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today28.02.2026
Ultra war eine britische Pop-Band aus Buckinghamshire, die Ende der 1990er Jahre mit eingängigen Melodien und selbst komponierten Songs internationale Erfolge feierte. Bekannt wurden sie vor allem durch Hits wie “Say It Once” und “Rescue Me”, die in mehreren Ländern die Charts eroberten. Die Band grenzte sich bewusst vom typischen Boyband-Image ab, indem sie ihre Instrumente selbst spielten und ihre Musik eigenständig komponierten.
| Künstlername | Ultra |
| Mitglieder | James Hearn, Michael Harwood, Jon O’Mahony, Nick Keynes |
| Genre | Pop |
| Größter Hit | Say It Once |
| Gründungsjahr | 1997 |
| Land | England, Großbritannien |
| Markenzeichen | Selbstkomponierte Songs, eigene Instrumentierung, Ablehnung des klassischen Boyband-Images |

Die Geschichte von Ultra begann Mitte der 1990er Jahre in der englischen Grafschaft Buckinghamshire, wo sich die späteren Bandmitglieder bereits aus Schulzeiten kannten. James Hearn, der spätere Leadsänger, traf dort auf Michael Harwood und Jon O’Mahony. Gemeinsam experimentierten sie zunächst unter verschiedenen Namen wie Stepping Stoned, Decade und Suburban Surfers, bevor sie sich schließlich auf Ultra einigten. Der Name war eine Hommage an das gleichnamige Album der legendären Band Depeche Mode und sollte die musikalische Ausrichtung der Gruppe symbolisieren. Als Bassist stieß Nick Keynes zur Formation hinzu und komplettierte die klassische Viererbesetzung.
Im Jahr 1997 begannen die vier Musiker ernsthaft damit, gemeinsam aufzutreten und professionelle Demos aufzunehmen. Ihr Engagement zahlte sich aus, als eines ihrer Demos den ehemaligen Tears for Fears-Produzenten Ian Stanley erreichte. Beeindruckt von ihrem Talent und ihrer musikalischen Eigenständigkeit verhalf er der Band zu einem Plattenvertrag bei EastWest Records. Dieser Deal markierte den Beginn ihrer professionellen Karriere und ebnete den Weg für ihren späteren kommerziellen Erfolg.
Das Jahr 1998 wurde zum Wendepunkt für Ultra. Mit ihrer Debütsingle “Say You Do” gelang ihnen auf Anhieb ein beachtlicher Erfolg, als der Song Platz 11 der britischen Charts erreichte. Doch der wahre Durchbruch sollte nur wenige Monate später folgen. Am 22. Juni 1998 veröffentlichten sie “Say It Once”, einen Song, der sich als ihr größter internationaler Hit herausstellen sollte. Während die Single in Großbritannien Platz 16 erreichte, entwickelte sie sich in anderen Ländern zu einem regelrechten Phänomen. In Australien, Italien und Estland schaffte es “Say It Once” in die Top 5, und in Australien wurde der Song sogar mit Gold ausgezeichnet.
Der Erfolg setzte sich mit “The Right Time” fort, das im September 1998 erschien und Platz 28 in den UK-Charts erreichte. Besonders bemerkenswert war, dass Ultra bereits vor der offiziellen Veröffentlichung in Großbritannien in Südostasien, Italien und Japan eine treue Fangemeinde aufgebaut hatten. Am 25. Januar 1999 erschien schließlich ihr selbstbetiteltes Debütalbum “Ultra”, das die erfolgreichen Singles vereinte und die Band als ernstzunehmende Pop-Formation etablierte. Mit “Rescue Me” gelang ihnen 1999 ihr einziger Top-10-Hit in der Heimat, als die Single Platz 8 erreichte. Die Band tourte ausgiebig und konnte ihre Songs auch über verschiedene Streaming-Dienste und Internetradio-Stationen einem breiten Publikum präsentieren.
Was Ultra von vielen anderen Pop-Acts der späten 1990er Jahre unterschied, war ihr ausdrücklicher Wunsch, nicht als typische Boyband wahrgenommen zu werden. Während viele ihrer Zeitgenossen auf choreografierte Tanzeinlagen und reine Gesangsharmonien setzten, legten die vier Musiker Wert darauf, ihre Instrumente selbst zu spielen und ihre Songs eigenständig zu komponieren. James Hearn übernahm nicht nur den Leadgesang, sondern spielte auch Piano, Michael Harwood steuerte Gitarrenparts bei, Jon O’Mahony saß am Schlagzeug und Nick Keynes am Bass.
Diese musikalische Eigenständigkeit spiegelte sich auch in ihrem Sound wider. Ultra kreierten einen melodischen Pop mit eingängigen Hooks, der Elemente aus leichtem Rock und instrumentalem Pop vereinte. Sie produzierten auch akustische Versionen ihrer Hits und experimentierten mit verschiedenen Mix-Versionen. Diese Herangehensweise verschaffte ihnen Respekt in der Musikbranche und unterschied sie deutlich von den konstruierten Pop-Formationen jener Ära. Ihr Anspruch, echte Musiker zu sein, die ihre Kunst ernst nahmen, wurde von Kritikern und Fans gleichermaßen anerkannt.
Trotz der anfänglichen Erfolge sollte die Karriere von Ultra nicht den erhofften Verlauf nehmen. Nachdem die verantwortlichen A&R-Manager bei EastWest Records das Label verließen, verlor die Band ihren wichtigen Rückhalt innerhalb der Plattenfirma. Neue Veröffentlichungen erhielten nicht mehr die gleiche Promotion, und die erhofften Nachfolge-Hits blieben aus. Diese Entwicklung führte zu wachsender Frustration innerhalb der Band, besonders bei Frontmann James Hearn, der zunehmend desillusioniert vom Musikgeschäft wurde.
Ende 2001 traf Hearn die Entscheidung, aus der Band auszusteigen. Dieser Schritt bedeutete faktisch das Ende von Ultra, und die verbleibenden Mitglieder entschieden sich, die Band aufzulösen. Für viele Fans kam diese Nachricht überraschend, hatten sie doch gehofft, dass Ultra an ihre früheren Erfolge anknüpfen könnte. Die Mitglieder gingen zunächst getrennte Wege. Unter dem Namen Rider versuchten einige von ihnen, mit Terry Venables den Song “England Crazy” zur Fußball-Weltmeisterschaft zu veröffentlichen, doch mit Platz 46 in den UK-Charts blieb der Erfolg bescheiden.
Im Jahr 2005 kam es zur Überraschung vieler zur Wiedervereinigung der ursprünglichen Besetzung. Die vier Musiker beschlossen, noch einmal gemeinsam ins Studio zu gehen und ein zweites Album aufzunehmen. Das Ergebnis war “The Sun Shines Brighter”, das am 24. Oktober 2006 veröffentlicht wurde. Das Album zeigte eine gereiftere Band, die ihre musikalischen Fähigkeiten weiterentwickelt hatte, konnte jedoch nicht an die kommerziellen Erfolge der späten 1990er Jahre anknüpfen. Die Musiklandschaft hatte sich verändert, und Ultra fanden sich in einem völlig anderen Marktumfeld wieder.
Nach der Veröffentlichung von “The Sun Shines Brighter” wurden die Bandaktivitäten wieder zurückgefahren. Neue Alben folgten nicht, und die Mitglieder konzentrierten sich auf andere Projekte. Michael Harwood, Jon O’Mahony und Nick Keynes gründeten die Produktionsfirma Goldust Productions und arbeiteten erfolgreich mit namhaften Künstlern wie Bryan Adams, Kylie Minogue und Natasha Bedingfield zusammen. Sie engagierten sich auch in Filmprojekten und etablierten sich als gefragte Produzenten in der Musikindustrie.
James Hearn schlug einen völlig anderen Weg ein. Der am 19. Juni 1976 in Denham, Buckinghamshire, geborene Sänger, der Geographie und Management an der University of Leeds studiert und später einen Masterabschluss an der University of Reading erworben hatte, zog sich fast vollständig aus der Musik zurück. Er baute sich eine Karriere im Finanz- und Investmentbereich auf und arbeitet heute in London im Bereich Vermögensverwaltung. Interessanterweise war Hearn vor seiner Musikkarriere auch im modernen Fünfkampf aktiv gewesen, was seine vielseitigen Interessen unterstreicht.
Obwohl Ultra heute nicht mehr aktiv sind, bleibt ihre Musik ein fester Bestandteil der späten 1990er Jahre. Ihre Songs werden weiterhin auf Online Radio-Stationen gespielt und erinnern an eine Zeit, in der melodischer Pop die Charts dominierte. Die Band hinterließ ein musikalisches Erbe, das zeigt, dass Authentizität und musikalisches Können auch im Popgeschäft ihren Platz haben können.
Wir konnten leider keine Konzerte von Ultra finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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