Nick Lowe – Steckbrief, Songs & Konzerte

today01.03.2026

Hintergrund
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Nick Lowe ist eine der prägendsten Figuren der britischen Pub-Rock- und New-Wave-Szene, der als Sänger, Songwriter und Produzent gleichermaßen brilliert. Mit seinem cleveren Wortwitz, eingängigen Melodien und seiner Wandlungsfähigkeit vom energiegeladenen Power Pop hin zu nachdenklichen Roots-Rock-Balladen hat er sich über fünf Jahrzehnte hinweg einen festen Platz in der Musikgeschichte gesichert. Sein Song “Cruel to Be Kind” wurde zum internationalen Hit und Songs wie “(What’s So Funny ‘Bout) Peace, Love, and Understanding” zu zeitlosen Klassikern.

Künstlername Nick Lowe
Bürgerlicher Name Nicholas Drain Lowe
Genre Pub Rock, Power Pop, New Wave, Roots Rock, Country
Größter Hit Cruel to Be Kind
Geburtsdatum 24. März 1949
Geburtsort Walton-on-Thames, Surrey, England
Wohnort Brentford, West-London, England
Staatsangehörigkeit Britisch
Sternzeichen Widder
Markenzeichen Witzige, clevere Texte mit Wortspielen, vielseitiger Musikstil

Die Anfänge und Brinsley Schwarz

Webradio Steckbrief - Nick Lowe

Nicholas Drain Lowe wurde am 24. März 1949 in Walton-on-Thames in der englischen Grafschaft Surrey geboren. Seine Schulzeit verbrachte er unter anderem an der Woodbridge School in Suffolk, wo er bereits früh seine Leidenschaft für Musik entdeckte. Schon als Teenager begeisterte er sich für Rock, Blues, Country und Pop und lernte mehrere Instrumente wie Gitarre, Bass, Klavier und Mundharmonika.

1967 schloss sich Lowe zusammen mit seinem Schulfreund Brinsley Schwarz der Band Kippington Lodge an. Ende 1969 benannte sich die Gruppe in Brinsley Schwarz um und entwickelte einen Sound, der Country- und Blues-Rock-Elemente vereinte. In dieser Phase schrieb Lowe bereits wichtige Songs, darunter den späteren Klassiker “(What’s So Funny ‘Bout) Peace, Love, and Understanding”, der später durch Elvis Costello weltberühmt werden sollte. Die Band Brinsley Schwarz löste sich 1975 auf, doch Lowe hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den Grundstein für seine vielseitige Karriere gelegt.

Rockpile und die Produzenten-Karriere

Nach dem Ende von Brinsley Schwarz wurde Lowe 1976 Mitglied der Band Rockpile, in der er mit Dave Edmunds, Terry Williams und Billy Bremner zusammenarbeitete. Aufgrund unterschiedlicher Plattenverträge erschienen die meisten Alben unter den Solonamen von Lowe oder Edmunds, obwohl oft die gesamte Band beteiligt war. Diese kreative Partnerschaft brachte einige hervorragende Aufnahmen hervor und festigte Lowes Ruf als vielseitiger Musiker.

Parallel zu seiner Arbeit als Performer begann Lowe eine bemerkenswerte Karriere als Produzent. Er wirkte beim legendären Label Stiff Records mit und produzierte frühe Punk- und New-Wave-Veröffentlichungen, darunter Arbeiten von The Damned. Besonders prägend war seine Zusammenarbeit mit Elvis Costello, dessen erste fünf Alben er produzierte. Sein direkter, roher Produktionsstil brachte ihm den Spitznamen “Basher” ein, der sich auf seine Arbeitsweise bezog, Songs mit minimalen Takes einzuspielen und später zu verfeinern. Auch mit Graham Parker und anderen Künstlern arbeitete er erfolgreich zusammen und prägte damit maßgeblich den Sound der New-Wave-Bewegung.

Der Durchbruch als Solokünstler

1978 veröffentlichte Nick Lowe sein erstes großes Soloalbum “Jesus of Cool”, das als Meilenstein des Power Pop und der New Wave gilt. Das Album zeigte seine Fähigkeit, eingängige Melodien mit cleveren, oft ironischen Texten zu verbinden. Ein Jahr später folgte “Labour of Lust” (1979), das seinen größten kommerziellen Erfolg brachte: Die Single “Cruel to Be Kind” erreichte Platz 12 in Großbritannien, den USA, Kanada und Australien. Der Song wurde zu seinem Signature-Hit und wird bis heute auf zahlreichen Webradio-Stationen und im Streaming gespielt.

Weitere erfolgreiche Singles dieser Ära waren “I Love the Sound of Breaking Glass”, das in die britischen Top 10 kam, sowie “I Knew the Bride (When She Used to Rock and Roll)”, das 1985 Platz 77 in den US Pop Charts und Platz 27 in den US Rock Charts erreichte. Dieser Song wurde zuerst durch Dave Edmunds bekannt, obwohl Lowe ihn geschrieben hatte, und später nahm Lowe selbst eine eigene Version auf.

In den 1980er-Jahren gründete Lowe die Band Nick Lowe and His Cowboy Outfit und experimentierte weiter mit verschiedenen Stilen, darunter Country, Rockabilly und Roots Rock. Alben wie “Nick the Knife” (1982), “The Abominable Showman” (1983) und “The Rose of England” (1985) zeigten seine musikalische Bandbreite und seinen Willen, sich nicht auf einen Stil festlegen zu lassen.

Die Wandlung zum Roots-Rock-Balladeer

Nach dem Ende von Rockpile Anfang der 1980er-Jahre wandte sich Lowe zunehmend ruhigeren, reflektierteren Songs zu. Diese stilistische Veränderung wurde besonders deutlich mit Alben wie “The Impossible Bird” (1994) und “Dig My Mood” (1998), die von amerikanischen Roots-Einflüssen geprägt waren. Statt der energiegeladenen Power-Pop-Nummern seiner frühen Jahre konzentrierte er sich nun auf nachdenkliche, oft melancholische Balladen mit ausgefeilten Arrangements.

Diese neue Phase seiner Karriere fand großen Anklang bei Kritikern und einer treuen Fangemeinde. Alben wie “The Convincer” (2001), “At My Age” (2007) und “The Old Magic” (2011) festigten seinen Ruf als Songwriter von außergewöhnlicher Qualität. 2013 erschien das Weihnachtsalbum “Quality Street: A Seasonal Selection for All the Family”, das seine Liebe zu traditionellen amerikanischen Musikformen unterstrich.

Nach einer längeren Pause veröffentlichte Lowe 2024 das Album “Indoor Safari”, aufgenommen mit der Instrumental-Band Los Straitjackets. Das Album bewies, dass er auch mit über 70 Jahren noch kreativ und musikalisch relevant ist.

Persönliches Leben und Vermächtnis

Nick Lowe war von 1979 bis 1990 mit der Country-Sängerin Carlene Carter verheiratet, der Tochter von June Carter Cash und Stieftochter von Johnny Cash. Seit 2010 ist er mit Peta Waddington verheiratet. Er hat eine adoptierte Tochter namens Tiffany Anastasia und einen Sohn namens Roy. Heute lebt Lowe in Brentford im Westen Londons.

Ein bemerkenswertes Ereignis in seiner frühen Karriere war ein schwerer Stromschlag, den er am 6. Juli 1969 bei einem Auftritt mit Brinsley Schwarz im Marquee Club in London erlitt. Glücklicherweise überlebte er den Unfall ohne bleibende Schäden.

Obwohl Lowe nie einen Grammy gewann, wurde er 1992 mit der Band Little Village für “Best Rock Performance By A Duo Or Group With Vocal” nominiert. Little Village war eine Supergruppe, die er zusammen mit John Hiatt, Ry Cooder und Jim Keltner bildete. Das Projekt entstand ursprünglich 1987 für das Album “Bring the Family” und veröffentlichte 1992 ein selbstbetiteltes Album.

Nick Lowes Einfluss auf die Musikwelt ist kaum zu überschätzen. Als Songwriter schrieb er zeitlose Klassiker, als Produzent prägte er den Sound einer ganzen Generation von New-Wave- und Punk-Künstlern, und als Performer bewies er über Jahrzehnte hinweg seine Wandlungsfähigkeit und künstlerische Integrität. Seine Musik vereint Witz, Melodie und emotionale Tiefe auf eine Weise, die nur wenige Künstler erreichen. Auch heute noch tourt er regelmäßig und begeistert Fans auf der ganzen Welt mit seiner zeitlosen Musik, die auf Internetradio-Sendern und Streaming-Plattformen weiterhin präsent ist.

Songs von Nick Lowe im Radio

Konzerte von Nick Lowe

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Geschrieben von: RadioMonster.FM