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today28.02.2026
Opus III war eine britische elektronische Musikgruppe, die Anfang der 1990er Jahre mit ihrem atmosphärischen Sound die Dance- und Clubszene eroberte. Mit ihrem größten Hit “It’s a Fine Day” schrieben sie 1992 Musikgeschichte und prägten den Sound einer ganzen Generation. Die Kombination aus ätherischem Gesang und progressiven House-Elementen machte die Band zu einem Phänomen der frühen Rave-Kultur.
| Künstlername | Opus III |
| Mitglieder | Kirsty Hawkshaw, Kevin Dodds, Ian Munro, Nigel Walton |
| Genre | Electronic, Progressive House, Ambient Dance, Trance |
| Größter Hit | It’s a Fine Day |
| Gründungsjahr | 1992 |
| Auflösungsjahr | 1994 |
| Land | Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Etherealer Gesang, atmosphärischer Sound, poetische Texte |

Die Geschichte von Opus III begann eigentlich schon vor der offiziellen Gründung der Band. Die drei Produzenten Kevin Dodds, Ian Munro und Nigel Walton hatten bereits unter dem Namen A.S.K. zusammengearbeitet und mehrere Singles veröffentlicht, darunter “Kiss and Tell” von 1988 und “Dream” von 1990. Doch der entscheidende Wendepunkt kam 1990, als die drei Musiker auf einer Free-Rave-Veranstaltung der Spiral-Tribe-Bewegung die damals noch unbekannte Kirsty Hawkshaw entdeckten.
Hawkshaw, geboren am 26. Oktober 1969 in London, tanzte zunächst nur auf der Veranstaltung, doch die Produzenten erkannten schnell ihr Potenzial als Sängerin. Mit ihrer engelsgleichen, ätherischen Stimme brachte sie genau das Element mit, das dem Produktionstrio noch fehlte. Die Chemie stimmte sofort, und aus der Zusammenarbeit entstand 1992 offiziell Opus III. Der Name sollte für eine neue musikalische Ära stehen, die Ambient-Elemente mit tanzbarer elektronischer Musik verband.
Im Februar 1992 veröffentlichte Opus III ihre erste Single “It’s a Fine Day”, und niemand hätte ahnen können, welchen Erfolg dieser Track haben würde. Bei dem Song handelte es sich um eine Coverversion eines ursprünglich 1983 veröffentlichten Stücks, das auf einem Gedicht von Edward Barton basierte und von der Sängerin Jane Lancaster a cappella interpretiert worden war. Opus III nahmen sich dieses poetischen Werks an und verwandelten es in einen elektronischen Dance-Track, der die Clubszene im Sturm eroberte.
Die Kombination aus Hawkshaws schwebendem Gesang und der progressiven House-Produktion traf den Nerv der Zeit perfekt. Der Song erreichte Platz 5 in den britischen Charts und eroberte sogar die Spitzenposition der US Billboard Dance Club Play Charts. In Griechenland wurde er zur Nummer eins, und auch in zahlreichen anderen Ländern wie Irland, Italien und Spanien erreichte “It’s a Fine Day” die Top 10. Selbst in Deutschland, Österreich und der Schweiz schaffte es der Track in die Top 20. Der Song wurde zu einem Klassiker der frühen 90er Jahre und ist bis heute auf vielen Internetradio-Stationen und Streaming-Plattformen präsent.
Auf der Welle des Erfolgs von “It’s a Fine Day” veröffentlichte Opus III am 28. Juli 1992 ihr Debütalbum “Mind Fruit”. Das Album präsentierte den charakteristischen Sound der Band in voller Breite: atmosphärische Klanglandschaften, progressive House-Beats und Hawkshaws unverwechselbare Stimme, die über allem schwebte. Musikalisch bewegte sich die Gruppe geschickt zwischen verschiedenen elektronischen Genres und schuf dabei einen ganz eigenen Stil, der Ambient, House und frühe Trance-Elemente vereinte.
Die zweite Single “I Talk to the Wind”, ebenfalls eine Coverversion, erreichte zwar nur Platz 52 in den britischen Charts, zeigte aber die künstlerische Bandbreite der Gruppe. Visuell und inhaltlich setzte Opus III in ihren Videos und Texten auch auf Umwelt- und Frauenthemen, was sie von vielen anderen Dance-Acts der Zeit unterschied. Kirsty Hawkshaw trat dabei als visuelle Identifikationsfigur der Band auf, mit ihrem markanten Stil, den kurzen Haaren und den speziellen Outfits, die sie in Videos und bei Live-Auftritten trug.
1994 veröffentlichte Opus III ihr zweites und letztes Album “Guru Mother”, das am 21. Juni erschien. Die Singles “When You Made the Mountain” und “Hand in Hand (Looking for Sweet Inspiration)” wurden vor allem in den USA zu Dance-Hits. “When You Made the Mountain” erreichte erneut die Spitze der US Billboard Dance Club Play Charts, während “Hand in Hand” es auf Platz 14 schaffte. Trotz dieser Erfolge in den Clubcharts blieb der kommerzielle Durchbruch außerhalb der Dance-Szene aus.
Die kreative Spannung innerhalb der Band wuchs. Kirsty Hawkshaw fühlte sich zunehmend eingeengt und wünschte sich mehr kreativen Einfluss auf die Musik. Sie empfand das Projekt als zu kommerzialisiert und sehnte sich nach künstlerischer Freiheit. Nach der Veröffentlichung von “Guru Mother” kam es zur Trennung. Hawkshaw verließ die Gruppe, und Opus III löste sich 1994 auf. Eine Reunion hat Hawkshaw später kategorisch ausgeschlossen, da sie mit diesem Kapitel ihrer Karriere abgeschlossen hatte.
Obwohl Opus III nur zwei Jahre aktiv war, hinterließ die Band einen bleibenden Eindruck in der elektronischen Musikszene. “It’s a Fine Day” wurde zu einem zeitlosen Klassiker, der bis heute in Clubs gespielt wird und auf zahllosen Webradio-Kanälen läuft. Interessanterweise verwendete auch die renommierte Band Orbital ein Sample von Hawkshaws Stimme aus “It’s a Fine Day” in ihrem berühmten Track “Halcyon + On + On” von 1992/93. Hawkshaw erschien sogar im Musikvideo zu diesem Song.
Kirsty Hawkshaw entwickelte sich nach Opus III zu einer gefragten Kollaborateurin in der elektronischen Musikszene. Sie arbeitete mit Größen wie BT, Tiësto, Delerium und Silent Poets zusammen und veröffentlichte mehrere Soloalben, darunter “O.U.T.” (1998), “Meta Message” (2005) und “The Ice Castle” (2008). Ihre Karriere als Solokünstlerin und Session-Sängerin erwies sich als deutlich langlebiger und vielseitiger als die kurze Zeit mit Opus III.
2024 erschien mit “Fine Day XXIV” ein moderner Rework des Klassikers, produziert von Adam F und Shadow Child, der die ikonischen Gesangslinien beibehielt und gleichzeitig für eine neue Generation aufbereitete. Dies zeigt, wie zeitlos die Musik von Opus III auch drei Jahrzehnte nach ihrer Entstehung noch ist. Die Band mag nur kurz existiert haben, aber ihr Einfluss auf die elektronische Tanzmusik der 90er Jahre und darüber hinaus ist unbestreitbar. Für viele Fans bleibt Opus III ein leuchtendes Beispiel dafür, wie innovativ und emotional elektronische Musik sein kann.
Wir konnten leider keine Konzerte von Opus III finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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