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today28.02.2026
Loleatta Holloway war eine amerikanische Soul-, Disco- und Dance-Sängerin, die mit ihrer kraftvollen Stimme Musikgeschichte schrieb. Von ihren Anfängen im Gospel bis zu weltweiten Disco-Hits prägte sie mehrere Generationen und wurde zur meistgesampelten Künstlerin der Dance-Musik. Ihr Vermächtnis lebt in zahllosen Club-Klassikern und modernen Produktionen weiter.
| Künstlername | Loleatta Holloway |
| Bürgerlicher Name | Loleatta Holloway |
| Genre | Soul, Disco, Dance, Gospel, R&B |
| Größter Hit | Good Vibrations (mit Marky Mark & the Funky Bunch), Love Sensation |
| Geburtsdatum | 5. November 1946 |
| Geburtsort | Chicago, Illinois, USA |
| Wohnort | Chicago, Illinois, USA |
| Todesdatum | 21. März 2011 |
| Sterbeort | Chicago, Illinois, USA |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Skorpion |
| Markenzeichen | Kraftvolle, expressive Stimme mit großer Reichweite und emotionaler Intensität |

Loleatta Holloway wurde in Chicago geboren und wuchs in einem Umfeld auf, in dem Gospel-Musik allgegenwärtig war. Bereits mit vier Jahren stand sie in der Kirchen-Gospelgruppe ihrer Mutter, den Holloway Community Singers, vor dem Publikum. Die Kirche war nicht nur ein spiritueller Ort, sondern auch ihre erste Bühne, auf der sie lernte, mit ihrer Stimme Emotionen zu transportieren und Menschen zu berühren. Diese frühe Prägung sollte ihr gesamtes musikalisches Schaffen beeinflussen.
Als Jugendliche schloss sie sich den legendären Caravans an, einer der bedeutendsten Gospelgruppen ihrer Zeit, die von Albertina Walker geleitet wurde. In dieser Formation sang sie neben anderen späteren Stars wie Shirley Caesar und entwickelte ihre Technik weiter. Die Jahre bei den Caravans waren eine intensive Ausbildungszeit, in der sie lernte, ihre beeindruckende Stimmgewalt zu kontrollieren und einzusetzen. Nach dem Tod ihrer Mutter 1966 begann Holloway, sich auch weltlicher Musik zuzuwenden, ohne dabei ihre Gospel-Wurzeln zu verleugnen.
In den frühen 1970er Jahren lernte Loleatta den Produzenten und Manager Floyd Smith kennen, der später ihr Ehemann werden sollte. Smith erkannte ihr enormes Potenzial und verhalf ihr zu einem Plattenvertrag bei Aware Records in Atlanta. Ihr Debütalbum “Loleatta” erschien 1973 und zeigte bereits die Bandbreite ihrer stimmlichen Möglichkeiten. Doch der wirkliche Durchbruch kam 1975 mit dem Album “Cry to Me” und der gleichnamigen Single, die Platz 10 der R&B-Charts erreichte und auch in den Pop-Charts auf Platz 68 landete.
“Cry to Me” war mehr als nur ein Hit – es war eine Visitenkarte, die Holloways Fähigkeit unter Beweis stellte, tiefe Emotionen zu vermitteln. Ihre Interpretation war so intensiv und authentisch, dass Kritiker und Publikum gleichermaßen begeistert waren. Die Kombination aus ihrer Gospel-geschulten Technik und dem modernen Soul-Sound machte sie zu einer einzigartigen Stimme in der Musiklandschaft der Mitte der 1970er Jahre. Floyd Smith produzierte diese frühen Alben mit viel Gespür für ihre Stärken und schuf einen Sound, der sowohl in der Black Community als auch darüber hinaus Anklang fand.
Um 1976 wechselte Holloway zu Gold Mind, einem Sublabel von Salsoul Records, und arbeitete dort mit Produzent Norman Harris zusammen. Dieser Wechsel markierte den Beginn ihrer Disco-Phase, die sie zu einer Ikone der Tanzmusik machen sollte. Songs wie “Worn Out Broken Heart”, “Dreamin'” und “Hit and Run” wurden zu Klassikern der Disco-Ära. Besonders “Hit and Run” erreichte Platz 3 der Dance-Charts und wurde in Clubs weltweit gespielt.
Das Jahr 1980 brachte dann ihr vielleicht wichtigstes Album hervor: “Love Sensation”. Der Titeltrack wurde zur Nummer 1 der US Dance Club Play Charts und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Disco-Songs überhaupt. Die Aufnahme war legendär intensiv – Holloway sang den Song über zwei Tage hinweg etwa 29 bis 30 Mal, bis ihre Stimme vorübergehend versagte. Sie erholte sich mit unkonventionellen Methoden wie Vicks in Kaffee und lieferte schließlich eine Performance ab, die Musikgeschichte schreiben sollte. Die kraftvollen Vocals, die dramatischen Höhepunkte und die emotionale Tiefe machten “Love Sensation” zu einem zeitlosen Meisterwerk.
Loleatta Holloways Stimme wurde zur meistgesampelten in der Dance- und House-Musik. 1989 verwendete die italienische Gruppe Black Box Teile von “Love Sensation” für ihren Hit “Ride on Time”, der sechs Wochen lang die Nummer 1 in Großbritannien war. Allerdings geschah dies zunächst ohne Holloways Wissen oder Zustimmung, und sie wurde weder genannt noch bezahlt. Die daraus resultierende rechtliche Auseinandersetzung endete zwar mit einer Einigung, doch Holloway äußerte sich später frustriert darüber, dass andere mehr von ihrer Arbeit profitierten als sie selbst.
Ganz anders verlief die Zusammenarbeit 1991 mit Marky Mark and the Funky Bunch für “Good Vibrations”. Diesmal wurde sie offiziell als Featured Artist genannt und erhielt angemessene Tantiemen. Der Song wurde zu einem massiven Erfolg und erreichte Platz 1 der Billboard Hot 100 – Holloways einziger Nummer-1-Hit in den amerikanischen Pop-Charts. Ihre Vocals verliehen dem Track eine Authentizität und Energie, die entscheidend zum Erfolg beitrugen. Für viele jüngere Hörer war dies die erste Begegnung mit ihrer unverwechselbaren Stimme.
In den folgenden Jahren wurde ihre Musik immer wieder gesampelt und in neue Produktionen eingebaut. Von House-Tracks über Hip-Hop bis zu modernen Dance-Produktionen – Holloways Stimme tauchte überall auf. Ihr Einfluss auf die elektronische Tanzmusik kann kaum überschätzt werden. Viele DJs und Produzenten betrachteten ihre Vocals als das perfekte Instrument, um einem Track Seele und Emotion zu verleihen. Wer heute ein Internetradio mit Dance- oder House-Musik einschaltet, hat gute Chancen, ihre Stimme zu hören, auch wenn viele Hörer ihren Namen nicht kennen.
Die 1990er und 2000er Jahre waren für Holloway von gesundheitlichen Problemen überschattet. Sie unterzog sich mehreren Operationen, darunter ein Bypass-Eingriff, kämpfte sich aber immer wieder zurück. Trotz aller Schwierigkeiten trat sie weiterhin auf und nahm neue Musik auf. Ihre Leidenschaft für die Musik und ihre Verbindung zum Publikum ließen nie nach. Sie blieb eine gefragte Künstlerin in der Dance- und House-Szene und wurde von einer neuen Generation von Musikern und Fans entdeckt.
Im Dezember 2016, posthum, würdigte Billboard ihre Bedeutung, indem sie auf Platz 95 der “Greatest of All Time Top Dance Club Artists” gelistet wurde. Diese Anerkennung kam spät, aber sie unterstrich ihren bleibenden Einfluss auf die Tanzmusik. Loleatta Holloway hatte vier Kinder und mindestens neun Enkelkinder. Ihr Ehemann Floyd Smith war bereits in den frühen 1980er Jahren verstorben, doch sie führte sein Erbe und ihre gemeinsame musikalische Vision weiter.
Am 21. März 2011 verstarb Loleatta Holloway im Alter von 64 Jahren in ihrer Heimatstadt Chicago an Herzversagen. Ihr Tod wurde von der internationalen Musikgemeinschaft betrauert. Künstler, Produzenten und Fans würdigten eine Sängerin, die mit ihrer Stimme Generationen geprägt hatte. Ihre Musik lebt weiter – in Clubs, auf Streaming-Plattformen und in den Herzen all jener, die verstehen, was es bedeutet, mit Leidenschaft und Authentizität zu singen. Wer ihre Songs hört, spürt sofort die Kraft und Emotion, die sie in jede Note legte. Loleatta Holloway war mehr als eine Sängerin – sie war eine Stimme, die die Seele der Disco-Ära einfing und für die Ewigkeit konservierte.
Wir konnten leider keine Konzerte von Loleatta Holloway finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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