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today28.02.2026
Ph.D. war ein britisches Duo, das Anfang der 1980er Jahre mit eingängigem Synth-Pop und gefühlvollen Balladen die Charts eroberte. Ihre größte Bekanntheit erlangten Jim Diamond und Tony Hymas mit der Single „I Won’t Let You Down”, die 1982 Platz 3 der britischen Charts erreichte. Das Projekt prägte mit seiner Mischung aus elektronischen Keyboards und emotionalen Melodien die New-Wave-Ära nachhaltig.
| Künstlername | Ph.D. |
| Mitglieder | Jim Diamond, Tony Hymas |
| Genre | Synth-Pop, New Wave, Soft Rock |
| Größter Hit | I Won’t Let You Down |
| Gründungsjahr | 1980 |
| Auflösungsjahr | 2015 |
| Land | Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Emotionale Stimme von Jim Diamond, elektronische Keyboards, eingängige Melodien |

Die Geschichte von Ph.D. begann 1980, als sich der schottische Sänger Jim Diamond und der englische Keyboarder Tony Hymas zusammentaten. Der Name des Duos setzte sich clever aus den Anfangsbuchstaben ihrer Nachnamen zusammen – Phillips, Hymas und Diamond – wobei Simon Phillips als häufig eingesetzter Session-Schlagzeuger eine wichtige Rolle spielte, ohne jedoch offizielles Bandmitglied zu sein. Jim Diamond, geboren am 28. September 1951 in Glasgow, hatte bereits in den 1970er Jahren Erfahrungen in verschiedenen Bands gesammelt, darunter bei Alexis Korner und der Rockband Bandit. Tony Hymas, geboren am 23. September 1943, brachte eine beeindruckende klassische Ausbildung und Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit Jazz-Größen wie Jeff Beck und Jack Bruce mit.
Das Debütalbum erschien 1981 und enthielt bereits die Single „I Won’t Let You Down”, die zunächst vor allem in Europa Aufmerksamkeit erregte. Der kommerzielle Durchbruch in Großbritannien folgte jedoch erst 1982, als die Single auf Platz 3 der britischen Charts kletterte und auch in Australien mit Platz 5 sowie in Belgien und den Niederlanden große Erfolge feierte. Die Kombination aus Diamonds gefühlvoller, ausdrucksstarker Stimme und Hymas’ geschickt eingesetzten elektronischen Keyboards traf den Nerv der Zeit und machte Ph.D. zu einem der bemerkenswertesten Acts der frühen 80er Jahre.
Der Erfolg von „I Won’t Let You Down” führte zur Wiederveröffentlichung des Debütalbums und etablierte Ph.D. als ernstzunehmende Größe in der New-Wave-Szene. Ein besonderer Meilenstein war die Tatsache, dass das Musikvideo zu „Little Suzi’s on the Up” zu den ersten gehörte, die am ersten Sendetag von MTV am 1. August 1981 ausgestrahlt wurden. Dies verschaffte der Band zusätzliche Aufmerksamkeit in den USA und trug zur internationalen Bekanntheit bei. Die Musik von Ph.D. zeichnete sich durch eingängige Melodien aus, die perfekt für das damalige Internetradio-Format geeignet gewesen wären – hätte es diese Technologie bereits gegeben.
1983 folgte das zweite Album „Is It Safe?”, das weitere Singles hervorbrachte, darunter „I Didn’t Know”. Obwohl diese Veröffentlichung in einigen europäischen Ländern erfolgreich war, konnte sie nicht an den durchschlagenden Erfolg des Debüts anknüpfen. Die Singles erreichten in Großbritannien nicht die Top 40, was für die Band eine Enttäuschung bedeutete. Erschwerend kam hinzu, dass Jim Diamond an Hepatitis erkrankte, was die Aktivitäten von Ph.D. erheblich einschränkte und schließlich zur vorläufigen Auflösung des Projekts führte.
Nach dem Ende der ersten Ph.D.-Phase startete Jim Diamond 1984 eine bemerkenswerte Solokarriere. Sein erster großer Solo-Hit „I Should Have Known Better” erreichte Platz 1 der britischen Charts und wurde zu seinem kommerziell erfolgreichsten Song überhaupt. Der Erfolg setzte sich 1986 mit „Hi Ho Silver” fort, das Platz 5 erreichte. Diamond widmete sein Debüt-Soloalbum „Double Crossed” von 1985 seinem kürzlich verstorbenen Vater, was der Musik eine besonders emotionale Tiefe verlieh. Weitere Alben folgten in regelmäßigen Abständen, darunter „Desire for Freedom” (1986) und mehrere selbstbetitelte Veröffentlichungen in den späten 80er und frühen 90er Jahren.
Diamonds musikalischer Stil blieb seiner Vorliebe für gefühlvolle Balladen und eingängige Pop-Melodien treu, wobei er gelegentlich auch rockigere Töne anschlug. Seine Stimme wurde zu seinem Markenzeichen – warm, ausdrucksstark und perfekt geeignet für emotionale Liebeslieder. Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte er insgesamt sieben Soloalben, wobei „City of Soul” aus dem Jahr 2011 eine Besonderheit darstellte: Das Album enthielt Coverversionen von Soul-Klassikern, und alle Einnahmen gingen an die wohltätige Organisation „Radio Clyde Cash for Kids”. Dies zeigte Diamonds soziales Engagement und seine Verbundenheit mit seiner schottischen Heimat.
Nach über zwei Jahrzehnten Pause reformierten sich Ph.D. im Jahr 2006. Jim Diamond und Tony Hymas fanden wieder zusammen und begannen, an neuem Material zu arbeiten. 2009 erschien das dritte Studioalbum „Three”, das zeigte, dass die beiden Musiker nichts von ihrer kreativen Chemie verloren hatten. Obwohl das Album nicht mehr an die kommerziellen Erfolge der frühen 80er Jahre anknüpfen konnte, wurde es von Fans und Kritikern als würdige Fortsetzung der Ph.D.-Diskografie gewürdigt. Die Musik hatte sich weiterentwickelt, behielt aber die charakteristischen Elemente bei, die Ph.D. ausgemacht hatten: eingängige Melodien, emotionale Texte und die unverwechselbare Kombination aus Diamonds Gesang und Hymas’ Keyboard-Arrangements.
Die Band blieb bis 2015 aktiv und trat gelegentlich auf. Für Fans, die über Streaming-Dienste und Online Radio die Musik der 80er Jahre wiederentdeckten, wurde Ph.D. zu einem geschätzten Bestandteil der Playlists. Die Wiedervereinigung ermöglichte es einer neuen Generation von Hörern, die zeitlose Qualität ihrer Musik zu entdecken. Tragischerweise endete diese Phase am 8. Oktober 2015, als Jim Diamond im Alter von 64 Jahren in London verstarb. Sein Tod bedeutete das endgültige Ende von Ph.D., hinterließ aber ein beeindruckendes musikalisches Erbe.
Ph.D. hinterließ einen bleibenden Eindruck in der Musikgeschichte der 1980er Jahre. Ihre Fähigkeit, elektronische Elemente mit traditionellen Pop-Strukturen zu verbinden, machte sie zu Vorreitern des Synth-Pop-Genres. „I Won’t Let You Down” bleibt ein Klassiker, der regelmäßig in Retrospektiven der 80er Jahre auftaucht und auf zahlreichen Compilation-Alben vertreten ist. Die emotionale Tiefe ihrer Musik, kombiniert mit technischer Raffinesse, setzte Standards für nachfolgende Künstler. Tony Hymas setzte seine musikalische Karriere auch nach Diamonds Tod fort und blieb als gefragter Komponist und Keyboarder aktiv.
Die Tatsache, dass Ph.D.-Songs auch Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung noch im Radio gespielt werden, spricht für die zeitlose Qualität ihrer Arbeit. Besonders bemerkenswert ist, dass ihre Musik die verschiedenen technologischen Entwicklungen überdauert hat – von Vinyl über CD bis hin zu digitalen Formaten. Für viele Hörer verkörpert Ph.D. den Sound einer Ära, in der elektronische Musik gerade dabei war, den Mainstream zu erobern, ohne dabei die melodische Zugänglichkeit zu verlieren. Jim Diamonds markante Stimme und Tony Hymas’ innovative Keyboard-Arbeit schufen einen unverwechselbaren Sound, der Ph.D. zu einem unvergesslichen Teil der Musikgeschichte macht.
Wir konnten leider keine Konzerte von Ph.d. finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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