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today27.03.2026
Jungle ist ein britisches Musikprojekt aus London, das 2013 von den Jugendfreunden Josh Lloyd-Watson und Tom McFarland gegründet wurde. Die Band verbindet Neo-Soul, Funk und Nu-Disco mit einer einzigartigen visuellen Ästhetik und hat sich durch innovative Musikvideos und mitreißende Live-Performances einen Namen gemacht. Mit ihrem charakteristischen Falsettgesang und tanzbaren Grooves haben sie sich als eine der spannendsten Acts der modernen Soul-Szene etabliert.
| Künstlername | Jungle |
| Mitglieder | Josh Lloyd-Watson, Tom McFarland, Lydia Kitto |
| Genre | Neo-Soul, Funk, Nu-Disco |
| Größter Hit | Back on 74 |
| Gründungsjahr | 2013 |
| Land | Großbritannien |
| Markenzeichen | Aufwendige One-Shot-Musikvideos, Falsettgesang, choreografierte Tanzperformances |
Josh Lloyd-Watson und Tom McFarland kannten sich bereits aus Kindertagen, als sie gemeinsam in Shepherds Bush, einem lebendigen Stadtteil im Westen Londons, aufwuchsen. Beide besuchten die Latymer Upper School und teilten schon früh ihre Leidenschaft für Musik. Bevor Jungle das Licht der Welt erblickte, experimentierten die beiden in der kurzlebigen Band Born Blonde, die 2012 ein Album veröffentlichte, aber nicht den gewünschten Durchbruch schaffte. Diese Erfahrung sollte sich jedoch als wertvoll erweisen, denn sie lehrte die beiden jungen Musiker wichtige Lektionen über Kreativität, Authentizität und die Bedeutung einer starken visuellen Identität.
Als sie 2013 Jungle gründeten, wählten sie bewusst einen anderen Ansatz. Statt ihre eigenen Persönlichkeiten in den Vordergrund zu stellen, konzentrierten sie sich auf die Kunst selbst. Anfangs traten sie anonym als “J” und “T” auf und ließen ihre Musik und ihre außergewöhnlichen Musikvideos für sich sprechen. Diese Strategie erwies sich als genial, denn sie erzeugte eine mysteriöse Aura um das Projekt und lenkte die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche: den Sound und die visuelle Ästhetik.
Ende 2013 veröffentlichte Jungle ihre ersten Singles “Platoon” und “The Heat”, die sofort Aufmerksamkeit erregten. Die Musikwelt wurde aufmerksam auf diesen frischen Sound, der Elemente aus Soul, Funk und elektronischer Musik zu etwas völlig Neuem verschmolz. Die BBC nahm Jungle in ihre prestigeträchtige “Sound of 2014”-Liste auf, was die Erwartungen an das kommende Debütalbum noch weiter steigerte.
Im Sommer 2014 erschien dann das selbstbetitelte Debütalbum “Jungle”, das alle Erwartungen übertraf. Der Song “Busy Earnin'” entwickelte sich zum Durchbruchshit und wurde nicht nur in zahlreichen Internetradio-Stationen gespielt, sondern fand auch Verwendung in Videospielen wie FIFA 15. Das Album schaffte es auf die Shortlist des renommierten Mercury Prize und katapultierte Jungle in die erste Liga der britischen Musikszene. Die Band tourte unermüdlich, spielte beim South by Southwest Festival in Texas und begeisterte die Massen bei den legendären Reading & Leeds Festivals.
Was Jungle von anderen Bands unterschied, war ihre kompromisslose Vision. Jedes Musikvideo war ein kleines Kunstwerk für sich, oft als One-Shot gedreht und mit beeindruckenden Choreografien versehen. Die visuelle Komponente war kein nachträglicher Gedanke, sondern integraler Bestandteil ihrer künstlerischen Identität. Diese Herangehensweise sollte zum Markenzeichen von Jungle werden und sie von der Masse abheben.
Nach dem Erfolg des Debüts ließen sich Lloyd-Watson und McFarland Zeit für das zweite Album. 2018 erschien “For Ever”, das den Sound von Jungle weiterentwickelte und verfeinerte. Singles wie “Happy Man” und “House in LA” zeigten eine reifere, aber nicht weniger tanzbare Seite der Band. Die Live-Shows wurden noch aufwendiger, mit einer erweiterten Besetzung von Musikern und Tänzern, die die Songs zum Leben erweckten.
Drei Jahre später, 2021, markierte das dritte Album “Loving in Stereo” einen wichtigen Meilenstein: Jungle veröffentlichte es über ihr eigenes Label Caiola, was ihnen noch mehr kreative Freiheit verschaffte. Das Album enthielt Kollaborationen mit Künstlern wie Bas und Priya Ragu und zeigte, dass Jungle bereit waren, neue musikalische Territorien zu erkunden, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen. Die Streaming-Zahlen auf verschiedenen Online Radio Plattformen bestätigten, dass ihre Musik weiterhin ein breites Publikum erreichte.
Das Jahr 2023 brachte bedeutende Veränderungen für Jungle. Mit dem vierten Album “Volcano” wurde Lydia Kitto, die bereits seit Jahren eng mit der Band zusammengearbeitet hatte, offiziell als festes Bandmitglied vorgestellt. Ihre Stimme und ihr kreativer Input hatten schon zuvor die Musik von Jungle bereichert, aber nun war sie vollwertiger Teil des Kernteams. Diese Erweiterung brachte neue Dimensionen in den Sound der Band und eröffnete frische kreative Möglichkeiten.
Der Song “Back on 74” vom “Volcano”-Album wurde zu einem viralen Phänomen, besonders auf TikTok. Die eingängige Melodie und der unwiderstehliche Groove eroberten die Charts und erreichten Top-40-Platzierungen in Großbritannien und Neuseeland. Der Track fand sogar seinen Weg in die Gaming-Welt und wurde für Emotes in Fortnite adaptiert, was Jungle einer noch jüngeren Generation von Fans näherbrachte. Der Erfolg wurde 2024 mit einem Brit Award in der Kategorie “British Group” gekrönt – eine verdiente Anerkennung für Jahre harter Arbeit und künstlerischer Innovation.
Die musikalische DNA von Jungle ist eine faszinierende Mischung aus verschiedenen Einflüssen. Der charakteristische Falsettgesang, der sich durch viele ihrer Songs zieht, erinnert an Soul-Legenden der Siebziger, während die rhythmischen Grooves und die Produktion klar in der Gegenwart verankert sind. Neo-Soul, Funk und Nu-Disco verschmelzen zu einem Sound, der sowohl nostalgisch als auch zukunftsweisend klingt. Diese Balance zwischen Vergangenheit und Gegenwart macht ihre Musik so zeitlos und vielseitig einsetzbar, sei es im Radio, beim Streaming oder in Live-Performances.
Der neuere Song “Let’s Go Back” aus dem Jahr 2024 zeigt, dass Jungle weiterhin experimentierfreudig bleiben. Der Track erreichte Platz 80 in den offiziellen UK Singles Charts und demonstriert die neue Dynamik, die Lydia Kitto als vollwertiges Mitglied in die Band einbringt. Die Touring-Besetzung mit Musikern wie George Day, Geo Jordan und Will Fry sorgt dafür, dass die Live-Shows von Jungle weiterhin spektakuläre Ereignisse bleiben, bei denen Musik und Performance zu einer Einheit verschmelzen.
Was Jungle über die Jahre hinweg auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln, ohne ihre Identität zu verlieren. Von den anonymen Anfängen als “J” und “T” bis zur heutigen Formation mit Lydia Kitto haben sie stets ihre künstlerische Vision bewahrt. Ihre Musik wird nicht nur auf unzähligen Webradio-Sendern gespielt, sondern findet auch Verwendung in Fernsehserien, Werbung und Videospielen. Diese Vielseitigkeit und Qualität hat Jungle zu einer der einflussreichsten britischen Bands ihrer Generation gemacht – eine Band, die beweist, dass Innovation und Tanzbarkeitkeit keine Gegensätze sein müssen.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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