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today28.02.2026
Kasabian sind eine der prägendsten britischen Rockbands der 2000er Jahre, die mit ihrer Mischung aus rohen Gitarrenriffs und elektronischen Beats die Indie-Rock-Szene revolutioniert haben. Seit ihrer Gründung 1997 in Leicester haben sie zahlreiche Chartplatzierungen erzielt und sich als unverzichtbare Live-Act etabliert. Mit Hits wie „Fire” und „Club Foot” haben sie sich einen festen Platz in der modernen Rockgeschichte gesichert.
| Künstlername | Kasabian |
| Mitglieder | Sergio Pizzorno, Chris Edwards, Ian Matthews, Tim Carter |
| Genre | Indie-Rock, Alternative Rock, Electronic Rock |
| Größter Hit | Fire |
| Gründungsjahr | 1997 |
| Land | England, Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Mischung aus harten Gitarrenriffs und elektronischen Beats, stadiontaugliche Songs |

Die Geschichte von Kasabian beginnt 1997 in der mittelenglischen Stadt Leicester, wo sich Tom Meighan, Sergio Pizzorno, Chris Karloff und Chris Edwards zusammenfanden. Zunächst nannten sie sich „Saracuse”, doch schon bald entschieden sie sich für den markanten Namen Kasabian. Die Namensgebung war alles andere als gewöhnlich: Sie ließen sich von Linda Kasabian inspirieren, einem Mitglied der berüchtigten Manson Family, deren Geschichte Gitarrist Karloff in einem Buch über Charles Manson entdeckt hatte. Gleichzeitig spielt der Name auf das armenische Wort für „Fleischer” an, was der Band eine gewisse düstere Mystik verlieh.
Die jungen Musiker aus Leicester verbrachten die späten 1990er Jahre damit, ihren Sound zu entwickeln und erste Demo-EPs aufzunehmen. Sie experimentierten mit verschiedenen Einflüssen, von klassischem Britpop über psychedelischen Rock bis hin zu elektronischen Elementen. Diese Mischung sollte später zu ihrem Markenzeichen werden. In den kleinen Clubs und Pubs von Leicester feilten sie an ihrer Live-Performance und bauten sich eine erste treue Fangemeinde auf.
Der große Durchbruch kam für Kasabian im Jahr 2004 mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum. Singles wie „Processed Beats” und „Reason Is Treason” machten die Musikwelt auf die Band aufmerksam, doch es war „Club Foot”, das sie wirklich in den Fokus rückte. Der Song mit seinem unverwechselbaren Gitarrenriff und dem treibenden Beat wurde zu einer Hymne der britischen Indie-Szene. Das Debütalbum erreichte Platz 4 in den britischen Charts und etablierte Kasabian als eine der vielversprechendsten neuen Bands des Jahrzehnts.
Bereits zwei Jahre später, 2006, legten sie mit „Empire” nach. Dieses zweite Album zeigte eine reifere Band mit einem noch stärker ausgeprägten Rock-Sound. Die gleichnamige Single „Empire” erreichte Platz 9 in den UK-Charts, während „Shoot the Runner” ebenfalls erfolgreich war. Das Album festigte ihren Ruf als Live-Band, die Stadien füllen konnte. Ihre energiegeladenen Auftritte und die Fähigkeit, das Publikum mitzureißen, machten sie zu einem festen Bestandteil der großen Festival-Line-ups in ganz Europa.
Doch 2006 gab es auch einen Rückschlag: Chris Karloff, eines der Gründungsmitglieder, verließ die Band. Trotz dieses Verlusts machten Kasabian weiter und wurden sogar noch erfolgreicher. Ian Matthews, der bereits seit etwa 2005 als Schlagzeuger dabei war, wurde zum festen Bestandteil der Band.
Mit „West Ryder Pauper Lunatic Asylum” aus dem Jahr 2009 wagten Kasabian einen mutigen Schritt in Richtung experimentellerer und psychedelischerer Klänge. Das Album war ein kommerzieller Triumph und erreichte Platz 1 in den britischen Charts. Die Single „Fire” wurde zu ihrem größten Hit und kletterte auf Platz 3 der UK-Singles-Charts. Mit seinem eingängigen Refrain und der perfekten Mischung aus Rock und elektronischen Elementen wurde „Fire” zu einem der meistgespielten Songs in britischen Internetradio-Streams und auf Festivals weltweit. Auch „Underdog” aus demselben Album entwickelte sich zu einem Fanliebling, obwohl es in den Charts weniger erfolgreich war.
Der Erfolg setzte sich fort: „Velociraptor!” (2011) und „48:13″ (2014) erreichten beide die Spitze der britischen Albumcharts. Besonders „48:13″ war bemerkenswert, da es fast vollständig von Sergio Pizzorno produziert wurde, der sich zunehmend als kreativer Motor der Band etablierte. Das Album zeigte eine Band, die sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhte, sondern ständig nach neuen Sounds und Ausdrucksformen suchte.
2017 folgte „For Crying Out Loud” mit der Single „You’re in Love with a Psycho”, die zwar nur Platz 62 erreichte, aber dennoch ein beliebter Song bei den Fans wurde. Die Band hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Auszeichnungen gewonnen, darunter den Brit Award 2010 für die beste britische Gruppe und mehrere Q Awards und NME Awards für ihre Live-Performances.
Das Jahr 2020 markierte einen dramatischen Wendepunkt in der Geschichte von Kasabian. Tom Meighan, der charismatische Leadsänger seit Gründung der Band, verließ die Gruppe unter schwierigen Umständen. Für viele Fans war es unvorstellbar, dass Kasabian ohne Meighans markante Stimme weitermachen könnten. Doch Sergio Pizzorno übernahm nicht nur die Rolle des Leadsängers, sondern führte die Band in eine neue Ära.
Der Übergang verlief erstaunlich reibungslos. Pizzorno, der bereits seit Jahren der Hauptsongwriter und kreative Kopf der Band war, bewies, dass er auch als Frontmann überzeugen konnte. 2022 erschien „The Alchemist’s Euphoria”, das erste Album mit Pizzorno als Leadsänger. Es war ein Statement: Kasabian waren zurück und klangen frischer denn je. Das Album wurde von Kritikern gelobt und zeigte, dass die Band auch ohne ihr ursprüngliches Gesicht relevant bleiben konnte.
2024 folgte „Happenings”, das erneut Platz 1 in den britischen Charts erreichte. Tim Carter, der seit Jahren als Live-Gitarrist mit der Band tourte, wurde 2021 offiziell zum Mitglied ernannt und bereicherte den Sound mit zusätzlichen Gitarren-Texturen. Die aktuelle Besetzung mit Pizzorno, Edwards, Matthews und Carter bewies, dass Kasabian auch nach fast drei Jahrzehnten noch immer eine der spannendsten Live-Bands Großbritanniens sind.
Im Februar 2026 überraschten Kasabian ihre Fans mit einer unerwarteten Kollaboration: Gemeinsam mit dem schottischen DJ und Produzenten Calvin Harris veröffentlichten sie die Single „Release The Pressure”. Diese Zusammenarbeit markierte einen interessanten Schritt für die Band, die ihre Rock-Wurzeln mit moderner elektronischer Popproduktion verband. Der Song erreichte Platz 30 in den britischen Charts und wurde in verschiedenen Formaten veröffentlicht, sowohl physisch als auch digital, mit unterschiedlichen Versionen und Remixen.
„Release The Pressure” zeigt, dass Kasabian auch nach fast 30 Jahren Bandgeschichte nicht aufgehört haben zu experimentieren. Die Verbindung ihrer charakteristischen Gitarrenarbeit mit Harris’ elektronischen Produktionstechniken schuf einen Sound, der sowohl alte Fans ansprach als auch eine neue Generation von Hörern erreichte. Für Frühjahr 2026 kündigten sie ihr neues Album „Act III” an, das weitere Überraschungen verspricht.
Die Band hat sich über die Jahre einen Ruf als Innovatoren erarbeitet, die die Grenzen zwischen Rock, Electronic und Alternative verwischen. Ihre Musik findet sich nicht nur auf klassischen Radiosendern, sondern auch in zahlreichen Streaming-Playlists und wird von DJs in Clubs weltweit gespielt. Diese Vielseitigkeit hat Kasabian zu einer der langlebigsten britischen Bands ihrer Generation gemacht.
Mit mehreren Nummer-1-Alben, unzähligen ausverkauften Tourneen und einer beeindruckenden Sammlung von Auszeichnungen haben Kasabian bewiesen, dass sie mehr sind als nur eine weitere Indie-Rock-Band der 2000er Jahre. Sie haben sich ständig neu erfunden, ohne dabei ihre Identität zu verlieren, und bleiben eine feste Größe in der britischen Musiklandschaft. Ihre Fähigkeit, sowohl intime Club-Shows als auch riesige Stadionkonzerte zu spielen, macht sie zu einer der vielseitigsten Live-Acts ihrer Zeit.
Wir konnten leider keine Konzerte von Kasabian finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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