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today28.02.2026
Das London Philharmonic Orchestra zählt seit seiner Gründung 1932 zu den renommiertesten Orchestern der Welt und begeistert mit einem außergewöhnlich breiten Repertoire von klassischen Meisterwerken bis hin zu innovativen Crossover-Projekten. Internationale Bekanntheit erlangte das Ensemble nicht nur durch seine herausragenden symphonischen Aufführungen, sondern auch durch die Mitwirkung an legendären Filmmusiken und dem weltweiten Hit “Adiemus”. Mit seiner Residenz in der Royal Festival Hall in London und über 90 Musikern aus mehr als 14 Nationen verkörpert das LPO musikalische Exzellenz auf höchstem Niveau.
| Künstlername | London Philharmonic Orchestra |
| Genre | Klassische Musik, Orchesterwerke, Crossover, Filmmusik |
| Größter Hit | Adiemus |
| Gründungsjahr | 1932 |
| Land | England, Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Musikalische Vielseitigkeit, Selbstverwaltungsmodell, internationale Besetzung |

Am 7. Oktober 1932 erklang in der Queen’s Hall in London zum ersten Mal das neu gegründete London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Sir Thomas Beecham. Der visionäre Dirigent hatte gemeinsam mit Malcolm Sargent und mit finanzieller Unterstützung des Mäzens Frédéric Alfred d’Erlanger ein Ensemble geschaffen, das von Anfang an höchste künstlerische Ansprüche verfolgte. In einer Zeit, in der London bereits über mehrere etablierte Orchester verfügte, sollte das LPO neue Maßstäbe in Qualität und internationalem Standard setzen.
Die ersten Jahre waren geprägt von ambitionierten Programmen und einer raschen Etablierung in der britischen Musiklandschaft. Beecham führte das Orchester mit seiner charakteristischen Mischung aus Autorität und künstlerischer Freiheit, was dem Ensemble schnell zu einem hervorragenden Ruf verhalf. Das Repertoire umfasste von Beginn an ein breites Spektrum von Barockmusik bis zu zeitgenössischen Werken.
Der Zweite Weltkrieg stellte das junge Orchester vor existenzielle Herausforderungen. Als sich das private Mäzenatentum zurückzog, mussten die Musiker neue Wege finden, um das Überleben des Ensembles zu sichern. In einer bemerkenswerten Initiative organisierten sie sich als selbstverwaltete Genossenschaft – ein Modell, das bis heute ein Markenzeichen des LPO geblieben ist. Diese demokratische Struktur, bei der die Musiker selbst über die Geschicke ihres Orchesters entscheiden, war für die damalige Zeit revolutionär und prägt die Identität des Ensembles bis in die Gegenwart.
In den Nachkriegsjahren erlebte das London Philharmonic Orchestra einen beeindruckenden Aufschwung. Die Zusammenarbeit mit herausragenden Dirigenten und die Wiederaufnahme internationaler Tourneen festigten seinen Ruf als eines der führenden Orchester weltweit. Besonders bedeutsam wurde 1964 die Übernahme der Residenz beim renommierten Glyndebourne Festival, wo das LPO seitdem regelmäßig für hochkarätige Opernproduktionen verantwortlich zeichnet.
Während das London Philharmonic Orchestra in der klassischen Musikwelt längst etabliert war, erreichte es 1995 ein völlig neues Publikum durch die Zusammenarbeit mit dem walisischen Komponisten Karl Jenkins. Dessen Projekt “Adiemus” verband orchestrale Klangpracht mit ethnischen Einflüssen und erfundenen Vokalisen zu einem einzigartigen musikalischen Erlebnis. Das Titelstück “Adiemus” aus dem Album “Songs of Sanctuary” wurde zu einem weltweiten Phänomen, das die Grenzen zwischen klassischer Musik, World Music und New Age aufhob.
Der kommerzielle Erfolg war beeindruckend: In Deutschland erreichte die Single Platz 6, in der Schweiz sogar Platz 4, in Österreich Platz 7. Die Besonderheit des Stücks lag in der Verwendung von Stimmen als reine Klanginstrumente ohne semantische Bedeutung – Jenkins hatte ein eigenes Vokabular erfunden, das ausschließlich dem musikalischen Ausdruck diente. Gemeinsam mit den Vokalisten Miriam Stockley und Mary Carewe schuf das LPO einen Sound, der in Werbespots, Filmen und auf Streaming-Plattformen millionenfach zu hören war.
Die Zusammenarbeit mit Jenkins erstreckte sich über mehrere Alben: “Adiemus II: Cantata Mundi” (1997), “Adiemus III: Dances of Time” (1999), “The Journey: The Best of Adiemus” (2000), “Adiemus IV: The Eternal Knot” (2001), “Adiemus Live” (2002) und “Adiemus V: Vocalise” (2003). Noch 2013 erschien mit “Adiemus – Colores” ein weiteres Album dieser erfolgreichen Reihe. Diese Projekte demonstrierten eindrucksvoll die Fähigkeit des Orchesters, sich jenseits traditioneller Grenzen zu bewegen und neue musikalische Territorien zu erschließen.
Neben dem Adiemus-Erfolg hat das London Philharmonic Orchestra auch in der Welt der Filmmusik bedeutende Spuren hinterlassen. Bereits 1962 wirkte das Ensemble an Maurice Jarres legendärem Soundtrack zu “Lawrence of Arabia” mit. In jüngerer Zeit spielte das LPO die Musik zu Peter Jacksons monumentaler “Der Herr der Ringe”-Trilogie (2001-2003) sowie zu den nachfolgenden “Der Hobbit”-Filmen (2012-2014) ein. Diese Produktionen erreichten ein Millionenpublikum weltweit und machten die Klangqualität des Orchesters auch jenseits klassischer Konzertsäle bekannt.
Die Vielseitigkeit des Ensembles zeigt sich auch in zahlreichen anderen Projekten, die von Popmusik-Arrangements bis zu experimentellen Aufnahmen reichen. Diese Offenheit für unterschiedlichste Genres hat dem LPO geholfen, auch jüngere Generationen für orchestrale Musik zu begeistern und seine Relevanz in einer sich wandelnden Medienlandschaft zu bewahren. Wer heute Internetradio oder Online Radio hört, begegnet dem Klang des London Philharmonic Orchestra in den unterschiedlichsten Kontexten.
Seit 1993 ist das London Philharmonic Orchestra Residenz-Orchester der Royal Festival Hall in London, die es sich seit 1995 mit der Philharmonia teilt. Unter der musikalischen Leitung von Principal Conductor Edward Gardner, Principal Guest Conductor Karina Canellakis und Conductor Emeritus Vladimir Jurowski setzt das Orchester seine Tradition künstlerischer Exzellenz fort. Die etwa 90 bis über 100 Musiker stammen aus mehr als 14 Nationen und repräsentieren damit die internationale Dimension des Ensembles.
Das Repertoire des LPO umfasst heute das gesamte Spektrum orchestraler Musik: von Barockwerken über die großen Symphonien Mahlers und Bruckners bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Regelmäßige internationale Tourneen führen das Orchester in die bedeutendsten Konzertsäle der Welt. Dabei bleibt das Selbstverwaltungsmodell ein zentrales Element der Orchesteridentität – die Musiker entscheiden demokratisch über Programme, Dirigenten und strategische Ausrichtung.
Neben der Konzerttätigkeit engagiert sich das LPO intensiv in Bildungsprogrammen und Community-Projekten in London. Diese Initiativen zielen darauf ab, orchestrale Musik einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und junge Menschen für klassische Musik zu begeistern. Seit 2005 betreibt das Orchester zudem ein eigenes Label, auf dem Live-Aufnahmen und Archivmaterial veröffentlicht werden.
Die Diskografie des London Philharmonic Orchestra umfasst tausende Aufnahmen für renommierte Labels wie Columbia, EMI und Decca. Von historischen Einspielungen aus den 1930er Jahren bis zu aktuellen Produktionen dokumentiert diese umfangreiche Sammlung die künstlerische Entwicklung über neun Jahrzehnte. Ob in klassischen Symphonieaufnahmen, innovativen Crossover-Projekten oder cineastischen Meisterwerken – das LPO hat sich als eines der vielseitigsten und anpassungsfähigsten Orchester der Welt etabliert, ohne dabei seine künstlerische Integrität zu kompromittieren.
Wir konnten leider keine Konzerte von London Philharmonic Orchestra finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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