U.s.u.r.a. – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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U.S.U.R.A. war ein italienisches Dance-Projekt aus Brescia, das Anfang der 90er Jahre mit seinem Hit “Open Your Mind” die europäischen Charts eroberte. Die Gruppe wurde 1991 von Giacomo Maiolini zusammen mit den Produzenten Walter Cremonini und Alessandro Gilardi gegründet und prägte mit ihrem Sound die Eurodance-Ära nachhaltig. Der Name des Projekts leitet sich vom Vornamen von Maiolinis Mutter Ursula ab.

Künstlername U.S.U.R.A.
Mitglieder Walter Cremonini, Alessandro Gilardi, Claudio Varola, Elisa Spreafichi, Michele Comis, Claudio Calvello
Genre Electronic Dance Music, Eurodance, Techno
Größter Hit Open Your Mind
Gründungsjahr 1991
Auflösungsjahr 1998
Land Italien
Markenzeichen Markante Samples, politische Bildmorphings, treibende Dance-Beats

Die Anfänge in Brescia

Webradio Steckbrief - U.s.u.r.a.

Als Giacomo Maiolini, Eigentümer des Labels Time Records, 1991 in Brescia das Projekt U.S.U.R.A. ins Leben rief, ahnte wohl niemand, welchen Erfolg die Gruppe haben würde. Zusammen mit den beiden erfahrenen Produzenten Walter Cremonini und Alessandro Gilardi entstand ein Projekt, das die italienische Dance-Szene revolutionieren sollte. Die Namensgebung war dabei eine persönliche Hommage an Maiolinis Mutter Ursula, deren Name in leicht abgewandelter Form zum Projektnamen wurde. Von Anfang an setzte das Team auf eine Mischung aus Underground-Clubsound und massentauglichen Melodien, die sich später als goldrichtige Strategie erweisen sollte.

Der Durchbruch mit “Open Your Mind”

Der große Durchbruch kam 1992 mit der Single “Open Your Mind”, die zunächst in Italien veröffentlicht wurde und sich schnell zu einem Phänomen entwickelte. Der Track enthielt geschickt eingesetzte Samples aus dem Science-Fiction-Film “Total Recall” von 1990 sowie aus dem Song “New Gold Dream (81–82–83–84)” von Simple Minds. Diese Kombination aus filmischen Elementen und eingängigen Melodien traf den Nerv der Zeit perfekt. Das Musikvideo sorgte zusätzlich für Aufsehen, indem es mit Morphing-Effekten arbeitete und Gesichter bekannter politischer Persönlichkeiten wie Ronald Reagan, Benito Mussolini und Margaret Thatcher verfremdet darstellte. Diese provokante visuelle Umsetzung machte den Song noch bemerkenswerter und verhalf ihm zu zusätzlicher Aufmerksamkeit.

Die Chartplatzierungen waren beeindruckend: In Italien, Österreich, Belgien, Finnland, der Schweiz und den Niederlanden erreichte “Open Your Mind” die Top 5, in Deutschland, Irland und Großbritannien schaffte es der Song in die Top 10. Auch in Australien wurde die Single ein Erfolg. Der repetitive Refrain mit dem mehrfach wiederholten “Open Your Mind” wurde zum Ohrwurm einer ganzen Generation und ist bis heute auf vielen Internetradio-Sendern zu hören, die sich der Dance-Musik der 90er Jahre widmen.

Weitere Erfolge und kreative Vielfalt

Nach dem durchschlagenden Erfolg von “Open Your Mind” veröffentlichte U.S.U.R.A. 1993 ihr einziges Album “Open Your Mind: The Album”, das die erfolgreiche Single sowie weitere Dance-Tracks enthielt. Im selben Jahr folgten die Singles “Sweat” und “Tear It Up”, die ebenfalls hohe Chartplatzierungen erreichten. “Sweat” schaffte es auf Platz 4 in Italien, “Tear It Up” auf Platz 6. Die Gruppe bewies damit, dass sie mehr als ein One-Hit-Wonder war und konnte ihre Position in der europäischen Dance-Szene festigen.

1994 erschien “Drive Me Crazy”, das in Italien Platz 10 erreichte und auch in Deutschland erfolgreich war. Ein besonderes Highlight war 1995 die Zusammenarbeit mit der Gruppe Datura bei der Single “Infinity”, die Platz 3 in Italien erreichte und einen hohen Bekanntheitsgrad genoss. Im selben Jahr folgte “The Spaceman”, der es auf Platz 4 in Italien schaffte. Diese Phase zeigte die kreative Vielfalt des Projekts und die Fähigkeit, immer wieder neue Facetten des Dance-Sounds zu präsentieren.

Remixarbeit und Einfluss auf die italienische Musikszene

Neben den eigenen Veröffentlichungen machte sich U.S.U.R.A. auch einen Namen als Remixer für andere Künstler. Besonders bemerkenswert war die Arbeit für italienische Pop- und Rockstars wie Vasco Rossi, für den sie “Gli spari sopra / Delusa” remixten, sowie für die Band 883 mit ihrem Track “Non ci spezziamo”. Diese Remixe zeigten, dass U.S.U.R.A. nicht nur im Dance-Bereich zu Hause war, sondern auch in der Lage war, andere Genres mit ihrem elektronischen Sound zu bereichern. Die Zusammenarbeit mit etablierten italienischen Künstlern verlieh dem Projekt zusätzliche Glaubwürdigkeit und erweiterte ihre Fanbase über die reine Dance-Community hinaus.

Die späteren Jahre brachten weitere Veröffentlichungen wie “Flying High” (1996, Platz 24 in Italien) und “In the Bush” (1996, Platz 20 in Italien), die jedoch nicht mehr an die früheren Erfolge anknüpfen konnten. 1997 wurde “Open Your Mind” in einer von DJ Quicksilver remixten Version neu aufgelegt, erreichte aber nicht mehr die Chartpositionen des Originals. Das letzte Stück des Projekts war “Trance Emotions” aus dem Jahr 1998, danach löste sich U.S.U.R.A. auf.

Vermächtnis und Einfluss

Obwohl U.S.U.R.A. keine bedeutenden internationalen Musikpreise gewann, war ihr kommerzieller Erfolg unbestritten. “Open Your Mind” gilt heute als Klassiker der frühen 90er Jahre und wird regelmäßig in Retro-Sets aufgelegt. Das Stück wird oft als Referenz herangezogen, wenn es um die goldene Ära des Eurodance geht. Die Gruppe schaffte es, eine Brücke zwischen Underground-Clubkultur und Mainstream-Charts zu schlagen, was in der damaligen Zeit keine Selbstverständlichkeit war.

Das Markenzeichen von U.S.U.R.A. war die geschickte Verwendung von Samples, treibende Beats und eingängige Hooks, die sich perfekt für Radio und Streaming eigneten. Die visuelle Ästhetik ihrer Videos mit politischen Anspielungen und innovativen Effekten war ihrer Zeit voraus und beeinflusste nachfolgende Dance-Acts. Auch wenn das Projekt 1998 endete, lebt der Sound von U.S.U.R.A. weiter – in Clubs, auf Webradio-Sendern und in den Erinnerungen einer ganzen Generation, die zu “Open Your Mind” getanzt hat. Die Mitglieder des Projekts, darunter Walter Cremonini, Alessandro Gilardi, Claudio Varola, Elisa Spreafichi, Michele Comis und Claudio Calvello, haben mit ihrer Arbeit einen bleibenden Eindruck in der elektronischen Musikgeschichte hinterlassen.

Songs von U.s.u.r.a. im Radio

Konzerte von U.s.u.r.a.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM