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today28.02.2026
The Korgis sind eine britische Popband aus Bristol, die 1978 von Andy Cresswell-Davis und James Warren gegründet wurde. Mit ihrem zeitlosen Hit „Everybody’s Got to Learn Sometime” schrieben sie Musikgeschichte und prägten den Sound der frühen 80er Jahre. Die Band durchlief mehrere Auflösungen und Wiedervereinigungen, ist aber bis heute musikalisch aktiv.
| Künstlername | The Korgis |
| Mitglieder | James Warren, John Baker, Al Steele, Paul Smith, Danielle Nicholls (ehemalige: Andy Cresswell-Davis, Stuart Gordon, Phil Harrison, Roy Dodds) |
| Genre | Pop, New Wave, Synth-Pop |
| Größter Hit | Everybody’s Got to Learn Sometime |
| Gründungsjahr | 1978 |
| Land | Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Melancholische Balladen mit Violine und Synthesizern, emotionale Melodieführung |

Als sich 1978 in Bristol zwei ehemalige Mitglieder der Band Stackridge zusammenfanden, ahnte noch niemand, dass daraus eine der interessantesten Popbands der späten 70er und frühen 80er Jahre entstehen würde. Andy Cresswell-Davis, geboren am 10. August 1949, und James Warren, geboren am 25. August 1951, begannen gemeinsam Songs zu schreiben und Demos aufzunehmen. Der Name The Korgis war dabei eine typisch britische Wortspielerei mit der Hunderasse Corgi und sollte den humorvollen Charakter der beiden Musiker widerspiegeln.
Ihre erste Single „Young ‘n Russian” erschien im Februar 1979 und machte bereits auf ihr ungewöhnliches Talent aufmerksam. Doch der wirkliche Durchbruch kam mit „If I Had You”, das Platz 13 der britischen Charts erreichte. Der Song beeindruckte durch seine orchestralen Arrangements und Anklänge an klassische Komponisten wie Rachmaninoff. Damit etablierten The Korgis einen Sound, der sie von vielen anderen Bands ihrer Zeit abhob.
Das Jahr 1980 sollte zum Höhepunkt der Bandgeschichte werden. Mit dem Album „Dumb Waiters” und der daraus ausgekoppelten Single „Everybody’s Got to Learn Sometime” gelang The Korgis ein weltweiter Hit. Der Song erreichte Platz 5 in Großbritannien, Platz 18 in den USA und wurde in Ländern wie Frankreich, Spanien und der Schweiz sogar zur Nummer eins. Was als einfaches Klavier-Demo begonnen hatte, entwickelte sich unter der Regie von Produzent David Lord zu einer emotionalen Rockballade mit atmosphärischen Synthesizern und eindringlichen Streichern.
Die Besonderheit des Songs lag in seiner melancholischen Grundstimmung und den innovativen Produktionstechniken. The Korgis nutzten damals modernste Technologie wie den Fairlight-Sampler und schufen Klanglandschaften, die ihrer Zeit voraus waren. Stuart Gordon, der Geiger der Band, trug mit seinen emotionalen Violin-Parts wesentlich zum unverwechselbaren Sound bei. Die Moll-Tonarten und die wiedererkennbare Melodieführung machten „Everybody’s Got to Learn Sometime” zu einem zeitlosen Klassiker, der bis heute über 50 Mal gecovert wurde, unter anderem von Beck für den Film „Eternal Sunshine of the Spotless Mind”.
Nach dem großen Erfolg kam es zu Veränderungen in der Bandstruktur. Andy Cresswell-Davis verließ The Korgis nach dem Album „Dumb Waiters”. Das dritte Studioalbum „Sticky George” erschien 1981 teilweise unter dem Namen „James Warren & The Korgis” und konnte nicht mehr an die vorherigen Erfolge anknüpfen. 1982 löste sich die Band schließlich auf, und beide Gründungsmitglieder widmeten sich Soloprojekten.
Doch die Geschichte von The Korgis war damit noch nicht zu Ende. Zwischen 1985 und 1986 gab es eine erste Wiedervereinigung, gefolgt von einer weiteren Phase zwischen 1990 und 1993, in der Davis, Warren und John Baker zusammenkamen und das Album „This World’s for Everyone” veröffentlichten. Diese Wiedervereinigungen zeigten, dass die kreative Chemie zwischen den Musikern weiterhin bestand, auch wenn der kommerzielle Erfolg der frühen Jahre nicht mehr erreicht werden konnte.
Ab 2005 wurde The Korgis erneut aktiv, diesmal mit verschiedenen Besetzungen. Die Band veröffentlichte das Album „Unplugged” und zeigte damit eine neue, reduzierte Seite ihrer Musik. Besonders bemerkenswert war die Rückkehr zu den Wurzeln mit akustischen Arrangements, die die Songwriting-Qualitäten der Band in den Vordergrund stellten. Für Fans, die die Band über Internetradio oder Streaming-Dienste entdeckten, bot sich so die Gelegenheit, auch die weniger bekannten Facetten von The Korgis kennenzulernen.
Ein trauriger Moment in der Bandgeschichte war der Tod von Stuart Gordon am 28. August 2014. Der Geiger, der so wesentlich zum charakteristischen Sound der Band beigetragen hatte, verstarb im Alter von 63 Jahren an Lungenkrebs. Sein Verlust wurde von Fans und Bandmitgliedern gleichermaßen betrauert.
Seit etwa 2017 ist The Korgis wieder kontinuierlich aktiv. Die aktuelle Besetzung besteht aus James Warren, John Baker, Al Steele, Paul Smith und Danielle Nicholls. 2021 erschien mit „Kartoon World” das erste neue Studioalbum seit Jahrzehnten, gefolgt von „Kool Hits, Kuriosities & Kollaborations” im Jahr 2022, das speziell für den japanischen Markt produziert wurde. Diese Veröffentlichungen zeigen, dass The Korgis auch nach über 40 Jahren noch kreativ und produktiv sind.
Das musikalische Vermächtnis der Band ist beeindruckend. Ihre Fähigkeit, emotionale Tiefe mit innovativen Produktionstechniken zu verbinden, hat Generationen von Musikern beeinflusst. Die Kombination aus klassischen Elementen, Pop-Sensibilität und elektronischen Klängen war wegweisend für viele Künstler, die später kamen. Besonders in Europa und Japan genießen The Korgis bis heute einen exzellenten Ruf, auch wenn sie in den USA nie die gleiche konstante Präsenz erreichten.
Ihre Musik läuft regelmäßig im Radio und auf verschiedenen Streaming-Plattformen, wo neue Generationen von Hörern die zeitlose Qualität ihrer Songs entdecken. The Korgis haben bewiesen, dass gute Musik keine Verfallsdatum hat und dass ein einziger großartiger Song ausreichen kann, um unsterblich zu werden. Mit ihrer Mischung aus Melancholie, technischer Innovation und melodischem Gespür haben sie sich einen festen Platz in der Popgeschichte gesichert.
Wir konnten leider keine Konzerte von The Korgis finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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