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today01.03.2026
Mike Reno, geboren als Joseph Michael Rynoski, ist der charismatische Leadsänger der kanadischen Rockband Loverboy und wurde durch kraftvolle Rockhymnen sowie emotionale Balladen weltberühmt. Mit seiner unverwechselbaren Stimme prägte er die Arena-Rock-Ära der 1980er Jahre und lieferte unvergessliche Hits wie “Working for the Weekend” und das legendäre Duett “Almost Paradise” mit Ann Wilson. Bis heute begeistert der gebürtige Kanadier Fans auf der ganzen Welt mit energiegeladenen Live-Auftritten.
| Künstlername | Mike Reno |
| Bürgerlicher Name | Joseph Michael Rynoski |
| Genre | Hard Rock, Arena Rock, Pop-Rock |
| Größter Hit | Almost Paradise (Love Theme from “Footloose”), Working for the Weekend |
| Geburtsdatum | 8. Januar 1955 |
| Geburtsort | New Westminster, British Columbia, Kanada |
| Wohnort | Vancouver, British Columbia / Palm Springs, Kalifornien |
| Staatsangehörigkeit | Kanadisch |
| Sternzeichen | Steinbock |
| Markenzeichen | Rote Lederhosen, Stirnbänder, kraftvolle hohe Stimme |

Mike Reno wuchs in der malerischen South Okanagan-Region in British Columbia auf und entdeckte schon früh seine Leidenschaft für Musik. Bereits mit zwölf oder dreizehn Jahren begann der junge Joseph Michael Rynoski, eigene Songs zu schreiben und sich am Schlagzeug auszuprobieren. An der Penticton Secondary School sang er im Chor und legte damit den Grundstein für seine spätere Karriere als einer der markantesten Rocksänger seiner Generation. Die musikalische Ausbildung in der Schule half ihm, sein Talent zu verfeinern und erste Bühnenerfahrungen zu sammeln.
Schon als Teenager war Reno in verschiedenen lokalen Coverbands aktiv, darunter Morning Glory und Synergy. Diese frühen Jahre waren geprägt von unzähligen Auftritten in kleinen Clubs und Bars, wo er sein Handwerk perfektionierte und lernte, ein Publikum zu begeistern. Später schloss er sich der Band Spunk an, wo er mit Gitarrist Jack Stoltz zusammenarbeitete. Diese Zeit war entscheidend für seine Entwicklung als Frontmann und Sänger, denn hier konnte er verschiedene Musikstile ausprobieren und seine eigene künstlerische Identität formen.
Im Jahr 1976 trat Mike Reno der kanadischen Band Hammersmith bei und übernahm die Rolle des Leadsängers. Zwei Jahre später, 1978, bekam er die Chance, bei der Hard-Rock-Band Moxy einzusteigen. Auf deren Album “Under the Lights” lieferte er beeindruckende Gesangsleistungen ab, doch kommerziell blieb der Erfolg hinter den Erwartungen zurück. Diese Erfahrung war jedoch keineswegs vergeblich, denn sie brachte Reno wertvolle Studiokenntnisse und professionelle Kontakte ein, die sich später als äußerst nützlich erweisen sollten.
Das Schicksal nahm 1979 eine entscheidende Wendung, als Mike Reno in Calgary auf den Gitarristen Paul Dean traf. Die Chemie zwischen den beiden stimmte sofort, und gemeinsam beschlossen sie, eine neue Band zu gründen. Zusammen mit Doug Johnson an den Keyboards, Scott Smith am Bass und Matt Frenette am Schlagzeug entstand Loverboy – eine Formation, die schon bald die Rockwelt im Sturm erobern sollte. Die Bandmitglieder teilten eine gemeinsame Vision: eingängigen, kraftvollen Rock mit melodischen Hooks zu kreieren, der sowohl in Arenen als auch im Radio funktionierte.
Das selbstbetitelte Debütalbum “Loverboy” erschien 1980 und wurde zu einem überraschenden Erfolg. Songs wie “Turn Me Loose” und “The Kid Is Hot Tonite” eroberten die Charts in Kanada und den USA und etablierten die Band als ernstzunehmende Kraft im Hard-Rock-Genre. Mike Renos kraftvolle, klare Stimme war das perfekte Instrument für die energiegeladenen Rocksongs, die Loverboy produzierten. Seine Fähigkeit, sowohl raue Power als auch emotionale Tiefe zu vermitteln, machte ihn zu einem der gefragtesten Rocksänger der frühen 1980er Jahre.
Der kommerzielle Durchbruch kam 1981 mit dem Album “Get Lucky”, das den unsterblichen Hit “Working for the Weekend” enthielt. Dieser Song wurde zur Hymne einer ganzen Generation und erreichte Platz zwei in den US Rock Charts. Die Kombination aus eingängigen Melodien, kraftvollen Gitarrenriffs und Renos unverwechselbarem Gesang machte Loverboy zu einer der erfolgreichsten Rockbands ihrer Zeit. Das Album ging mehrfach Platin und katapultierte die Band in ausverkaufte Arenen weltweit.
Die Erfolgssträhne setzte sich mit “Keep It Up” (1983) fort, das Hits wie “Hot Girls in Love” und “Queen of the Broken Hearts” enthielt. Besonders “Hot Girls in Love” erreichte Platz elf in den US-Charts und profitierte enorm von der damals noch jungen MTV-Kultur. Die visuell ansprechenden Musikvideos mit Mike Reno in seinen charakteristischen roten Lederhosen und Stirnbändern wurden zu ikonischen Bildern der 80er Jahre. Sein bühnenpräsentes Auftreten und seine energiegeladenen Performances machten ihn zu einem der markantesten Frontmänner des Arena-Rock.
Neben seiner Arbeit mit Loverboy machte sich Mike Reno auch als Solo-Künstler und Soundtrack-Beitragender einen Namen. 1984 nahm er zusammen mit Ann Wilson von Heart das Duett “Almost Paradise” für den Soundtrack des Films “Footloose” auf. Die Ballade wurde zu einem der größten Hits seiner Karriere und erreichte die Top Ten der US-Charts. Die Wahl von Ann Wilson als Duettpartnerin war Renos eigene Entscheidung, und die Chemie zwischen den beiden Stimmen war perfekt. Der Song wird bis heute regelmäßig im Radio und auf Streaming-Plattformen gespielt und bleibt ein Klassiker der 80er-Jahre-Filmmusik.
Der Erfolg von “Almost Paradise” öffnete weitere Türen für Soundtrack-Arbeiten. 1986 steuerte Reno “Heaven in Your Eyes” zum Blockbuster “Top Gun” bei, der ebenfalls in den Charts landete. Weitere Beiträge folgten mit “Chasing the Angels” für “Iron Eagle II” (1988) und “Whenever There’s a Night” für “Dream a Little Dream” (1989). Diese Soundtrack-Arbeiten zeigten Renos Vielseitigkeit als Künstler und seine Fähigkeit, emotionale Balladen ebenso überzeugend zu interpretieren wie kraftvolle Rocksongs.
Mit Loverboy veröffentlichte Reno 1985 das Album “Lovin’ Every Minute of It”, dessen Titeltrack zu einem weiteren Top-Ten-Hit wurde. Das Album “Wildside” folgte 1987, doch gegen Ende der 1980er Jahre ließ der kommerzielle Erfolg nach. Die Musiklandschaft veränderte sich, Grunge und Alternative Rock verdrängten den klassischen Arena-Rock. Loverboy legte 1988 eine Pause ein, und die Bandmitglieder verfolgten verschiedene Projekte. Mike Reno blieb jedoch der Musik treu und arbeitete an verschiedenen musikalischen Unternehmungen.
Nach einer mehrjährigen Pause kam Loverboy Mitte der 1990er Jahre zurück. 1997 erschien das Album “Six”, das erste neue Studioalbum seit einem Jahrzehnt. Obwohl es nicht an die kommerziellen Erfolge der frühen Jahre anknüpfen konnte, bewies es, dass die Band noch immer relevante Musik produzieren konnte. Mike Reno veröffentlichte 2002 sein erstes und bisher einziges Soloalbum “Renovation”, auf dem er seine musikalische Bandbreite unter Beweis stellte und verschiedene Stile erkundete.
Loverboy blieb als Live-Act aktiv und tourte regelmäßig durch Nordamerika. 2007 erschien “Just Getting Started”, gefolgt von “Rock ‘n’ Roll Revival” (2012) und “Unfinished Business” (2014). Diese Alben zeigten, dass die Band noch immer in der Lage war, soliden Rock zu produzieren, auch wenn die großen Chart-Erfolge ausblieben. Die Live-Shows blieben jedoch das Herzstück von Loverboys Aktivitäten, und Mike Reno bewies Konzert für Konzert, dass seine Stimme auch nach Jahrzehnten im Geschäft noch kraftvoll und ausdrucksstark war.
Ein tragischer Moment in der Bandgeschichte ereignete sich im November 2000, als Bassist Scott Smith bei einem Bootsunfall ums Leben kam. Sein Tod traf die Band schwer, doch sie entschieden sich, in seinem Andenken weiterzumachen. Ken “Spider” Sinnaeve übernahm den Bass und ist seitdem festes Bandmitglied. Die aktuelle Besetzung mit Mike Reno, Paul Dean, Doug Johnson, Matt Frenette und Ken Sinnaeve tourt weiterhin und hält das Erbe von Loverboy lebendig.
Die Erfolge von Mike Reno und Loverboy wurden mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. 1982 gewann die Band bei den Juno Awards sechs Preise, darunter Best Album, Best Group und Best Single für “Turn Me Loose”. Diese Auszeichnungen waren eine Anerkennung für die harte Arbeit und das Talent, das die Band in ihre Musik investiert hatte. Mehrere Alben erhielten Multi-Platin-Status, sowohl in Kanada als auch in den USA, was die enorme Popularität der Band in ihrer Hochphase unterstreicht.
2009 wurde Loverboy die höchste Ehre zuteil, die kanadische Musiker erhalten können: die Aufnahme in die Canadian Music Hall of Fame. Diese Auszeichnung würdigte nicht nur die kommerziellen Erfolge, sondern auch den nachhaltigen Einfluss, den die Band auf die kanadische und internationale Rockmusik hatte. Mike Renos Beitrag zur Musik geht weit über Verkaufszahlen hinaus – er hat eine Generation von Rockfans geprägt und inspiriert.
Heute lebt Mike Reno teils in Vancouver, British Columbia, und teils in Palm Springs, Kalifornien. Er ist ein leidenschaftlicher Autosammler und besitzt unter anderem einen seltenen 1957er Porsche Carrera Speedster. Seine Liebe zu klassischen Automobilen ist fast so groß wie seine Liebe zur Musik. In Interviews betont er regelmäßig, wie wichtig ihm die Pflege seiner Stimme ist, und nutzt moderne technische Hilfsmittel wie In-Ear-Monitore, um auch im fortgeschrittenen Alter noch Höchstleistungen auf der Bühne zu erbringen.
2022 veröffentlichte Loverboy die Single “Release”, ein Zeichen dafür, dass die Band noch immer kreativ aktiv ist. Mike Reno bleibt seinem Motto treu: “Lovin’ Every Minute of It”. Seine Karriere umspannt mehr als vier Jahrzehnte, und er hat sich als einer der großen Rocksänger seiner Generation etabliert. Ob im Internetradio, auf Streaming-Plattformen oder bei Live-Auftritten – Mike Renos Musik erreicht weiterhin Millionen von Fans weltweit und erinnert daran, warum der Arena-Rock der 1980er Jahre so zeitlos und kraftvoll ist.
Wir konnten leider keine Konzerte von Mike Reno finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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