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today01.03.2026
The Internet ist eine US-amerikanische Alternative-R&B-Band aus Los Angeles, die 2011 von Syd und Matt Martians gegründet wurde. Die Gruppe, die ursprünglich aus dem Odd Future-Kollektiv hervorging, verbindet Neo-Soul, Funk und elektronische Elemente zu einem unverwechselbaren Sound. Mit ihrem Album “Ego Death” und dem Hit “Girl” erreichten sie internationale Bekanntheit und eine Grammy-Nominierung.
| Künstlername | The Internet |
| Mitglieder | Syd, Matt Martians, Patrick Paige II, Christopher Smith, Steve Lacy |
| Genre | Alternative R&B, Neo-Soul, Funk |
| Größter Hit | Girl (feat. Kaytranada) |
| Gründungsjahr | 2011 |
| Land | USA |
| Markenzeichen | Geschmeidige Vocals, Live-Instrumentierung, intime Atmosphäre |

Ende 2011 starteten Syd und Matt Martians in Los Angeles ein musikalisches Experiment, das zunächst als Nebenprojekt zu ihrer Arbeit mit dem Odd Future-Kollektiv gedacht war. Der Name “The Internet” entstand aus einer humorvollen Situation: Left Brain, ebenfalls Mitglied von Odd Future, war es leid, ständig nach seiner Herkunft gefragt zu werden und antwortete scherzhaft, er komme “aus dem Internet”. Syd fand die Idee so amüsant, dass sie den Namen für ihr neues Projekt übernahm. Was als Witz begann, wurde zum Markenzeichen einer Band, die sich tatsächlich durch ihre moderne, zeitgemäße Herangehensweise an R&B auszeichnen sollte.
Noch im selben Jahr veröffentlichten sie ihr Debütalbum “Purple Naked Ladies”, zunächst digital über Odd Future Records. Das Album zeigte bereits die charakteristische Mischung aus entspannten Grooves, elektronischen Beats und soulvollen Vocals, die zum Markenzeichen der Band werden sollte. Die Produktion war bewusst roh und experimentell, was perfekt zur DIY-Ästhetik des Odd Future-Kollektivs passte.
Nach dem zweiten Album “Feel Good” von 2013 erweiterte sich die Besetzung der Band. Patrick Paige II übernahm den Bass, Christopher Smith setzte sich ans Schlagzeug, und der damals noch sehr junge Steve Lacy kam als Gitarrist dazu. Diese Konstellation sollte den Sound von The Internet entscheidend prägen und zu ihrem erfolgreichsten Werk führen.
2015 erschien “Ego Death”, ein Album, das die Band auf ein völlig neues Level hob. Die Platte vereinte alle Stärken der Gruppe: Syds samtweiche, ausdrucksstarke Stimme, Matt Martians’ kreative Keyboard-Arrangements, die solide Rhythmussektion und Steve Lacys innovative Gitarrenarbeit. Thematisch setzte sich das Album mit Identität, Beziehungen und der Rolle sozialer Medien im modernen Leben auseinander. Der Albumtitel selbst spielte auf die Notwendigkeit an, das eigene Ego loszulassen, um echte Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen.
Die Single “Girl” mit dem kanadischen Produzenten Kaytranada wurde zum kommerziellen Höhepunkt des Albums. Der Track erreichte Platz 19 in den US Adult R&B Charts und erhielt in Großbritannien Silber-Status. Die Kombination aus Kaytranadas charakteristischem House-Beat und The Internets organischem Soul-Sound schuf etwas völlig Neues. “Special Affair”, eine weitere Single des Albums, unterstrich die künstlerische Reife der Band. Die Anerkennung ließ nicht lange auf sich warten: “Ego Death” wurde 2016 für einen Grammy in der Kategorie Best Urban Contemporary Album nominiert.
Eine der bemerkenswertesten Geschichten rund um The Internet ist die von Steve Lacy, der bereits als Teenager zur Band stieß. Lacy begann seine musikalische Karriere mit nicht mehr als einem iPhone und der App GarageBand. Mit diesen einfachen Mitteln produzierte er Beats und Melodien, die ihren Weg auf “Ego Death” fanden. Seine unkonventionelle Herangehensweise bewies, dass große Musik nicht zwingend teure Studioausrüstung benötigt, sondern vor allem Kreativität und Talent.
Lacys Beitrag zur Band ging weit über seine Gitarrenarbeit hinaus. Er brachte eine frische, jugendliche Perspektive in die Gruppe und inspirierte die anderen Mitglieder, neue Wege zu gehen. Seine Fähigkeit, komplexe Harmonien und ungewöhnliche Akkordfolgen zu kreieren, verlieh dem Sound von The Internet eine zusätzliche Dimension. Parallel zu seiner Arbeit mit der Band entwickelte Lacy eine erfolgreiche Solokarriere, die ihn zu einem der gefragtesten Musiker seiner Generation machte.
Nach dem Erfolg von “Ego Death” konzentrierten sich die Bandmitglieder zunächst auf ihre individuellen Projekte. Syd veröffentlichte Soloalben, Matt Martians arbeitete an eigenen Produktionen, und Steve Lacy wurde zu einem gefragten Kollaborateur für Künstler wie Kendrick Lamar und Vampire Weekend. Diese Phase der künstlerischen Selbstfindung erwies sich als äußerst fruchtbar für die spätere Bandarbeit.
2018 kehrte The Internet mit “Hive Mind” zurück, einem Album, das komplett in Eigenregie produziert wurde. Der Titel spielte auf die kollektive Intelligenz und das gemeinsame kreative Bewusstsein der Gruppe an. Die Platte zeigte eine Band, die gereift war und genau wusste, welchen Sound sie erreichen wollte. Singles wie “Roll (Burbank Funk)”, “Come Over” und “La Di Da” demonstrierten die stilistische Bandbreite der Gruppe. Das Album erreichte Platz 2 in den US R&B/Hip-Hop Airplay Charts und Platz 3 in den US R&B Charts, was den anhaltenden Erfolg der Band unterstrich.
Kritiker lobten “Hive Mind” für seine Kohärenz und das gewachsene Songwriting. Die Band hatte gelernt, ihre verschiedenen Einflüsse zu einem stimmigen Ganzen zu verschmelzen. Jedes Mitglied brachte seine individuellen Stärken ein, ohne dass das Gesamtbild darunter litt. Die Live-Instrumentierung, die schon immer ein Markenzeichen der Band gewesen war, kam auf diesem Album besonders zur Geltung.
The Internet haben die Landschaft des modernen R&B nachhaltig geprägt. Ihre Musik wird regelmäßig auf verschiedenen Streaming-Plattformen und im Internetradio gespielt, wo sie neue Generationen von Hörern erreicht. Die Band bewies, dass Alternative R&B kommerziell erfolgreich sein kann, ohne künstlerische Kompromisse einzugehen. Ihr Einfluss zeigt sich in der Arbeit zahlreicher jüngerer Künstler, die ähnliche Wege zwischen Soul, Funk und elektronischer Musik beschreiten.
Die Tatsache, dass alle Mitglieder parallel erfolgreiche Solokarrieren verfolgen, spricht für die außergewöhnliche Talentdichte innerhalb der Gruppe. Gleichzeitig zeigt es, dass The Internet mehr ist als die Summe ihrer Teile. Wenn die fünf Musiker zusammenkommen, entsteht eine besondere Chemie, die sich in ihrer Musik widerspiegelt. Ob bei intimen Balladen oder groovenden Uptempo-Nummern, die Band schafft es immer, eine Atmosphäre zu kreieren, die gleichzeitig zeitlos und modern wirkt.
Seit etwa 2018 haben sich die gemeinsamen Aktivitäten der Band reduziert, ohne dass eine offizielle Auflösung bekannt gegeben wurde. Die Mitglieder konzentrieren sich verstärkt auf ihre Soloprojekte, was der Qualität ihrer individuellen Arbeit zugutekommt. Fans hoffen dennoch auf eine Rückkehr der Band, denn The Internet haben bewiesen, dass sie gemeinsam etwas Einzigartiges schaffen können. Ihre Diskografie bleibt ein Meilenstein des modernen R&B und ihre Songs wie “Girl” werden auch weiterhin in Playlists und auf Webradio-Kanälen weltweit zu hören sein.
Wir konnten leider keine Konzerte von The Internet finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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