The Greg Kihn band – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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The Greg Kihn Band gehört zu den prägenden Rock-Pop-Acts der frühen 1980er Jahre und erlangte mit dem Hit “Jeopardy” weltweite Bekanntheit. Die kalifornische Band um Frontmann Greg Kihn vereinte melodiösen Power Pop mit energiegeladenem Rock und wurde durch ihre cleveren Wortspiele in Albentiteln zum Kult. Nach jahrzehntelanger Karriere endete die Bandgeschichte mit dem Tod von Greg Kihn im Jahr 2024.

Künstlername The Greg Kihn Band
Mitglieder Greg Kihn, Steve Wright, Larry Lynch, Robbie Dunbar, Gary Phillips, Greg Douglass, Joe Satriani, Ry Kihn, Robert Berry, Dave Danza, David Medd
Genre Rock, Pop Rock, Power Pop
Größter Hit Jeopardy
Gründungsjahr 1976
Auflösungsjahr 2024
Land USA
Markenzeichen Wortspiele mit “Kihn” in Albentiteln, MTV-Videos mit Fortsetzungsgeschichten

Die Anfänge in Baltimore und der Weg nach San Francisco

Webradio Steckbrief - The Greg Kihn band

Gregory Stanley Kihn wurde am 10. Juli 1949 in Baltimore, Maryland geboren. Sein Vater Stanley war Gesundheitsinspektor und Veteran des Zweiten Weltkriegs, seine Mutter Jane stammte aus einer polnischen Familie. Schon als Teenager entdeckte Greg seine Leidenschaft für Musik und begann, eigene Songs zu schreiben. In den Coffee-Häusern Baltimores trat er regelmäßig auf und verfeinerte seinen charakteristischen Stil zwischen Folk und Rock.

1972 wagte Kihn den großen Schritt und zog nach San Francisco, das damals als Hochburg der Musikszene galt. Die ersten Jahre waren alles andere als einfach – er arbeitete in einem Schallplattenladen, verdiente sich als Maler etwas dazu und trat als Straßenmusiker auf. Doch genau diese Zeit brachte ihm wichtige Kontakte ein. Über Gary Phillips von der Band Earth Quake lernte er die richtigen Leute kennen und kam schließlich mit dem Label Beserkley Records in Verbindung, das sich auf Westcoast-Rock und Pop spezialisiert hatte.

Durchbruch und die goldenen Jahre

1976 gründete Greg Kihn offiziell die Greg Kihn Band mit Bassist Steve Wright als Gründungsmitglied. Die ersten Alben wie “Greg Kihn” und “Greg Kihn Again” blieben noch unter dem Radar, doch die Band tourte unermüdlich und baute sich eine treue Fangemeinde auf. Mit jedem Album wuchs die Bekanntheit, und spätestens mit “Next of Kihn” im Jahr 1978 begann die Band, in den Charts aufzutauchen.

Der eigentliche Durchbruch kam 1981 mit dem Album “RocKihnRoll”, das Platz 32 in den Billboard 200 erreichte. Die Single “The Breakup Song (They Don’t Write ‘Em)” wurde ein Riesenerfolg und kletterte auf Platz 15 der US Hot 100. Der eingängige Refrain und das ironische Spiel mit Liebeskummer-Klischees trafen den Nerv der Zeit. Die Band war plötzlich überall im Radio zu hören und tourte durch ganz Amerika.

Doch der absolute Höhepunkt sollte noch kommen. 1983 veröffentlichte die Band das Album “Kihnspiracy” mit der Single “Jeopardy”, die zu einem der ikonischsten Songs der 80er Jahre wurde. Der Song erreichte Platz 2 der US Hot 100 und wurde auch in Kanada und Australien ein Riesenhit. Das dazugehörige Musikvideo lief in Dauerschleife auf MTV und erzählte eine dramatische Geschichte, die in einem Fortsetzungsvideo weitergeführt wurde. Die Popularität von “Jeopardy” wurde noch verstärkt, als “Weird Al” Yankovic 1984 seine Parodie “I Lost on Jeopardy” veröffentlichte, in der Greg Kihn selbst einen Cameoauftritt hatte.

Labelwechsel und personelle Veränderungen

Nach dem Erfolg von “Jeopardy” wechselte die Band 1985 von Beserkley Records zu EMI, einem der größten Plattenlabel der Welt. Mit “Citizen Kihn” und der Single “Lucky”, die Platz 30 erreichte, konnte die Band noch einmal an frühere Erfolge anknüpfen. Doch die Musiklandschaft veränderte sich rapide, und der Sound der Band passte nicht mehr ganz in die neue Ära.

Es kam auch zu wichtigen personellen Wechseln. 1986 stieg der damals noch weitgehend unbekannte Joe Satriani als Lead-Gitarrist ein und ersetzte Greg Douglass. Satriani, der später als einer der virtuosesten Gitarristen seiner Generation gelten sollte, blieb allerdings nur bis 1987 bei der Band, bevor er seine eigene Solokarriere startete. Sein Nachfolger wurde Jimmy Lyon. Trotz dieser hochkarätigen Besetzung gelang es der Band nicht mehr, an die Chart-Erfolge der frühen 80er anzuknüpfen.

Parallel-Karrieren und späte Jahre

Greg Kihn war nie jemand, der sich nur auf eine Sache konzentrierte. Parallel zur Musik baute er sich eine erfolgreiche Karriere als Radiomoderator auf. Von etwa 1996 bis 2012 moderierte er bei KFOX im Raum San José und San Francisco und wurde für seine lockere Art und sein enormes Musikwissen geschätzt. 2012 wurde er in die Bay Area Radio Hall of Fame aufgenommen – eine Ehre, die seine Bedeutung für die lokale Musikszene unterstrich.

Darüber hinaus entdeckte Kihn seine Leidenschaft für das Schreiben. Er veröffentlichte mehrere Horror-Romane und Kurzgeschichten, darunter “Horror Show” aus dem Jahr 1996, das für den renommierten Bram Stoker Award nominiert wurde. Seine literarischen Werke zeigten eine völlig andere Seite des Künstlers und bewiesen, dass sein kreatives Talent weit über die Musik hinausging.

Die Band selbst blieb bis etwa 2019 aktiv, wenn auch mit wechselnder Besetzung. In den späteren Jahren spielten neben Greg Kihn sein Sohn Ry Kihn an der Lead-Gitarre, Robert Berry am Bass, Dave Danza am Schlagzeug und David Medd an den Keyboards. Die “Kihncerts” in der San Francisco Bay Area wurden zu festen Terminen für Fans, bei denen Greg nicht nur performte, sondern auch als Moderator durch den Abend führte. Wer diese Konzerte im Internetradio oder als Streaming-Mitschnitt verfolgte, erlebte eine Band, die ihre Wurzeln nie vergaß.

Vermächtnis und Einfluss

The Greg Kihn Band hinterließ ein beeindruckendes musikalisches Erbe. Mit über einem Dutzend Studioalben, zahlreichen Live-Aufnahmen und Compilations prägten sie den Sound der frühen MTV-Ära. Ihre cleveren Albentitel wie “RocKihnRoll”, “Kihntinued” oder “Kihnspiracy” wurden zum Markenzeichen und zeigten den humorvollen Umgang der Band mit ihrem eigenen Namen.

Besonders bemerkenswert war die Verbindung zu Bruce Springsteen. Der Boss war ein Fan von Kihns Version seines Songs “For You” und übergab der Band später den Springsteen-Outtake “Rendezvous”, den diese auf einem ihrer Alben einspielte. Solche Geschichten zeigen den Respekt, den Greg Kihn in der Musikszene genoss.

Am 13. August 2024 verstarb Greg Kihn im Alter von 75 Jahren an Komplikationen seiner Alzheimer-Erkrankung in der San Francisco Bay Area. Mit seinem Tod endete endgültig die Geschichte einer Band, die Generationen von Musikfans begleitet hatte. Doch die Songs bleiben – ob im Radio, auf Streaming-Plattformen oder in den Erinnerungen derer, die zu “Jeopardy” getanzt haben. The Greg Kihn Band wird als eine jener Bands in Erinnerung bleiben, die den perfekten Sound zwischen eingängigem Pop und kraftvollem Rock fanden und damit die 1980er Jahre mitprägten.

Songs von The Greg Kihn band im Radio

Konzerte von The Greg Kihn band

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Geschrieben von: RadioMonster.FM