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today28.02.2026
Patti Austin ist eine amerikanische Soul-, R&B- und Jazz-Sängerin, die mit ihrer wandlungsfähigen Stimme und ihrer jahrzehntelangen Karriere zu den vielseitigsten Künstlerinnen ihrer Generation zählt. Bekannt wurde sie vor allem durch ihr Duett “Baby, Come To Me” mit James Ingram, das 1983 die Spitze der US-Charts eroberte. Von der Studiomusikerin zur gefeierten Solokünstlerin – Patti Austin hat sich in nahezu allen Facetten der populären Musik einen Namen gemacht.
| Künstlername | Patti Austin |
| Bürgerlicher Name | Patti Austin |
| Genre | R&B, Pop, Jazz, Soul |
| Größter Hit | Baby, Come To Me (mit James Ingram) |
| Geburtsdatum | 10. August 1950 |
| Geburtsort | Harlem, New York City, USA |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Löwe |
| Markenzeichen | Warme, vielseitige Stimme, Genre-übergreifende Meisterschaft |

Patti Austin wurde am 10. August 1950 in Harlem, New York, geboren und wuchs in einem Umfeld auf, das von Musik nur so durchdrungen war. Ihr Vater Gordon Austin war Jazz-Posaunist, ihre Mutter hatte Wurzeln in Barbados und Schweden. Doch die wohl prägendste Figur in ihrer frühen Kindheit war ihre Patentante Dinah Washington, eine der größten Jazz- und Blues-Sängerinnen ihrer Zeit. Auch Quincy Jones, der später zu einem ihrer wichtigsten Mentoren werden sollte, erkannte früh das außergewöhnliche Talent des kleinen Mädchens.
Bereits mit vier Jahren stand Patti auf der Bühne des legendären Apollo Theater in Harlem – ein Ort, der für viele afroamerikanische Künstler als Sprungbrett in die große Musikwelt diente. Mit neun Jahren tourte sie durch Europa mit der Bluesoper “Free and Easy”, eine bemerkenswerte Leistung für ein Kind in diesem Alter. Ihre Jugend verbrachte sie damit, als Background-Sängerin und Studiomusikerin zu arbeiten, wobei sie nebenbei auch Jingles für Werbespots einsang. Diese frühen Erfahrungen schärften nicht nur ihre stimmlichen Fähigkeiten, sondern lehrten sie auch die Disziplin und Vielseitigkeit, die später zu ihrem Markenzeichen werden sollten.
1969 gelang Patti Austin mit der R&B-Single “The Family Tree” ein erster bescheidener Erfolg, als der Song Platz 46 der US R&B-Charts erreichte. In den 1970er Jahren veröffentlichte sie mehrere Alben bei CTI Records, darunter “End of a Rainbow” (1976) und “Havana Candy” (1977). Doch trotz ihrer unbestreitbaren Qualität blieb der große kommerzielle Durchbruch zunächst aus. Stattdessen machte sie sich einen Namen als gefragte Session-Sängerin und arbeitete mit Größen wie Paul Simon, George Benson und Frankie Valli zusammen.
Ihre Karriere nahm eine entscheidende Wendung, als Quincy Jones sie Anfang der 1980er Jahre unter Vertrag nahm und sie bei seinem Label Qwest Records unter seine Fittiche nahm. Jones, der bereits seit ihrer Kindheit an ihr Talent glaubte, sollte der Katalysator für ihren kommerziellen Erfolg werden. 1981 erschien das Album “Every Home Should Have One”, das ihr endlich die verdiente Aufmerksamkeit einbrachte. Der Titelsong kletterte auf Platz 62 der US Hot 100 und zeigte ihre Fähigkeit, verschiedene Genres zu bedienen.
Der absolute Höhepunkt ihrer Karriere kam Anfang 1983, als das Duett “Baby, Come To Me” mit James Ingram die Spitze der US Billboard Hot 100 erreichte. Der Song, der ursprünglich bereits 1981 auf dem Album “Every Home Should Have One” erschienen war, wurde erst durch seine Verwendung in der populären TV-Serie “General Hospital” zu einem massiven Hit. Die romantische Ballade mit ihrer perfekten Harmonie zwischen Austins warmer, gefühlvoller Stimme und Ingrams kraftvollem Gesang eroberte die Herzen von Millionen Hörern.
Dieser Erfolg machte Patti Austin über Nacht zu einem Superstar und öffnete ihr die Türen zu weiteren hochkarätigen Projekten. Noch im selben Jahr folgte ein weiteres erfolgreiches Duett mit James Ingram: “How Do You Keep the Music Playing?”, ein Song, der sowohl in den Pop-Charts als auch als Filmmusik große Beachtung fand. Die Chemie zwischen den beiden Künstlern war unverkennbar, und ihre Zusammenarbeit wurde zu einem Meilenstein der 80er-Jahre-Popmusik. Viele Fans entdeckten ihre Musik über Streaming-Dienste und Internetradio, wo ihre Hits bis heute regelmäßig gespielt werden.
Nach dem Triumph von “Baby, Come To Me” veröffentlichte Patti Austin eine Reihe weiterer Alben, darunter das selbstbetitelte “Patti Austin” (1984) und “Gettin’ Away With Murder” (1985). Die Single “Honey for the Bees” aus dem Jahr 1985 schaffte es in die R&B-Dance-Charts, und 1986 folgte “The Heat of Heat”, ihre letzte Notierung in den Hot 100. Obwohl die kommerziellen Erfolge in den späten 80ern nachließen, blieb Austin künstlerisch aktiv und experimentierte mit verschiedenen Stilen.
In den 1990er Jahren wandte sie sich verstärkt dem Jazz zu, einem Genre, das ihren musikalischen Wurzeln besonders nahestand. Alben wie “That Secret Place” (1994), “Street Of Dreams” (1999) und “For Ella” (2002) – eine Hommage an Ella Fitzgerald – zeigten ihre Meisterschaft in der Interpretation von Jazz-Standards. Diese Phase ihrer Karriere brachte ihr zwar nicht die gleiche kommerzielle Aufmerksamkeit wie in den 80ern, festigte aber ihren Ruf als ernsthafte und respektierte Künstlerin.
2007 erreichte Patti Austin einen weiteren Karrierehöhepunkt, als sie für das Album “Avant Gershwin”, aufgenommen mit der WDR Big Band, ihren ersten Grammy Award gewann. Die Auszeichnung in der Kategorie “Best Jazz Vocal Album” war eine späte, aber umso bedeutendere Anerkennung ihrer jahrzehntelangen Arbeit. Insgesamt wurde sie im Laufe ihrer Karriere sieben Mal für einen Grammy nominiert.
Auch in den folgenden Jahren blieb sie produktiv. 2011 erschien “Sound Advice”, 2016 das Album “Mighty Musical Fairy Tales”, und 2023 veröffentlichte sie “For Ella 2” mit Gordon Goodwin’s Big Phat Band – eine weitere Verbeugung vor ihrer großen Vorgängerin Ella Fitzgerald. Neben ihren musikalischen Erfolgen erhielt Austin auch eine Ehrendoktorwürde vom renommierten Berklee College of Music, was ihre Bedeutung für die amerikanische Musiklandschaft unterstreicht.
Patti Austin hat im Laufe ihrer Karriere nicht nur musikalische Meilensteine gesetzt, sondern auch persönliche Herausforderungen gemeistert. Ein besonders dramatisches Ereignis ereignete sich am 11. September 2001: Sie war ursprünglich als Passagierin für United Flight 93 gebucht, sagte ihre Reise jedoch ab, weil ihre Mutter kurz zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte. Diese Entscheidung rettete ihr das Leben.
Ihre Vielseitigkeit ist legendär – sie beherrscht sowohl die technische Perfektion als auch die emotionale Tiefe, die große Interpretinnen auszeichnet. Ob sanfte Jazz-Balladen, kraftvolle Soul-Nummern oder eingängige Pop-Hits: Patti Austin kann alles. Ihre Arbeit als Background-Sängerin, ihre Session-Aufnahmen für unzählige Künstler und ihre eigenen Alben haben Generationen von Musikern beeinflusst. Auch heute noch wird ihre Musik auf zahlreichen Radiosendern gespielt, und neue Generationen entdecken ihre zeitlosen Klassiker über Online Radio und Webradio-Plattformen. Patti Austin bleibt eine der großen Stimmen der amerikanischen Musik – eine Künstlerin, deren Vermächtnis weit über die Charts hinausreicht.
Wir konnten leider keine Konzerte von Patti Austin finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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