Hörer. Die emotionalen Songs über Liebe, Verlust und Sehnsucht sind zeitlos und sprechen Menschen verschiedener Generationen an. Ob die Band an frühere Erfolge anknüpfen kann, bleibt abzuwarten, doch allein die Tatsache, dass sie es noch einmal versuchen, ist bemerkenswert. Bad English bleibt ein faszinierendes Kapitel der Rockgeschichte – eine Band, die zwar nur kurz leuchtete, aber hell genug, um unvergessen zu bleiben.
Wir konnten leider keine Konzerte von Bad English finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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