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today01.03.2026
The Psychedelic Furs sind eine britische Post-Punk und New Wave Band aus London, die 1977 von den Brüdern Richard und Tim Butler gegründet wurde. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus düsterem Post-Punk, melodischem New Wave und dem markanten Einsatz von Saxophon prägten sie die alternative Rockszene der 1980er Jahre nachhaltig. Ihr größter kommerzieller Erfolg in den USA war “Heartbreak Beat”, während “Pretty in Pink” durch den gleichnamigen Film internationale Bekanntheit erlangte.
| Künstlername | The Psychedelic Furs |
| Mitglieder | Richard Butler, Tim Butler, Amanda Kramer, Rich Good, Zack Alford |
| Genre | Post-Punk, New Wave, Alternative Rock |
| Größter Hit | Heartbreak Beat, Pretty in Pink |
| Gründungsjahr | 1977 |
| Land | England |
| Markenzeichen | Richard Butlers rauchige Stimme, Saxophon-Einsatz, melancholisch-ironische Texte |

Die Geschichte der Psychedelic Furs begann im Februar 1977 im brodelnden Londoner Punk-Umfeld. Die Brüder Richard und Tim Butler, geboren und aufgewachsen in Kingston upon Thames, Surrey, suchten nach einem musikalischen Ausdruck, der über die rohe Energie des Punk hinausging. Zunächst experimentierten sie unter verschiedenen Namen wie RKO, Radio und The Europeans, bevor sie sich endgültig für The Psychedelic Furs entschieden – ein Name, der bewusst die psychedelische Ära der 1960er Jahre mit der rauen Ästhetik der späten 1970er verband.
Die ursprüngliche Besetzung umfasste neben den Butler-Brüdern Roger Morris an der Gitarre, Duncan Kilburn am Saxophon und Paul Wilson am Schlagzeug. Später stießen Vince Ely als Schlagzeuger und John Ashton als zweiter Gitarrist hinzu, was den Sound der Band entscheidend prägen sollte. Von Anfang an war klar, dass die Furs keine gewöhnliche Punk-Band sein würden. Richard Butlers expressive, fast theatralische Stimme und der unkonventionelle Einsatz des Saxophons schufen eine Atmosphäre, die zwischen aggressiver Intensität und melancholischer Schönheit schwankte.
Das selbstbetitelte Debütalbum erschien 1980 und erregte sofort Aufmerksamkeit in der britischen Post-Punk-Szene. Songs wie “India” und “Sister Europe” zeigten eine Band, die bereit war, Grenzen zu überschreiten und konventionelle Songstrukturen zu ignorieren. Der Sound war rau, experimentell und kompromisslos – genau das, was die Zeit verlangte. Bereits ein Jahr später folgte “Talk Talk Talk”, das die Band weiter etablierte und ihre künstlerische Vision verfeinerte.
Den eigentlichen Durchbruch brachte 1982 das Album “Forever Now”, produziert von Todd Rundgren. Mit “Love My Way” gelang den Furs ein Song, der sowohl in Großbritannien als auch in den USA Chartserfolge feierte. Die Produktion war ausgefeilter, ohne die raue Energie der frühen Werke zu verlieren. Das Album markierte den Beginn einer Phase, in der die Band zunehmend auch in Amerika Fuß fasste. 1984 erschien “Mirror Moves” mit Hits wie “The Ghost in You” und “Heaven”, die beide in den Charts vertreten waren und die Band einem breiteren Publikum bekannt machten.
Das Jahr 1986 sollte für The Psychedelic Furs eine entscheidende Wende bringen. Der Song “Pretty in Pink”, ursprünglich bereits 1981 auf “Talk Talk Talk” erschienen, wurde für den gleichnamigen Film von John Hughes neu aufgenommen. Der Film wurde zu einem Kultklassiker der 1980er Jahre und katapultierte die Band in eine neue Dimension der Bekanntheit. Im Vereinigten Königreich erreichte die neue Version die Top 20, und plötzlich kannten Millionen von Teenagern weltweit den Namen The Psychedelic Furs.
Ein Jahr später, 1987, veröffentlichte die Band “Midnight to Midnight”, ihr kommerziell erfolgreichstes Album. Die Single “Heartbreak Beat” wurde zum größten Hit in den USA und erreichte Platz 26 der Billboard Hot 100 – der einzige Top-40-Hit der Band in Amerika. Doch der kommerzielle Erfolg hatte seinen Preis. Richard Butler äußerte später Kritik an der Produktion des Albums, das er als überproduziert und “leblos” empfand. Der Druck, einen kommerziellen Sound zu liefern, hatte die künstlerische Freiheit eingeschränkt. Dennoch fanden Songs wie “Heartbreak Beat” ihren Weg in zahlreiche Internetradio-Playlists und werden bis heute auf vielen Streaming-Plattformen gespielt.
Nach “Book of Days” (1989) und “World Outside” (1991) machte die Band eine längere Pause. Die kreative Energie schien erschöpft, und die Butler-Brüder konzentrierten sich auf ihr Nebenprojekt Love Spit Love, das in den 1990er Jahren zwei Alben veröffentlichte. Doch die Psychedelic Furs waren nie wirklich vergessen. Ihre Musik fand weiterhin ein treues Publikum, und die Nachfrage nach Live-Auftritten blieb bestehen.
Im Jahr 2000 reformierten sich The Psychedelic Furs für Tourneen und Live-Auftritte. Die Band tourte regelmäßig und veröffentlichte Live-Alben, doch ein neues Studioalbum ließ fast drei Jahrzehnte auf sich warten. Die Besetzung hatte sich verändert: Amanda Kramer übernahm die Keyboards, Rich Good die Gitarre, und Zack Alford saß am Schlagzeug. Der langjährige Saxophonist Mars Williams, der die Band seit den 1980er Jahren begleitete, blieb bis zu seinem Tod im November 2023 ein fester Bestandteil der Live-Shows.
2020 überraschten The Psychedelic Furs ihre Fans mit “Made of Rain”, dem ersten Studioalbum seit 29 Jahren. Das Album wurde nicht als bloßes Nostalgieprojekt wahrgenommen, sondern erhielt positive Kritiken für seine musikalische Frische und Relevanz. Die Band bewies, dass sie auch nach Jahrzehnten noch in der Lage war, authentische und bewegende Musik zu schaffen, die sowohl alte Fans als auch eine neue Generation ansprach.
Das musikalische Vermächtnis der Psychedelic Furs ist beeindruckend. Sie gehören zu den Pionieren des Post-Punk und New Wave und haben Generationen von Alternative-Rock-Bands beeinflusst. Richard Butlers unverwechselbare, rauchige Stimme, der charakteristische Einsatz des Saxophons und die melancholisch-ironischen Texte schufen einen Sound, der bis heute wiedererkennbar ist. Ihre Musik läuft regelmäßig im Radio und auf Online-Plattformen, wo neue Hörer die zeitlose Qualität ihrer Songs entdecken.
Die Band erhielt zwar keine Grammys, doch mehrere ihrer Alben wurden mit Gold ausgezeichnet, darunter “Mirror Moves” und “Midnight to Midnight”. Wichtiger als kommerzielle Auszeichnungen ist jedoch der kulturelle Einfluss, den The Psychedelic Furs ausübten. Sie zeigten, dass Post-Punk mehr sein konnte als nur rohe Aggression – er konnte auch Schönheit, Melancholie und poetische Tiefe besitzen. Heute leben die Butler-Brüder in den USA, Richard in Connecticut, und die Band tourt weiterhin weltweit. Ihr Einfluss auf die alternative Musikszene bleibt unbestritten, und ihre Songs werden auch in Zukunft auf Webradio-Stationen und Streaming-Diensten zu hören sein.
Wir konnten leider keine Konzerte von The Psychedelic Furs finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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