Tophits Charts & Hits
Dance Dance Hits & Classics
Evergreens Best of 60's - 00's
Rock Finest Rock Music
R&B Classics & New Vibes
Schlager Deutscher Schlager
Deutsch 100 % Deutsche Musik
80’s Nur das Beste aus den 80ern
90’s Dein 90er Throwback
2000’s Die größten Hits von 2000 bis 2009
today28.02.2026
Philip Oakey ist eine Ikone des Synth-Pop und als Frontmann von The Human League seit über vier Jahrzehnten ein Wegbereiter der elektronischen Popmusik. Mit seiner markanten Stimme und seinem androgynen Erscheinungsbild prägte er die 80er Jahre nachhaltig. Hits wie “Don’t You Want Me” und “Together In Electric Dreams” machten ihn weltweit bekannt.
| Künstlername | Philip Oakey |
| Bürgerlicher Name | Philip David Charles Oakey |
| Genre | Synth-Pop, New Wave, Elektronische Popmusik |
| Größter Hit | Don’t You Want Me |
| Geburtsdatum | 2. Oktober 1955 |
| Geburtsort | Hinckley, Leicestershire, England |
| Staatsangehörigkeit | Britisch |
| Sternzeichen | Waage |
| Markenzeichen | Asymmetrische Frisur, androgynes Styling, tiefe markante Stimme |

Philip Oakey wurde am 2. Oktober 1955 in Hinckley, Leicestershire, geboren. Seine Kindheit war von häufigen Umzügen geprägt – die Familie lebte in Coventry, Leeds und Birmingham, bevor sie sich schließlich in Sheffield niederließ. Mit etwa 14 Jahren kam Oakey in die nordenglische Industriestadt, die später zur Heimat seiner musikalischen Karriere werden sollte. Er besuchte die King Edward VII School, verließ diese jedoch mit 18 Jahren ohne Abschluss. In den folgenden Jahren schlug er sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs durch, arbeitete in einer Universitätsbuchhandlung und als Krankenhauspförtner. Eine musikalische Ausbildung hatte er nicht, und er beherrschte auch kein Instrument – Musik war zu diesem Zeitpunkt noch nicht sein Lebensweg.
Das änderte sich 1977, als seine Schulfreunde Martyn Ware und Ian Craig Marsh ihn einluden, Leadsänger ihres elektronischen Musikprojekts The Future zu werden. Obwohl Oakey keine Erfahrung als Sänger hatte, überzeugte seine markante, tiefe Stimme die beiden Gründer. Nach dem Ausstieg von Adi Newton wurde das Projekt in The Human League umbenannt, und Oakey fand sich plötzlich an der Spitze einer Band wieder, die die Musikwelt revolutionieren sollte.
Die frühen Jahre von The Human League waren von experimenteller Elektronik geprägt. Die Alben “Reproduction” (1979) und “Travelogue” (1980) fanden zunächst nur ein kleines Publikum. Die Band bewegte sich in avantgardistischen Gefilden, weit entfernt vom kommerziellen Mainstream. Doch 1980 kam es zu einem entscheidenden Bruch: Ware und Marsh verließen die Band, um Heaven 17 zu gründen. Oakey stand vor den Trümmern seines Projekts, entschied sich aber, weiterzumachen.
Er rekrutierte neue Mitglieder, darunter die Tänzerinnen Joanne Catherall und Susan Ann Sulley, die er zufällig in einem Sheffielder Club entdeckt hatte. Zusammen mit dem Keyboarder Ian Burden und dem Gitarristen Jo Callis formierte sich eine neue Version von The Human League. 1981 erschien das Album “Dare”, das alles veränderte. Mit einer perfekten Mischung aus eingängigen Melodien, innovativer Synthesizer-Produktion und Oakeys emotionalem Gesang eroberte die Band die Charts. Singles wie “The Sound of the Crowd”, “Love Action (I Believe in Love)” und “Open Your Heart” wurden zu Hits, doch der absolute Durchbruch gelang mit “Don’t You Want Me”.
Der Song erreichte Platz 1 in Großbritannien und den USA und wurde zu einer der meistverkauften Singles aller Zeiten. The Human League waren über Nacht zu Superstars geworden, und Philip Oakey stand im Zentrum dieser Revolution. Sein androgynes Erscheinungsbild mit asymmetrischer Frisur, Eyeliner und unkonventioneller Kleidung machte ihn zu einer Stilikone der New-Wave-Ära. 1982 gewann die Band den BRIT Award als “Best British Breakthrough Act” und wurde für einen Grammy als “Best New Artist” nominiert.
Während The Human League weiterhin erfolgreich waren, wagte Oakey auch den Schritt in Richtung Solokarriere. 1984 arbeitete er mit dem legendären Produzenten Giorgio Moroder zusammen, der für seine Arbeit mit Donna Summer und den Soundtrack zu “Midnight Express” bekannt war. Für den Film “Electric Dreams” schrieben die beiden den Song “Together in Electric Dreams”, der zu einem der größten Hits von Oakeys Karriere wurde. Die Single erreichte Platz 3 in Großbritannien und hielt sich 13 Wochen in den Charts. Der Song wurde später auch auf dem gemeinsamen Album “Philip Oakey & Giorgio Moroder” (1985) veröffentlicht und ist bis heute ein Klassiker, der regelmäßig im Internetradio und auf Streaming-Plattformen gespielt wird.
Die Zusammenarbeit mit Moroder zeigte eine andere Seite von Oakey – weniger experimentell als mit The Human League, dafür poppiger und zugänglicher. Dennoch blieb seine Hauptidentität immer mit der Band verbunden. Nach dem Erfolg von “Dare” folgten weitere Alben wie “Hysteria” (1984) und “Crash” (1986), das mit dem Produzenten-Duo Jam & Lewis entstand und den US-Nummer-1-Hit “Human” hervorbrachte. Dieser Song bewies, dass The Human League auch in der zweiten Hälfte der 80er Jahre noch relevant waren.
Die späten 80er und frühen 90er Jahre waren für The Human League eine schwierige Phase. Das Album “Romantic?” (1990) konnte nicht an frühere Erfolge anknüpfen, und die Band geriet etwas in Vergessenheit. Doch Oakey gab nicht auf. 1995 gelang mit dem Album “Octopus” und der Single “Tell Me When” ein beeindruckendes Comeback. Der Song erreichte Platz 6 in den britischen Charts und bewies, dass die Band noch immer in der Lage war, zeitgemäße Popmusik zu produzieren.
In den folgenden Jahren veröffentlichte The Human League weitere Alben wie “Secrets” (2001) und “Credo” (2011), die zwar nicht mehr die kommerziellen Höhen der 80er erreichten, aber von Kritikern geschätzt wurden. Oakey und seine Bandkolleginnen Catherall und Sulley blieben der elektronischen Musik treu und tourten regelmäßig. 2004 wurde die Band mit dem Q Innovation in Sound Award ausgezeichnet, eine Anerkennung für ihren Beitrag zur Entwicklung der elektronischen Popmusik.
Philip Oakey blieb seiner künstlerischen Vision treu, auch wenn sich die Musiklandschaft dramatisch veränderte. Während viele seiner Zeitgenossen in der Versenkung verschwanden, schaffte er es, relevant zu bleiben und neue Generationen von Fans zu gewinnen. Seine Musik wurde von zahlreichen Künstlern gecovert und gesampelt, und The Human League gelten heute als eine der einflussreichsten Bands der Synth-Pop-Ära.
Philip Oakey ist mehr als nur ein Sänger – er ist ein Pionier, der half, die elektronische Popmusik salonfähig zu machen. Zusammen mit The Human League verkaufte er weltweit über 20 Millionen Tonträger und prägte den Sound einer ganzen Generation. Seine markante Stimme, sein unverwechselbares Styling und seine Bereitschaft, Grenzen zu überschreiten, machten ihn zu einer Ikone der 80er Jahre.
Interessanterweise hatte Oakey nie eine formale musikalische Ausbildung. Er kaufte sich einmal ein Saxophon, lernte es aber nie zu spielen. Seine Karriere begann durch Zufall, und doch wurde er zu einem der wichtigsten Künstler seiner Zeit. Sein androgynes Erscheinungsbild, das Maskulinität und Femininität verschmelzen ließ, war in den frühen 80er Jahren revolutionär und inspirierte zahlreiche Künstler nach ihm.
Heute, mehr als vier Jahrzehnte nach der Gründung von The Human League, ist Philip Oakey noch immer aktiv. Die Band tritt regelmäßig auf, und ihre Musik wird weiterhin auf Radio- und Webradio-Sendern weltweit gespielt. Songs wie “Don’t You Want Me” und “Together In Electric Dreams” sind zeitlose Klassiker, die auch neue Generationen begeistern. Oakeys Einfluss auf die Popkultur ist unbestreitbar – er hat nicht nur den Synth-Pop miterfunden, sondern auch gezeigt, dass elektronische Musik emotional, tanzbar und kommerziell erfolgreich sein kann. Sein Vermächtnis ist fest in der Musikgeschichte verankert, und seine Stimme bleibt unvergesslich.
Wir konnten leider keine Konzerte von Philip Oakey finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
80er Jahre Musik androgynes styling don't you want me elektronische popmusik giorgio moroder New Wave Philip Oakey Synth-Pop The Human League together in electric dreams
RADIOMONSTER.FM - Bei uns bist DU Musikchef!