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today28.02.2026
Yo-Yo, mit bürgerlichem Namen Yolanda Whitaker, zählt zu den prägenden weiblichen Stimmen des West Coast Hip-Hop der frühen 1990er Jahre. Die aus Compton stammende Rapperin machte sich nicht nur durch ihre Musik, sondern auch durch ihr starkes Engagement für die Stärkung von Frauen und jungen Menschen einen Namen. Mit ihrer selbstbewussten Art und ihren sozialkritischen Texten wurde sie zur Ikone des feministischen Rap.
| Künstlername | Yo-Yo |
| Bürgerlicher Name | Yolanda Whitaker |
| Genre | West Coast Hip-Hop, Hardcore Rap |
| Größter Hit | You Can’t Play With My Yo-Yo |
| Geburtsdatum | 4. August 1971 |
| Geburtsort | Compton, Kalifornien, USA |
| Staatsangehörigkeit | USA |
| Sternzeichen | Löwe |
| Markenzeichen | Female Empowerment, Zusammenarbeit mit Ice Cube, soziales Engagement |

Yolanda Whitaker wuchs als eines von acht Kindern im Stadtteil South Central in Los Angeles auf. Ihre Mutter arbeitete als Sicherheitskraft an einer Schule und war ein wichtiges Vorbild für die junge Yolanda. Schon während ihrer Zeit an der Washington Preparatory High School entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Rappen. In einer Zeit, in der Hip-Hop noch stark von männlichen Künstlern dominiert wurde, begann sie ihre eigenen Texte zu schreiben und entwickelte einen unverwechselbaren Stil, der Selbstbewusstsein und weibliche Perspektiven in den Vordergrund stellte.
Der Durchbruch kam 1990, als sie auf Ice Cubes Debütalbum “AmeriKKKa’s Most Wanted” auf dem Song “It’s a Man’s World” mitwirkte. Ice Cube erkannte ihr Talent sofort und wurde zu ihrem Mentor. Diese Zusammenarbeit öffnete ihr die Türen zur Musikindustrie und verhalf ihr zu einem Plattenvertrag bei East West Records. Die Partnerschaft mit Ice Cube sollte sich als wegweisend für ihre gesamte Karriere erweisen.
1991 veröffentlichte Yo-Yo ihr Debütalbum “Make Way for the Motherlode”, das sofort für Aufsehen sorgte. Der Hit “You Can’t Play With My Yo-Yo” mit Ice Cube kletterte auf Platz 36 der Hot 100 Charts und erreichte Platz 11 in den R&B-Charts sowie die Spitzenposition in den Rap-Charts. Der Song wurde zu ihrem Markenzeichen und etablierte sie als ernstzunehmende Kraft im Hip-Hop. Weitere Singles wie “Ain’t Nobody Better” und “Stompin’ to Tha 90’s” festigten ihren Status als aufstrebender Star der Westküste.
Nur ein Jahr später folgte das zweite Album “Black Pearl”, das sich verstärkt sozialen und politischen Themen widmete. Songs wie “Home Girl Don’t Play Dat” und die gleichnamige Single “Black Pearl” zeigten ihre Entwicklung als Künstlerin, die nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen wollte. Das Album erreichte respektable Chartplatzierungen und bewies, dass Yo-Yo mehr zu bieten hatte als nur eingängige Hooks.
1993 erschien “You Better Ask Somebody”, das unter anderem den erfolgreichen Track “The Bonnie And Clyde Theme” mit Ice Cube enthielt. Der Song erreichte Platz 72 der Hot 100 und die Spitze der Rap-Charts. Mit “IBWin’ With My CREWin'” setzte sie ein Statement für ihre Organisation IBWC und zeigte erneut ihre Vielseitigkeit. Das Album markierte den Höhepunkt ihrer kommerziellen Erfolge in der ersten Hälfte der 1990er Jahre.
Parallel zu ihrer Musikkarriere baute Yo-Yo eine beachtliche Präsenz in Film und Fernsehen auf. Sie hatte Auftritte in Kultfilmen wie “Boyz n the Hood”, “Menace II Society” und “Sister Act 2”, wo sie ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellte. Ihre Rollen waren zwar meist Nebenrollen, doch sie nutzte jede Gelegenheit, um ihre Reichweite zu vergrößern und neue Zielgruppen zu erreichen. Besonders bekannt wurde ihre Arbeit als Synchronsprecherin im Videospiel “Grand Theft Auto: San Andreas”, das Millionen von Spielern weltweit erreichte.
Neben ihrer künstlerischen Arbeit gründete Yo-Yo die “Intelligent Black Woman’s Coalition” (IBWC), eine Organisation zur Stärkung schwarzer Frauen und Mädchen. Diese Initiative war ihr eine Herzensangelegenheit und spiegelte ihre Überzeugung wider, dass Musik und Aktivismus Hand in Hand gehen sollten. Die IBWC bot Workshops, Mentoring-Programme und Unterstützung für junge Frauen in schwierigen Lebenssituationen.
Nach ihrem letzten regulären Studioalbum “Total Control” von 1996 wurde es ruhiger um Yo-Yo. Ein für 1998 geplantes Album namens “Ebony” wurde nie offiziell veröffentlicht. Dennoch blieb sie der Musikszene verbunden und trat gelegentlich auf. 2007 erschien die Kompilation “Hits Revealed”, die ihre größten Erfolge zusammenfasste und einer neuen Generation von Hip-Hop-Fans zugänglich machte.
In den folgenden Jahren konzentrierte sich Yo-Yo verstärkt auf ihre sozialen Projekte. Sie gründete die “Yo-Yo School of Hip-Hop”, die Kindern und Jugendlichen zwischen sieben und siebzehn Jahren Workshops in Rap, Tanz, Schauspiel und kreativem Schreiben anbietet. Diese Schule wurde zu einem wichtigen Anlaufpunkt für junge Talente, die ihre Fähigkeiten entwickeln und gleichzeitig wichtige Lebenslektionen lernen wollten. Über Internetradio und Streaming-Plattformen erreicht ihre Musik bis heute Fans weltweit, die ihre klassischen Tracks schätzen.
Seit 2023 moderiert Yo-Yo ihre eigene Kochshow “Downright Delicious with Yo-Yo” auf AspireTV. In der Show verbindet sie ihre Leidenschaft fürs Kochen mit Geschichten über Herkunft, Kultur und Familie. Gemeinsam mit Freundinnen und Familienmitgliedern präsentiert sie Rezepte und Gespräche, die weit über das kulinarische Erlebnis hinausgehen und Einblicke in ihr Leben und ihre Werte geben.
Yo-Yo hatte in den 1990er Jahren eine kurze Beziehung mit Tupac Shakur und war bei ihm im Krankenhaus kurz vor seinem Tod. Diese Erfahrung prägte sie tief und zeigte die enge Verbundenheit innerhalb der Hip-Hop-Community jener Zeit. 2013 heiratete sie DeAndre Windom, den Bürgermeister von Highland Park in Michigan, doch die Ehe hielt nicht dauerhaft. Im November 2024 verlobte sie sich mit Kelvin J King, was ihr privates Glück unterstreicht.
Ihre musikalischen Leistungen wurden mehrfach gewürdigt. 1995 erhielt sie eine MTV Video Music Award-Nominierung für “Best Rap Video” für den Remix von “I Wanna Be Down” zusammen mit Brandy, MC Lyte und Queen Latifah. Ein Jahr später folgte eine Grammy-Nominierung für “Best Rhythm & Blues Performance by a Duo or Group with Vocals” für ihren Beitrag zu Quincy Jones‘ “Stomp”. Diese Auszeichnungen bestätigten ihren Status als respektierte Künstlerin, die Genre-Grenzen überschritt.
Yo-Yo bleibt eine wichtige Figur in der Geschichte des weiblichen Hip-Hop. Ihre Musik wird auf zahlreichen Online Radio Plattformen gespielt und inspiriert weiterhin neue Generationen von Rapperinnen. Ihr Vermächtnis liegt nicht nur in ihren Hits, sondern auch in ihrem unermüdlichen Einsatz für Bildung, Gleichberechtigung und die Stärkung benachteiligter Gemeinschaften. Als Pionierin des feministischen Rap hat sie den Weg für viele Künstlerinnen geebnet, die heute selbstbewusst ihre Stimme erheben.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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