The Bates – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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The Bates waren eine deutsche Punkrock-Band aus Eschwege in Hessen, die von 1987 bis 2001 aktiv war. Bekannt wurden sie vor allem durch ihre energiegeladenen Coverversionen bekannter Pop- und Rock-Hits, die sie in ihrem eigenen punkigen Stil interpretierten. Ihr größter kommerzieller Erfolg war die Single “Billie Jean”, eine Neuinterpretation des Michael-Jackson-Klassikers.

Künstlername The Bates
Mitglieder Markus „Zimbl” Zimmer, Frank „Klube” Klubescheidt, Michael „Reb” Rebbig, Thomas „Pogo” Möller, Armin Beck, Tillmann „Dully” Schüssler
Genre Punkrock, Punk-Pop
Größter Hit Billie Jean
Gründungsjahr 1987
Auflösungsjahr 2001
Land Deutschland
Markenzeichen Punkige Coverversionen bekannter Hits, energiegeladene Liveauftritte

Die Anfänge in Eschwege

Webradio Steckbrief - The Bates

Die Geschichte von The Bates begann 1987 in der nordhessischen Kleinstadt Eschwege, wo sich Musiker aus den Vorgängerbands “Sticky Fingers” und “Nuclear Graffity” zusammenfanden. Der Bandname war eine Hommage an Norman Bates, den ikonischen Charakter aus Alfred Hitchcocks Psychothriller “Psycho” – ein erster Hinweis auf die Vorliebe der Band für popkulturelle Referenzen. Die Gründungsmitglieder waren Markus „Zimbl” Zimmer an Gesang und Bass, Thomas „Pogo” Möller an der Gitarre, Frank „Klube” Klubescheidt am Schlagzeug und Armin Beck als Lead-Gitarrist.

Bereits in den ersten Jahren entstanden Demos wie “Blood in the Shower”, und die Band trat auf verschiedenen Samplern in Erscheinung. 1989 veröffentlichten The Bates ihr Debütalbum “No Name for the Baby”, das in der Underground-Punkszene erste Aufmerksamkeit erregte. Der Sound war rau und ungeschliffen, typisch für die deutsche Punkrock-Bewegung jener Zeit. Mit dem Nachfolgealbum “Shake!” von 1990 festigten sie ihre Position in der Szene und begannen, sich einen Namen über die regionalen Grenzen hinaus zu machen.

Der Durchbruch in den Neunzigern

Die frühen Neunzigerjahre markierten einen Wendepunkt für The Bates. 1991 verließ Armin Beck die Band und wurde durch Michael „Reb” Rebbig ersetzt, der bis zur Auflösung dabei bleiben sollte. Mit “Psycho Junior” (1992) und dem selbstbetitelten Album “The Bates” (1994) entwickelte sich die Band musikalisch weiter und erreichte ein breiteres Publikum. Besonders die Single “Hello”, eine Coverversion des Shakespears Sister-Hits, brachte ihnen erstmals nennenswerte Aufmerksamkeit im Fernsehen und Radio ein.

Der eigentliche Durchbruch gelang 1995 mit dem Album “Pleasure + Pain” und der dazugehörigen Single “Billie Jean”. Die punkige Neuinterpretation von Michael Jacksons Pop-Klassiker wurde zu ihrem größten kommerziellen Erfolg und erreichte Platz 10 in der Schweiz, Platz 21 in Deutschland, Platz 40 in Österreich und sogar Platz 67 in den britischen Charts. Die Band hatte damit bewiesen, dass sie bekannte Songs nehmen und in ihrem eigenen Stil völlig neu erfinden konnte. Weitere Singles wie “Say It Isn’t So” und “A Real Cool Time” folgten und sorgten für guten Airplay-Erfolg.

Kreative Hochphase und Kontroversen

In der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre veröffentlichten The Bates in rascher Folge mehrere Alben. “Kicks ‘n’ Chicks” (1996) enthielt Hits wie “It’s Getting Dark”, zu dem ein markantes Vampir-Video gedreht wurde, und “Poor Boy”. 1997 folgte das Album “Punk?”, das die Frage nach der eigenen musikalischen Identität stellte, sowie das Live-Album “What a Beautiful Noise”, das die Energie ihrer Konzerte einfing. Mit “Intra Venus” (1998) und “Right Here! Right Now!” (1999) setzten sie ihre produktive Phase fort, wobei letzteres Album Singles wie “Bitter End” hervorbrachte.

Thomas „Pogo” Möller verließ die Band 1998 und wurde durch Tillmann „Dully” Schüssler ersetzt. Die Band hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits einen Ruf für ihre energiegeladenen Liveauftritte erarbeitet, die sie durch ganz Deutschland und darüber hinaus führten. Ihre Vorliebe für Coverversionen – auf jedem Album fanden sich mindestens zwei davon – wurde allerdings auch kritisch gesehen. Manche warfen ihnen vor, sich zu sehr auf fremdes Material zu verlassen statt eigene Songs zu entwickeln.

Das Ende einer Ära

Als Antwort auf die Kritik bezüglich ihrer Covernutzung veröffentlichten The Bates im Jahr 2000 ihr letztes Studioalbum “2nd Skin”, das ausschließlich aus Coverversionen bestand. Die Single “Japanese Girl” wurde daraus ausgekoppelt. Es war ein selbstbewusstes Statement, gleichzeitig aber auch ein Schlusspunkt. Im Mai 2001 löste sich die Band offiziell auf, nach vierzehn intensiven Jahren voller Tourneen, Studioarbeit und musikalischer Experimente.

Frontmann Markus „Zimbl” Zimmer, geboren am 7. Oktober 1964 in Eschwege, widmete sich nach der Bandauflösung Soloprojekten. Er veröffentlichte zwei Alben in kleiner Auflage: “Unplugged” (2003) und “Bubblegum Trash Forever” (2004). Doch am 18. Juni 2006 verstarb Zimmer völlig unerwartet in Kassel an einem Kreislaufkollaps mit Herzstillstand. Sein Tod im Alter von nur 41 Jahren war ein schwerer Schlag für Fans und ehemalige Bandmitglieder gleichermaßen.

Vermächtnis und Erinnerung

Nach Zimbls Tod organisierten Freunde und Weggefährten 2006 ein Tribute-Konzert mit dem Titel “Rocking on Heaven’s Door”. Es entstand zudem der Dokumentarfilm “Zimbl – A Real Cool Time”, der das Leben und Wirken des charismatischen Frontmanns würdigte. Die Musik von The Bates blieb präsent, nicht zuletzt durch Internetradio und Streaming-Dienste, wo ihre Songs weiterhin ein treues Publikum finden.

2014 erschien “The Bates Collection”, eine umfassende Drei-CD-Kompilation, die das musikalische Schaffen der Band zusammenfasst. 2018 veröffentlichte Schlagzeuger Frank „Klube” Klubescheidt zusammen mit Christof Dörr das Buch “Klube & The Bates”, eine Biografie, die die Bandgeschichte aus persönlicher Perspektive erzählt. Anlässlich Zimbls 60. Geburtstag erschien 2024 das Tribute-Album “What you leave behind”, das zeigt, dass die Erinnerung an den Sänger und seine Band lebendig bleibt.

The Bates hinterließen ein beachtliches musikalisches Erbe mit zehn Studioalben, mehreren Live-Aufnahmen und zahlreichen Singles. Ihre Fähigkeit, bekannte Songs in einem völlig neuen Gewand zu präsentieren, machte sie zu Pionieren eines Genres, das Punk und Pop auf unkonventionelle Weise verband. Auch wenn sie nie internationale Mainstream-Auszeichnungen erhielten, waren sie in der deutschen und europäischen Punkrock-Szene eine feste Größe. Ihre energiegeladenen Auftritte, satirischen Videos und die unverwechselbare Stimme von Markus Zimmer bleiben unvergessen. Wer heute im Online Radio auf “Billie Jean” oder andere Hits von The Bates stößt, erlebt ein Stück deutscher Musikgeschichte der Neunzigerjahre.

Songs von The Bates im Radio

Konzerte von The Bates

Wir konnten leider keine Konzerte von The Bates finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM