Tophits Charts & Hits
Dance Dance Hits & Classics
Evergreens Best of 60's - 00's
Rock Finest Rock Music
R&B Classics & New Vibes
Schlager Deutscher Schlager
Deutsch 100 % Deutsche Musik
80’s Nur das Beste aus den 80ern
90’s Dein 90er Throwback
2000’s Die größten Hits von 2000 bis 2009
today01.03.2026
Lindsey Buckingham ist einer der einflussreichsten Gitarristen und Songwriter des Rock, der sowohl als Mitglied von Fleetwood Mac als auch als Solokünstler Musikgeschichte schrieb. Mit seinem charakteristischen Fingerpicking-Stil und seiner experimentellen Herangehensweise an Produktion und Arrangement prägte er den Sound einer ganzen Ära. Seine Musik wird heute auf vielen Plattformen gespielt, wo Fans seine zeitlosen Kompositionen im Streaming genießen können.
| Künstlername | Lindsey Buckingham |
| Bürgerlicher Name | Lindsey Adams Buckingham |
| Genre | Rock, Pop Rock, Folk Rock |
| Größter Hit | Trouble |
| Geburtsdatum | 3. Oktober 1949 |
| Geburtsort | Palo Alto, Kalifornien, USA |
| Staatsangehörigkeit | Amerikanisch |
| Sternzeichen | Waage |
| Markenzeichen | Fingerstyle-Gitarre ohne Plektrum, experimentelle Produktionstechniken |

Lindsey Adams Buckingham wurde am 3. Oktober 1949 in Palo Alto geboren und wuchs in der wohlhabenden Gemeinde Atherton in der San Francisco Bay Area auf. Als jüngster von drei Brüdern einer sportbegeisterten Familie hatte er einen besonderen Bezug zu seinem älteren Bruder Greg, der 1968 bei den Olympischen Spielen eine Silbermedaille im Schwimmen gewann. Die Eltern Rutheda und Morris Buckingham förderten die Talente ihrer Söhne, wobei Lindsey früh seine Leidenschaft für die Musik entdeckte.
Als Autodidakt brachte sich Buckingham das Gitarrenspiel selbst bei, inspiriert von Folk-Musik, dem Banjo-Spiel und vor allem von den harmonischen Arrangements der Beach Boys. Diese frühen Einflüsse sollten seinen späteren Stil maßgeblich prägen. Bereits als Teenager war er in lokalen Bands aktiv, darunter die Fritz Rabyne Memorial Band, wo er erste Bühnenerfahrungen sammelte und seinen unverwechselbaren Fingerpicking-Stil entwickelte, der später zu seinem Markenzeichen werden sollte.
In den frühen 1970er Jahren bildete Buckingham mit der Sängerin Stevie Nicks das Duo Buckingham Nicks. Die beiden hatten sich in der Fritz Rabyne Memorial Band kennengelernt und schnell eine kreative Chemie entwickelt. 1973 veröffentlichten sie ihr selbstbetiteltes Album, das zwar von Kritikern gelobt wurde, kommerziell jedoch zunächst wenig Erfolg hatte. Trotz der enttäuschenden Verkaufszahlen zeigte das Album bereits das Potenzial der beiden Musiker und ihre Fähigkeit, eingängige Melodien mit emotionaler Tiefe zu verbinden.
Der Durchbruch kam 1974, als Mick Fleetwood, Schlagzeuger der britischen Band Fleetwood Mac, auf der Suche nach einem Ersatz für den ausscheidenden Gitarristen Bob Welch war. Fleetwood hatte das Album von Buckingham Nicks gehört und war von Buckinghams Gitarrenspiel beeindruckt. Buckingham stellte jedoch eine Bedingung: Er würde nur beitreten, wenn auch Stevie Nicks mit in die Band käme. Diese Entscheidung sollte die Musikgeschichte verändern und Fleetwood Mac zu einer der erfolgreichsten Bands aller Zeiten machen.
Mit der neuen Besetzung begann für Fleetwood Mac eine beispiellose Erfolgsphase. Das 1975 erschienene selbstbetitelte Album Fleetwood Mac markierte den Beginn dieser Ära und erreichte Platz eins der US-Charts. Doch der wahre Durchbruch kam 1977 mit dem Album Rumours, das zu einem der meistverkauften Alben aller Zeiten wurde und Buckingham als Songwriter und Produzenten etablierte. Songs wie “Go Your Own Way”, den Buckingham schrieb und sang, wurden zu Klassikern und spiegelten die turbulenten Beziehungen innerhalb der Band wider.
Buckingham war nicht nur Gitarrist und Sänger, sondern übernahm zunehmend die Rolle des musikalischen Visionärs der Band. Beim Album Tusk von 1979 experimentierte er mit unkonventionellen Produktionstechniken, Lo-Fi-Ästhetik und komplexen Arrangements, die weit über den typischen Rock-Sound hinausgingen. Obwohl das Album kommerziell nicht an den Erfolg von Rumours anknüpfen konnte, wird es heute als künstlerischer Meilenstein geschätzt. Weitere erfolgreiche Alben wie Mirage von 1982 und Tango in the Night von 1987 folgten, wobei letzteres Songs wie “Big Love” enthielt, bei dem Buckingham fast alle Instrumente selbst einspielte.
Die kreativen Spannungen innerhalb der Band, insbesondere zwischen Buckingham und Nicks, erreichten jedoch einen Höhepunkt. 1987 verließ Buckingham Fleetwood Mac, um sich vollständig seiner Solokarriere zu widmen. Diese Entscheidung war sowohl künstlerisch als auch persönlich motiviert, da er mehr Freiheit in seiner musikalischen Ausdrucksweise suchte.
Buckinghams Solokarriere hatte bereits 1981 mit dem Album Law and Order begonnen, während er noch Mitglied von Fleetwood Mac war. Die Single “Trouble” wurde sein größter Solo-Hit und erreichte Platz neun in den US-Charts sowie die Spitzenposition in Australien. Der Song zeigte seine Fähigkeit, eingängige Pop-Melodien mit rockigen Elementen zu verbinden und demonstrierte seine Vielseitigkeit als Künstler.
1984 folgte das Album Go Insane, dessen Titeltrack auf Platz 23 der US-Charts kletterte und heute auf verschiedenen Internetradio-Stationen gespielt wird. Das Album war experimenteller als sein Vorgänger und nutzte Synthesizer, Sampling und ungewöhnliche Songstrukturen. Buckingham spielte die meisten Instrumente selbst ein und produzierte das Album eigenständig, was seinen Perfektionismus und seine künstlerische Vision unterstrich. Auch der Song “Holiday Road”, der als Soundtrack zur Komödie National Lampoon’s Vacation bekannt wurde, stammt aus dieser Schaffensphase und erlangte Kultstatus.
Nach seinem Ausstieg bei Fleetwood Mac veröffentlichte Buckingham 1992 Out of the Cradle, ein Album, das seine emotionale Reife und musikalische Entwicklung widerspiegelte. Es folgten weitere Soloalben wie Under the Skin von 2006, Gift of Screws von 2008 und Seeds We Sow von 2011. Jedes dieser Werke zeigte unterschiedliche Facetten seines Könnens, von intimen akustischen Arrangements bis hin zu komplexen Studioaufnahmen. 2017 arbeitete er mit Christine McVie an einem gemeinsamen Album, das die alte Magie von Fleetwood Mac wieder aufleben ließ.
1997 kehrte Buckingham zu Fleetwood Mac zurück für die erfolgreiche The Dance Tour und das dazugehörige Live-Album. Die Wiedervereinigung wurde von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert und zeigte, dass die Chemie zwischen den Bandmitgliedern trotz aller Differenzen noch immer funktionierte. Buckingham blieb bis 2018 Mitglied der Band und trug zu weiteren Projekten bei.
Doch 2018 kam es erneut zum Bruch. Nach internen Konflikten, insbesondere mit Stevie Nicks, wurde Buckingham aus der Band entfernt. Die genauen Umstände blieben zunächst unklar, doch Buckingham verklagte später die Band wegen entgangener Einnahmen aus einer geplanten Tour. Der Konflikt verdeutlichte die anhaltenden Spannungen, die Fleetwood Mac seit Jahrzehnten prägten. Trotz dieser Auseinandersetzung würdigte Buckingham stets die gemeinsame kreative Arbeit und die Bedeutung der Band für seine Karriere.
Im Jahr 2019 musste Buckingham eine Notoperation am offenen Herzen über sich ergehen lassen, die seine Stimmbänder beschädigte. Die Operation war lebensrettend, beeinträchtigte jedoch seine Gesangsfähigkeiten. Mit beeindruckender Entschlossenheit arbeitete er an seiner Genesung und passte seine Live-Auftritte an die neuen Gegebenheiten an. 2021 veröffentlichte er ein selbstbetiteltes Album, das seine künstlerische Vitalität trotz der gesundheitlichen Rückschläge unter Beweis stellte. 2024 erschien das Box-Set 20th Century Lindsey, das seine frühen Soloalben und Raritäten aus den 1980er Jahren zusammenfasste.
Lindsey Buckingham hat die Rockmusik nachhaltig geprägt. Sein innovativer Ansatz beim Gitarrenspiel, bei dem er hauptsächlich auf das Fingerpicking ohne Plektrum setzte, inspirierte Generationen von Musikern. Seine Arbeit als Produzent und Arrangeur zeigte, dass Popmusik experimentell und künstlerisch anspruchsvoll sein kann, ohne ihre Zugänglichkeit zu verlieren. Die Kombination aus technischer Brillanz und emotionaler Tiefe macht seine Musik zeitlos.
1998 wurde Buckingham als Mitglied von Fleetwood Mac in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen, eine Anerkennung seiner Bedeutung für die Musikgeschichte. Mit der Band gewann er mehrere Grammy Awards, darunter die Auszeichnung für Rumours als Album des Jahres. Seine Solo-Arbeiten erhielten ebenfalls zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen, die seine Vielseitigkeit und sein künstlerisches Können würdigten.
Privat ist Buckingham seit etwa 2000 mit Kristen Messner verheiratet, mit der er drei Kinder hat. Obwohl es 2021 eine Scheidungsklage gab, wurde die Beziehung später repariert. Buckingham lebt in der Nähe von Los Angeles und hat in den letzten Jahren begonnen, sein Leben zu vereinfachen, indem er Immobilien verkaufte und sich auf das Wesentliche konzentrierte.
Sein musikalisches Erbe reicht weit über seine Hits hinaus. Songs wie “Go Your Own Way”, “Never Going Back Again” und “Tusk” sind fester Bestandteil der Rockgeschichte und werden auf unzähligen Online Radio-Plattformen weltweit gespielt. Buckinghams Fähigkeit, persönliche Erfahrungen in universelle musikalische Aussagen zu verwandeln, macht ihn zu einem der bedeutendsten Künstler seiner Generation. Seine Musik bleibt relevant und inspiriert weiterhin Hörer auf der ganzen Welt, die seine Werke über verschiedene Kanäle im Radio und beim Streaming entdecken.
Wir konnten leider keine Konzerte von Lindsey Buckingham finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
fingerpicking gitarre Fleetwood Mac go your own way lindsey buckingham musikproduktion experimentell pop-rock 1980er rock gitarrist rockmusik legende rumours album solokarriere lindsey buckingham
RADIOMONSTER.FM - Bei uns bist DU Musikchef!