Tophits Charts & Hits
Dance Dance Hits & Classics
Evergreens Best of 60's - 00's
Rock Finest Rock Music
R&B Classics & New Vibes
Schlager Deutscher Schlager
Deutsch 100 % Deutsche Musik
80’s Nur das Beste aus den 80ern
90’s Dein 90er Throwback
2000’s Die größten Hits von 2000 bis 2009
today28.02.2026
Roger Cicero war einer der erfolgreichsten deutschen Jazz- und Swing-Sänger der 2000er Jahre, der mit seinem einzigartigen Stil deutschsprachige Texte und Big-Band-Sound vereinte. Mit seinem Debütalbum „Männersachen” gelang ihm 2006 der große Durchbruch. Sein plötzlicher Tod im Jahr 2016 hinterließ eine große Lücke in der deutschen Musiklandschaft.
| Künstlername | Roger Cicero |
| Bürgerlicher Name | Roger Marcel Cicero Ciceu |
| Genre | Jazz, Swing, Pop-Jazz, Vocal Jazz |
| Größter Hit | Frauen regier’n die Welt |
| Geburtsdatum | 6. Juli 1970 |
| Geburtsort | West-Berlin, Deutschland |
| Wohnort | Hamburg |
| Todesdatum | 24. März 2016 |
| Sterbeort | Hamburg |
| Staatsangehörigkeit | Deutsch |
| Sternzeichen | Krebs |
| Markenzeichen | Hut, stilvolle Anzüge, Swing mit deutschen Texten |

Roger Cicero wurde am 6. Juli 1970 in West-Berlin geboren und wuchs in Berlin-Grunewald auf. Die Musik lag ihm buchstäblich in den Genen, denn sein Vater war der renommierte rumänische Jazzpianist Eugen Cicero, während seine Mutter Lili Cziczeo als Tänzerin arbeitete. In diesem künstlerischen Umfeld war es fast unvermeidlich, dass auch Roger den Weg zur Musik finden würde. Bereits im zarten Alter von vier Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht, später kamen Gitarre und Gesang hinzu.
Mit elf Jahren stand er bereits das erste Mal auf der Bühne, als er im Vorprogramm der legendären Chansonsängerin Helen Vita auftrat. Mit 16 Jahren wurde er Mitglied des RIAS-Tanzorchesters unter der Leitung von Horst Jankowski und sammelte dort wertvolle Erfahrungen im Big-Band-Sound, der später sein Markenzeichen werden sollte. Seine musikalische Ausbildung vertiefte er am Hohner Konservatorium in Trossingen, wo er Gesang, Klavier und Gitarre studierte. Anschließend absolvierte er ein Jazzgesang-Studium in Hilversum in den Niederlanden, das ihm das handwerkliche Rüstzeug für seine spätere Karriere gab.
Bevor Roger Cicero als Solokünstler bekannt wurde, arbeitete er jahrelang als gefragter Gastmusiker in der deutschen Jazzszene. Er wirkte bei verschiedenen Projekten mit, darunter Soulounge und Jazzkantine, und war auf Alben wie „Good Morning Midnight” von Julia Hülsmann sowie „There I Go” mit After Hours zu hören. Diese Zeit prägte seinen musikalischen Stil und half ihm, ein Netzwerk in der Musikbranche aufzubauen.
Der große Wendepunkt kam im Jahr 2006 mit der Veröffentlichung seines Debütalbums „Männersachen”. Das Album war eine Sensation und füllte eine Lücke im deutschen Musikmarkt, die vielen gar nicht bewusst war. Cicero kombinierte klassischen Swing und Big-Band-Jazz mit modernen, deutschsprachigen Texten, die oft humorvoll und ironisch die Beziehungen zwischen Männern und Frauen beleuchteten. Die erste Single „Zieh die Schuh aus” wurde schnell zum Publikumsliebling und läuft heute noch regelmäßig im Streaming und auf verschiedenen Radiosendern.
„Männersachen” entwickelte sich zu einem Riesenerfolg und verkaufte sich über eine Million Mal. Das Album wurde mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet und brachte Cicero 2007 den Echo als „Künstler des Jahres (national)” ein. Plötzlich war der Jazzsänger in aller Munde und füllte große Konzerthallen.
Im Jahr 2007 erreichte Roger Ciceros Popularität einen weiteren Höhepunkt, als er mit dem Song „Frauen regier’n die Welt” den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest gewann. Der Song, der sein größter kommerzieller Hit werden sollte, erreichte Platz 7 in den deutschen Charts und wurde zur Hymne für viele Fans. Beim ESC in Helsinki vertrat er Deutschland würdig, auch wenn es nicht für einen Spitzenplatz reichte. Dennoch festigte dieser Auftritt seinen Status als einer der wichtigsten deutschen Popkünstler seiner Generation.
In den folgenden Jahren veröffentlichte Cicero regelmäßig neue Alben, die alle seine charakteristische Mischung aus Jazz, Swing und deutschen Texten präsentierten. „Beziehungsweise” erschien noch 2007, gefolgt von „Artgerecht” (2009), „In diesem Moment” (2011) und „Was immer auch kommt” (2014). Jedes Album zeigte eine weitere Facette seiner künstlerischen Entwicklung, wobei er sich auch zunehmend persönlicheren Themen widmete.
Besonders das Album „Was immer auch kommt” aus dem Jahr 2014 war von persönlichen Erfahrungen geprägt, darunter das Ende einer langjährigen Beziehung. Cicero, der Vater eines Sohnes namens Louis war, verarbeitete in seinen Liedern auch die Herausforderungen des Lebens zwischen Karriere und Familie. 2015 kehrte er mit „The Roger Cicero Jazz Experience” zu seinen jazzigen Wurzeln zurück und bewies einmal mehr seine Vielseitigkeit als Künstler.
Roger Cicero war nicht nur als Musiker aktiv, sondern auch in anderen Bereichen der Unterhaltungsindustrie präsent. Er synchronisierte die Stimme von Prinz Naveen im Disney-Film „Küss den Frosch” und spielte in dem Film „Hilde” mit. Im Fernsehen war er regelmäßig zu Gast in verschiedenen Shows und trat 2014 in der beliebten VOX-Sendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert” auf, wo er Songs anderer Künstler interpretierte und seine eigenen Lieder von Kollegen neu interpretieren ließ.
Darüber hinaus engagierte sich Cicero sozial und unterstützte verschiedene Kinderhilfsprojekte, darunter Save the Children und das Projekt „Giraffenaffen”. Sein stilvolles Auftreten mit Hut, Anzug und Krawatte wurde zu seinem Markenzeichen und unterschied ihn deutlich von vielen anderen Popkünstlern seiner Zeit. Er verkörperte eine Eleganz und einen Gentleman-Stil, der in der deutschen Musiklandschaft selten geworden war.
Neben dem Echo erhielt Cicero zahlreiche weitere Auszeichnungen, darunter den Fred-Jay-Preis für deutschsprachige Liedtexte und die Goldene Stimmgabel. Seine Musik erreichte Menschen über verschiedene Generationen hinweg und machte Jazz und Swing wieder salonfähig für ein breiteres Publikum, das seine Songs auch über Internetradio und Online-Streaming-Dienste entdeckte.
In seinen letzten Lebensjahren hatte Roger Cicero zunehmend mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Bereits 2015 musste er eine Tourpause einlegen, nachdem bei ihm ein Fatigue-Syndrom mit Verdacht auf Myokarditis diagnostiziert wurde. Trotz dieser Warnsignale kehrte er zur Musik zurück und arbeitete weiter an neuen Projekten.
Am 24. März 2016 ereilte die deutsche Musikwelt die schockierende Nachricht: Roger Cicero war im Alter von nur 45 Jahren in Hamburg an den Folgen eines ischämischen Schlaganfalls verstorben. Sein plötzlicher Tod löste eine Welle der Trauer und Bestürzung aus. Fans, Kollegen und Weggefährten würdigten ihn als außergewöhnlichen Künstler und warmherzigen Menschen.
Posthum wurde ihm 2016 der Echo Jazz als „Sänger des Jahres national” für sein Album „The Roger Cicero Jazz Experience” verliehen. Diese Auszeichnung war eine letzte Würdigung seines musikalischen Schaffens und seiner Bedeutung für die deutsche Jazzszene. Roger Cicero hinterließ ein beeindruckendes musikalisches Erbe mit acht Studioalben, zahlreichen Singles und unvergesslichen Live-Auftritten. Seine Musik lebt weiter und wird auch heute noch von vielen Menschen geschätzt, die seine einzigartige Verbindung von Swing, Jazz und deutschen Texten lieben. Songs wie „Zieh die Schuh aus” bleiben zeitlose Klassiker, die seine künstlerische Vision und sein Talent eindrucksvoll dokumentieren.
Wir konnten leider keine Konzerte von Roger Cicero finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
big-band jazz deutsche jazzszene deutsche swing musik deutscher swing eurovision song contest deutschland frauen regier'n die welt jazz gesang jazz sänger männersachen album Roger Cicero
RADIOMONSTER.FM - Bei uns bist DU Musikchef!