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today28.02.2026
Stephen Bishop ist ein US-amerikanischer Singer-Songwriter, der in den 1970er und 1980er Jahren mit gefühlvollen Soft-Rock-Balladen und Filmhits wie „On and On” und „It Might Be You” große Erfolge feierte. Der gebürtige Kalifornier schrieb auch für andere Künstler und erhielt zwei Oscar-Nominierungen für seine Filmmusik. Nach fast fünf Jahrzehnten im Musikgeschäft veröffentlichte er 2025 sein letztes Studioalbum.
| Künstlername | Stephen Bishop |
| Bürgerlicher Name | Earl Stephen Bishop |
| Genre | Soft Rock, Singer-Songwriter, Pop |
| Größter Hit | On and On |
| Geburtsdatum | 14. November 1951 |
| Geburtsort | San Diego, Kalifornien, USA |
| Wohnort | Aspen, Colorado |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Skorpion |

Earl Stephen Bishop wurde am 14. November 1951 in San Diego geboren und wuchs in Südkalifornien auf. Wie so viele Musiker seiner Generation erlebte er seine Initialzündung beim Anblick der Beatles in der Ed Sullivan Show. Die britische Invasion begeisterte den jungen Stephen derart, dass er die Klarinette gegen die Gitarre tauschte. Schon während seiner Highschool-Zeit gründete er 1967 seine erste Band namens The Weeds, die sich am Sound britischer Gruppen orientierte.
Ende der 1960er Jahre zog es Bishop nach Los Angeles, wo er als Solo-Künstler durchstarten wollte. Die ersten Jahre waren hart – zahlreiche Absagen von Plattenfirmen und ein bescheidenes Dasein als Songwriter bei einem Musikverlag, der ihm gerade einmal 50 Dollar pro Woche zahlte. Doch Bishop gab nicht auf und schrieb weiter Songs, die später seine Karriere prägen sollten.
Die Wende kam durch einen glücklichen Zufall: Eine Freundin, Leah Kunkel, schickte eine Demokassette mit Bishops Songs an Art Garfunkel. Der ehemalige Simon & Garfunkel-Star war so beeindruckt, dass er gleich zwei von Bishops Kompositionen für sein Album Breakaway aufnahm. Diese Anerkennung öffnete Bishop die Türen zur Musikindustrie – 1976 unterschrieb er bei ABC Records.
Noch im selben Jahr erschien sein Debütalbum Careless, das sofort einschlug. Die Single „Save It for a Rainy Day” erreichte Platz 22 in den US-Charts und Platz 6 in den Adult Contemporary Charts. Noch erfolgreicher wurde „On and On”, das 1977 bis auf Platz 11 der Billboard Hot 100 kletterte und sich zwei Wochen lang auf Platz 2 der AC-Charts hielt. Der Song wurde zu einem der meistgespielten Titel in zahlreichen Internetradio-Programmen und gilt bis heute als Bishops Signature-Song.
Stephen Bishop entwickelte sich schnell zu einem gefragten Songwriter für Hollywood. 1978 hatte er einen Cameo-Auftritt in der Kultkomödie Animal House, wo er den charmanten Gitarristen spielt, dessen Instrument von John Belushi zerstört wird. Die zerbrochene Gitarre hängt heute signiert in seinem Haus in Aspen – angeblich lehnte er Millionen-Angebote für dieses Erinnerungsstück ab.
Sein zweites Album Bish erschien ebenfalls 1978 und brachte mit „Everybody Needs Love” einen weiteren Hit hervor, der Platz 32 in den Charts erreichte. Doch der größte Erfolg als Filmmusik-Komponist sollte noch kommen: 1982 schrieb er „It Might Be You” für die Komödie Tootsie mit Dustin Hoffman. Der Song wurde zu einem Riesenerfolg, erreichte Platz 25 in den Pop-Charts und stand zwei Wochen lang auf Platz 1 der Adult Contemporary Charts. Die Komposition brachte Bishop seine erste Oscar-Nominierung ein.
Noch erfolgreicher war „Separate Lives”, das er 1985 für den Film White Nights schrieb. Obwohl nicht von ihm selbst gesungen, sondern von Phil Collins und Marilyn Martin interpretiert, erreichte der Song Platz 1 der Billboard Charts und brachte Bishop seine zweite Oscar-Nominierung. Diese Erfolge etablierten ihn endgültig als einen der wichtigsten Singer-Songwriter seiner Generation.
1989 veröffentlichte Bishop das Album Bowling in Paris, für das er mit hochkarätigen Musikern wie Phil Collins, Sting und Eric Clapton zusammenarbeitete. Das Album zeigte seine Fähigkeit, mit den Besten der Branche auf Augenhöhe zu arbeiten und seine musikalische Vision zu erweitern.
Interessanterweise fand Bishop besonders in Japan und Asien ein treues Publikum. Mehrere seiner Alben wurden zunächst exklusiv für den asiatischen Markt veröffentlicht, darunter Sleeping with Girls (1985) und Blue Guitars (1994/1996). Diese internationale Anerkennung ermöglichte es ihm, auch in den 1990er und 2000er Jahren kontinuierlich neue Musik zu veröffentlichen, als viele seiner Zeitgenossen bereits von der Bildfläche verschwunden waren.
In den 2000er Jahren blieb Bishop produktiv und veröffentlichte regelmäßig neue Alben, darunter Happy Bishmas (2002), Romance in Rio (2008) und Be Here Then (2014). Er experimentierte mit verschiedenen Formaten, von Live-Aufnahmen über Demo-Sammlungen bis hin zu thematischen Projekten wie dem Weihnachtsalbum Rock Little Reindeer (2019).
Nach fast 47 Jahren in Los Angeles zog Bishop in die Nähe von Aspen, Colorado, wo er mehr Ruhe und Natur fand. 2021 heiratete er Liz Kamlet, die auch seine Managerin wurde, und das Paar bekam einen Sohn. Diese neue Lebensphase inspirierte ihn zu einer wichtigen Entscheidung: 2025 veröffentlichte er mit THIMK sein zwanzigstes und letztes Studioalbum.
Das Album vereint Kollaborationen mit zahlreichen prominenten Musikern und enthält auch eine neu aufgenommene, unplugged Version von „It Might Be You” mit Dave Grusin am Klavier. Der ungewöhnliche Albumtitel THIMK geht auf einen Anstecker aus den 1980er Jahren zurück und symbolisiert Bishops eigenwilligen Humor. Mit diesem Album beendet er bewusst seine Tournee-Karriere, um mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen – ein würdiger Abschluss für einen Künstler, dessen Songs über Jahrzehnte hinweg in unzähligen Streaming-Diensten und Radioprogrammen gespielt wurden.
Stephen Bishop hinterlässt ein beeindruckendes musikalisches Erbe mit zeitlosen Balladen, die Generationen von Hörern berührt haben. Seine Autobiografie On and Off erschien 2022 und gibt Einblicke in ein Leben voller musikalischer Höhepunkte, kreativer Herausforderungen und persönlicher Erfüllung.
Wir konnten leider keine Konzerte von Stephen Bishop finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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