Art of Trance – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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Art of Trance ist das Soloprojekt des britischen Trance-Produzenten Simon Paul Berry, der seit den frühen 1990er Jahren die elektronische Musikszene prägt. Mit seinem charakteristischen Sound aus hypnotischem Trance und Naturklängen wurde er zu einem der Pioniere des UK-Trance. Sein bekanntester Track “Madagascar” gilt bis heute als Klassiker des Genres.

Künstlername Art of Trance
Bürgerlicher Name Simon Paul Berry
Genre Trance, Progressive Trance, Acid Trance
Größter Hit Madagascar
Geburtsjahr 1970
Geburtsort England
Wohnort London
Staatsangehörigkeit Britisch
Markenzeichen Naturklänge und Samples, hypnotisch-tiefer Sound

Die Anfänge eines Trance-Pioniers

Webradio Steckbrief - Art of Trance

Simon Paul Berry begann seine musikalische Reise 1993 in der aufstrebenden britischen Trance-Szene. Seine ersten Veröffentlichungen “Deeper Than Deep” und “Cambodia” zeigten bereits die Richtung, die er einschlagen würde. In dieser frühen Phase gründete er sein eigenes Label Platipus Records in London, das zunächst fast ausschließlich seine eigenen Produktionen veröffentlichte. Diese unternehmerische Entscheidung gab ihm die kreative Freiheit, seinen einzigartigen Sound zu entwickeln, ohne sich den Vorgaben großer Plattenfirmen beugen zu müssen.

Berry war jedoch nicht nur unter dem Namen Art of Trance aktiv. Er produzierte parallel unter den Pseudonymen Poltergeist und Vicious Circles und war Mitglied mehrerer Gruppen wie Union Jack, Clanger und Conscious. Diese vielfältigen Projekte ermöglichten es ihm, verschiedene Facetten der elektronischen Musik zu erkunden und seinen künstlerischen Horizont zu erweitern.

Der unverwechselbare Sound

Was Art of Trance von vielen anderen Trance-Produzenten seiner Zeit unterschied, war die besondere Klangästhetik. Berry kombinierte hypnotischen, tiefen Trance mit Einflüssen aus Progressive, Psychedelic und Acid Trance. Besonders charakteristisch war seine Verwendung von Naturklängen – Vogelgezwitscher, plätscherndes Wasser und andere organische Samples verliehen seinen Tracks eine fast meditative Qualität. Diese Elemente schufen eine einzigartige Atmosphäre, die seine Musik von der oft härteren und technoideren Trance-Produktion der 1990er Jahre abhob.

Sein melodischer und zugleich melancholischer Ansatz sprach eine breite Hörerschaft an. Die Tracks waren tanzbodentauglich, behielten aber stets eine emotionale Tiefe, die über bloße Club-Funktionalität hinausging. Diese Balance zwischen Zugänglichkeit und künstlerischem Anspruch machte seine Musik sowohl für Radiostationen als auch für Underground-Clubs interessant.

Madagascar und der internationale Durchbruch

Der Track “Madagascar”, ursprünglich 1998 als “Madagasca” veröffentlicht und 1999 in der finalen Version herausgebracht, sollte zum Karriere-Höhepunkt werden. Besonders der Remix von Ferry Corsten, bekannt als “Madagascar (Ferry Corsten Radio Edit)”, katapultierte den Song in neue Sphären der Popularität. Der Track erreichte Platz 48 in den britischen Charts bei seiner ersten Veröffentlichung 1999 und wurde 2002 erneut veröffentlicht, wobei er Platz 41 erreichte. Am 15. Juni 2002 stand “Madagascar” auf Platz 1 der UK Dance Singles Charts – ein beeindruckender Erfolg für einen Trance-Track.

Die Faszination für “Madagascar” hält bis heute an. Der Track wird regelmäßig in DJ-Sets gespielt, taucht auf Compilation-Alben auf und läuft auf Internetradio-Stationen weltweit. Seine zeitlose Qualität und die perfekte Balance zwischen Melodie und Energie machen ihn zu einem der definierenden Tracks der Trance-Ära der späten 1990er und frühen 2000er Jahre.

Diskografie und Chart-Erfolge

Art of Trance veröffentlichte mehrere Alben, die seine musikalische Entwicklung dokumentieren. Das Debütalbum “Wildlife On One” erschien 1996 und verkaufte über 30.000 Exemplare weltweit – eine beachtliche Zahl für ein relativ unabhängiges Trance-Projekt. Das Album etablierte seinen Ruf als ernstzunehmender Produzent in der Szene. 1999 folgte “Voice of Earth“, das seine Klangsprache weiter verfeinerte. 2009 erschien “Retrospective”, eine Sammlung seiner wichtigsten Werke, die seine langjährige Karriere würdigte.

Neben “Madagascar” hatte Art of Trance weitere Chart-Erfolge in Großbritannien. “Vicious Circles”, unter seinem Pseudonym Poltergeist veröffentlicht, erreichte 1996 Platz 32. “Kaleidoscope” schaffte es 1997 auf Platz 83, während “Easter Island” 1999 Platz 78 erreichte. “Breathe” mit Caroline Lavelle kam 2000 auf Platz 76, und “Killamanjaro” erreichte 2001 Platz 82. “Love Washes Over” platzierte sich 2002 auf Platz 60. Diese konstante Präsenz in den Charts über mehrere Jahre hinweg zeigt die anhaltende Relevanz seiner Musik.

Einfluss und Vermächtnis

Simon Berry gilt als einer der wichtigen Pioniere des UK-Trance. Seine Werke erschienen regelmäßig auf renommierten Mix-Compilations wie Global Underground und Euphoria, was seine Bedeutung für die Szene unterstreicht. Sein Einfluss auf das Genre, besonders in den 1990er und frühen 2000er Jahren, ist unbestritten. Viele spätere Produzenten ließen sich von seinem melodischen Ansatz und der Verwendung organischer Elemente inspirieren.

Ab etwa 2011 verlagerte Berry die Verbreitung seiner Musik verstärkt auf digitale Kanäle, was dem veränderten Konsumverhalten entsprach. Während in den Anfangsjahren Vinyl und CDs dominierten, ermöglichte das digitale Modell eine direktere Verbindung zu den Fans und eine flexiblere Veröffentlichungsstrategie. Seine Musik ist heute auf zahlreichen Streaming-Plattformen verfügbar und erreicht so neue Generationen von Trance-Fans.

Berry hat auch zahlreiche Remixe für andere Künstler erstellt und dabei seine charakteristische Handschrift eingebracht. Gleichzeitig wurden viele seiner eigenen Produktionen von anderen Produzenten neu interpretiert, was die Wertschätzung seiner Arbeit in der Produzenten-Community zeigt. Seine Reputation als Künstler, der Qualität über kommerzielle Kompromisse stellt, hat ihm über die Jahrzehnte hinweg Respekt und Anerkennung eingebracht. Art of Trance bleibt ein wichtiger Name in der Geschichte der elektronischen Tanzmusik, dessen Werk die Entwicklung des Trance-Genres nachhaltig geprägt hat.

Songs von Art of Trance im Radio

Konzerte von Art of Trance

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Geschrieben von: RadioMonster.FM