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today28.02.2026
Sqeezer war ein deutsches Eurodance- und Pop-Projekt, das 1995 in Köln von Jim Reeves gegründet wurde und mit eingängigen Dance-Tracks die Charts eroberte. Die Gruppe war bekannt für ihre wechselnden Besetzungen und Hits wie “Blue Jeans” und “Without You”. Nach dem tragischen Tod des Bandgründers 2016 endete die Geschichte von Sqeezer.
| Künstlername | Sqeezer |
| Mitglieder | Jim Reeves, Loretta Stern, Olivia Rehmer, Mikey Cyrox, weitere wechselnde Mitglieder |
| Genre | Eurodance, Dance-Pop, Reggae-Fusion |
| Größter Hit | Without You |
| Gründungsjahr | 1995 |
| Auflösungsjahr | 2016 |
| Land | Deutschland |
| Markenzeichen | Wechselnde Showbesetzungen, fröhliche Dance-Tracks mit Reggae-Einflüssen |

Als Jim Reeves, der mit bürgerlichem Namen Jim Nyasani hieß, 1995 in Köln das Musikprojekt Sqeezer ins Leben rief, ahnte wohl niemand, welchen Erfolg die Gruppe in den kommenden Jahren feiern würde. Der am 30. April 1968 in Köln geborene Künstler mit kenianisch-tansanischen Wurzeln hatte eine klare Vision: eingängige Dance-Musik mit Gute-Laune-Faktor zu produzieren. Zunächst startete das Projekt als Duo, wobei Reeves für den Rap-Part zuständig war. Die erste Sängerin Yvonne Spath wurde jedoch schon kurz nach der Debütsingle “Scandy Randy” Ende 1995 durch Loretta Stern ersetzt, die unter dem Künstlernamen “Lori” bekannt wurde. Mit Tee Jay als Tänzer komplettierte sich die Formation zu einem energiegeladenen Live-Act.
Die Zusammenarbeit mit den Berman Brothers als Produzenten erwies sich als Glücksgriff. “Scandy Randy” erreichte immerhin Platz 39 der deutschen Charts und legte damit den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere. Was Sqeezer von anderen Eurodance-Projekten unterschied, war die Mischung aus tanzbaren Beats, eingängigen Melodien und einer gewissen Leichtigkeit, die perfekt in die Mitte der Neunziger passte.
1996 erschien das Debütalbum “Drop Your Pants”, das Sqeezer endgültig in der deutschen Musiklandschaft etablierte. Die Single “Blue Jeans” wurde zum ersten großen Hit und kletterte auf Platz 16 der deutschen Charts. Besonders erfolgreich war der Song in Tschechien, wo er Platz 8 erreichte, und in Spanien mit Platz 11. Der eingängige Refrain und die sommerliche Stimmung machten “Blue Jeans” zu einem Dauerbrenner auf vielen Radiosendern und in Diskotheken. Auch “Sweet Kisses” konnte mit Platz 24 in Deutschland überzeugen und zeigte, dass Sqeezer mehr als ein One-Hit-Wonder war.
Das Jahr 1997 brachte jedoch nicht nur musikalische Erfolge, sondern auch eine Tragödie. Marc Theven, der als Tänzer zur Gruppe gestoßen war, verstarb durch Suizid. Dieser Verlust erschütterte die Band tief. Dennoch veröffentlichten sie mit “Saturday Night” einen weiteren Hit, der in Tschechien Platz 5 erreichte und in Spanien sogar mit Gold ausgezeichnet wurde. Die Goldene Schallplatte für das Album “Drop Your Pants” und die Auszeichnung als “RSH-Gold Newcomer des Jahres” 1997 bestätigten den Erfolg der Gruppe.
Mit dem zweiten Album “Streetlife” im Jahr 1998 wagte Sqeezer einen mutigen Schritt. Statt einfach die bewährte Eurodance-Formel zu wiederholen, experimentierten sie mit reiferen Pop-Klängen, Reggae-Fusion, Funk und Soul-Elementen. Diese Entwicklung zahlte sich aus: “Without You” wurde zum größten kommerziellen Erfolg der Gruppe und erreichte Platz 10 in Deutschland, Österreich und Platz 12 in der Schweiz. Der Song zeigte eine emotionalere, nachdenklichere Seite von Sqeezer und bewies, dass das Projekt mehr konnte als nur Party-Hymnen.
Im selben Jahr beteiligte sich Sqeezer an dem Charity-Projekt “Let the Music Heal Your Soul”, einer Supergroup-Zusammenarbeit unter dem Namen “Bravo All Stars”. Der Song, der heute noch auf vielen Streaming-Plattformen und im Internetradio läuft, erreichte Platz 36 in Großbritannien und Platz 60 in den USA. Diese internationale Zusammenarbeit brachte Sqeezer zusätzliche Aufmerksamkeit und zeigte die Vielseitigkeit des Projekts. Die nachfolgende Single “Wake Up!” konnte allerdings nicht mehr an die Erfolge anknüpfen und erreichte nur noch Platz 59 in Deutschland.
Ein charakteristisches Merkmal von Sqeezer waren die häufigen Besetzungswechsel, besonders bei den Sängerinnen und Tänzern. Nach Loretta Stern folgten Veronika, Heidi Goldstein, Nikole Arndt, Daria und später Olivia Rehmer. Auch bei den Tänzern gab es ständige Veränderungen mit Andreas Höhnke, Mirage, Bella Mee und Mikey Cyrox. Jim Reeves blieb dabei die einzige Konstante, das kreative Zentrum und die treibende Kraft hinter dem Projekt. Interessanterweise kursierten Gerüchte, dass Alexandra Prince tatsächlich die Stimme hinter vielen Studioaufnahmen war, während die offiziellen Sängerinnen hauptsächlich für Live-Auftritte zuständig waren – ein in der Eurodance-Szene nicht unübliches Konzept.
Zwischen 2007 und 2010 trat die Gruppe unter dem leicht veränderten Namen “Squeezer” auf und veröffentlichte Singles wie “High Heels”. Ein drittes Album mit dem Titel “Reloaded” war in Arbeit, erschien jedoch nie offiziell. Diese Phase war geprägt von Unsicherheiten und der Suche nach einer neuen musikalischen Identität in einem veränderten Musikmarkt, in dem Eurodance längst nicht mehr die dominierende Kraft war.
2013 kehrte das Projekt zur ursprünglichen Schreibweise Sqeezer zurück. Mit der Besetzung Jim Reeves, Olivia Rehmer und Mikey Cyrox versuchte die Gruppe einen Neustart. Doch am 1. Februar 2016 endete die Geschichte von Sqeezer abrupt und auf tragische Weise: Jim Reeves wurde in Berlin Opfer eines Gewaltverbrechens, das als homophob motivierte Tat eingestuft wurde. Sein Tod im Alter von nur 47 Jahren erschütterte nicht nur die verbliebenen Bandmitglieder, sondern die gesamte deutsche Musikszene.
Die verbliebenen Mitglieder entschieden sich bewusst dagegen, Sqeezer ohne ihren Gründer und kreativen Kopf fortzuführen. Jim Reeves, der auch unter den Pseudonymen Jim Ree, Jimmy Joe und Adama bekannt war, hatte Sqeezer über zwei Jahrzehnte geprägt und durch alle Höhen und Tiefen geführt. Sein Vermächtnis lebt in den Songs weiter, die noch heute in vielen Online Radio-Programmen gespielt werden und eine ganze Generation an die unbeschwerten Neunziger erinnern. Sqeezer mag Geschichte sein, aber die eingängigen Melodien und die sommerliche Leichtigkeit ihrer besten Hits haben sich einen festen Platz in der deutschen Popkultur gesichert.
Bravo Allstars, Scooter, Backstreet Boys, *NSYNC, Aaron Carter, Touche, The Boyz, Caught In The Act, Mr. President, Sqeezer, Blümchen, R'n'G, Gil, The Moffatts
90's
Wir konnten leider keine Konzerte von Sqeezer finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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