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today01.03.2026
LeVert war eine US-amerikanische R&B-Gruppe aus Cleveland, Ohio, die in den 1980er Jahren mit ihrem unverwechselbaren Sound die Musikwelt eroberte. Die Band bestand aus den Brüdern Gerald und Sean Levert sowie ihrem Freund Marc Gordon und prägte mit Hits wie „Casanova” eine ganze Generation. Ihr harmonischer Gesang und die Mischung aus Soul und New Jack Swing machten sie zu einer der erfolgreichsten R&B-Formationen ihrer Zeit.
| Künstlername | LeVert |
| Mitglieder | Gerald Levert, Sean Levert, Marc Gordon |
| Genre | R&B, Soul, New Jack Swing |
| Größter Hit | Casanova |
| Gründungsjahr | 1983 |
| Auflösungsjahr | 1997 |
| Land | Vereinigte Staaten |

Die Geschichte von LeVert begann Mitte der 1980er Jahre in Cleveland, Ohio, einer Stadt mit reicher musikalischer Tradition. Gerald und Sean Levert wuchsen in einer außergewöhnlichen musikalischen Umgebung auf, denn ihr Vater Eddie Levert war der Leadsänger der legendären O’Jays. Diese familiäre Verbindung zur Musikindustrie prägte die beiden Brüder von Kindesbeinen an. Zusammen mit ihrem Freund Marc Gordon, geboren am 8. September 1964, beschlossen sie, ihre eigene musikalische Vision zu verwirklichen.
Gerald Edward Levert kam am 13. Juli 1966 in Canton, Ohio zur Welt und wuchs in Shaker Heights auf. Sein jüngerer Bruder Sean Edward Levert wurde am 28. September 1968 in Cleveland geboren. Die drei jungen Männer teilten nicht nur ihre Leidenschaft für Musik, sondern auch den Ehrgeiz, einen eigenen Sound zu kreieren, der sich von der klassischen Soul-Musik ihrer Vorgänger abhob. Erste Singles wie „I’m Still” erschienen 1983 auf dem kleinen Tempre Label und markierten den bescheidenen Beginn einer bemerkenswerten Karriere.
Das Jahr 1987 sollte alles verändern. Mit dem Album „The Big Throwdown” gelang LeVert der große Durchbruch, und die Lead-Single „Casanova” wurde zu einem Phänomen. Der Song erreichte Platz 1 der US R&B-Charts und kletterte sogar bis auf Platz 5 der Billboard Hot 100, was für eine R&B-Gruppe dieser Zeit eine außergewöhnliche Leistung darstellte. Auch international schlug „Casanova” ein und erreichte Platz 9 in den britischen Charts.
Was „Casanova” so besonders machte, war die perfekte Verschmelzung verschiedener Stilelemente. Die harmonischen Vocals der drei Sänger, kombiniert mit modernen Produktionstechniken des New Jack Swing, schufen einen Sound, der sowohl in urbanen Radiostationen als auch im Mainstream funktionierte. Der Song wurde nicht nur kommerziell erfolgreich, sondern beeinflusste nachhaltig die Entwicklung des zeitgenössischen R&B. Sogar Brass Bands in New Orleans nahmen den Titel später in ihr Repertoire auf, was die weitreichende kulturelle Bedeutung des Songs unterstreicht.
Die Auszeichnungen ließen nicht lange auf sich warten. Bei den Soul Train Music Awards 1988 gewann LeVert sowohl für das beste R&B-Album einer Gruppe oder Band als auch für die beste Single einer Gruppe. Zudem erhielt „Casanova” eine Grammy-Nominierung in der Kategorie Best R&B Performance by a Duo or Group With Vocals. Das Album „The Big Throwdown” wurde mit Gold ausgezeichnet und etablierte LeVert endgültig als eine der führenden R&B-Formationen der späten 1980er Jahre.
Nach dem Erfolg von „Casanova” bewies LeVert, dass sie mehr zu bieten hatten als nur einen Hit. Die Gruppe veröffentlichte eine beeindruckende Reihe erfolgreicher Singles, die regelmäßig die R&B-Charts dominierten. „(Pop, Pop, Pop, Pop) Goes My Mind” erreichte ebenfalls die Spitze der R&B-Charts, gefolgt von weiteren Top-Hits wie „My Forever Love” und „Sweet Sensation”, die beide in die Top 5 einzogen.
Das 1988 erschienene Album „Just Coolin'” setzte die Erfolgsgeschichte fort und brachte weitere Nummer-eins-Hits hervor. Besonders bemerkenswert war die Kollaboration mit dem Rapper Heavy D bei dem gleichnamigen Titelsong, der die Spitze der R&B-Charts erreichte. Auch „Addicted to You” wurde ein weiterer Nummer-eins-Hit und zeigte die Vielseitigkeit der Gruppe. LeVert verstand es meisterhaft, romantische Balladen mit uptempo-R&B-Nummern zu kombinieren und dabei stets ihre charakteristische Klangidentität zu bewahren.
Die Gruppe war nicht nur musikalisch erfolgreich, sondern engagierte sich auch in der Förderung anderer Künstler. LeVert half dabei, Gruppen wie The Rude Boys, Men at Large und 1 of the Girls zu etablieren und trug so zur Entwicklung der R&B-Szene bei. Zwischen 1985 und 1997 veröffentlichte die Band insgesamt sieben Studioalben, darunter „Bloodline” (1986), „Rope a Dope Style” (1990), „For Real Tho'” (1993) und „The Whole Scenario” (1997). Wer heute Internetradio hört und auf klassische R&B-Sender einschaltet, wird unweigerlich auf die zeitlosen Hits von LeVert stoßen.
In den 1990er Jahren begann Gerald Levert zunehmend, seine Zeit zwischen der Gruppe und seiner Solokarriere aufzuteilen. Seine außergewöhnliche Stimme und sein Talent als Songwriter machten ihn zu einem gefragten Solokünstler. Er wurde später auch Mitglied der R&B-Supergroup LSG, die er zusammen mit Keith Sweat und Johnny Gill bildete. Diese Parallelaktivitäten bedeuteten jedoch nicht das sofortige Ende von LeVert, sondern zeigten vielmehr die künstlerische Entwicklung und Vielseitigkeit der Bandmitglieder.
Um 1997 löste sich LeVert schließlich auf, nachdem die Gruppe über ein Jahrzehnt lang die R&B-Landschaft geprägt hatte. Die musikalischen Beiträge zu Soundtracks, zahlreiche Fernsehauftritte und die starke Präsenz im urbanen Radio hatten LeVert zu einer Institution gemacht. Ihr Markenzeichen blieb stets die Kombination aus harmonischen Vocals, die deutlich den Einfluss ihres Vaters Eddie Levert und der klassischen Soul-Tradition zeigten, mit den modernen Produktionstechniken der 1980er und 1990er Jahre.
Die Geschichte von LeVert nahm eine tragische Wendung, als beide Levert-Brüder unerwartet und viel zu früh verstarben. Gerald Levert, der drei Kinder hinterließ, starb am 10. November 2006 in Cleveland, Ohio, im Alter von nur 40 Jahren. Die Umstände seines Todes standen im Zusammenhang mit Medikamenten und medizinischen Komplikationen. Nur etwa anderthalb Jahre später, am 30. März 2008, verstarb auch sein jüngerer Bruder Sean Levert in Cleveland. Sean hinterließ sechs Kinder. Diese doppelte Tragödie erschütterte die R&B-Gemeinschaft zutiefst und bedeutete das endgültige Ende jeglicher Reunion-Hoffnungen.
Trotz dieser tragischen Ereignisse bleibt das musikalische Erbe von LeVert lebendig. Ihre Songs werden weiterhin im Radio gespielt und von neuen Generationen entdeckt, die über Streaming-Dienste und Online Radio Zugang zur Musik der 1980er und 1990er Jahre finden. Die Gruppe prägte nicht nur den Sound einer Ära, sondern beeinflusste auch zahlreiche nachfolgende R&B-Künstler. Die Kombination aus familiärer Soul-Tradition und innovativen New Jack Swing-Elementen schuf einen unverwechselbaren Stil, der bis heute Bestand hat.
Marc Gordon, das dritte Mitglied der ursprünglichen Formation, zog sich nach der Auflösung der Gruppe weitgehend aus dem Rampenlicht zurück. Die Musik von LeVert jedoch bleibt ein fester Bestandteil der R&B-Geschichte und ein Zeugnis für die kreative Kraft dreier junger Männer aus Cleveland, die mit Leidenschaft und Talent eine unvergessliche musikalische Ära mitgestalteten. Ihre mehrfachen Gold-Zertifizierungen, Soul Train Music Awards und Grammy-Nominierungen sind nur einige der Belege für ihren außergewöhnlichen Beitrag zur Musikgeschichte.
Wir konnten leider keine Konzerte von Levert finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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