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today28.02.2026
Jermaine Stewart war ein US-amerikanischer Sänger, Tänzer und Performer, der in den 1980er Jahren mit seinem unverwechselbaren Mix aus Pop, R&B und Dance-Musik internationale Erfolge feierte. Sein größter Hit “We Don’t Have to Take Our Clothes Off” wurde 1986 zur Hymne einer Generation und machte ihn weltweit bekannt. Mit seiner charismatischen Bühnenpräsenz und seiner eingängigen Musik hinterließ Stewart einen bleibenden Eindruck in der Popkultur.
| Künstlername | Jermaine Stewart |
| Bürgerlicher Name | William Jermaine Stewart |
| Genre | R&B, Pop, Soul, Funk, Dance-Pop |
| Größter Hit | We Don’t Have to Take Our Clothes Off |
| Geburtsdatum | 7. September 1957 |
| Geburtsort | Columbus, Ohio, USA |
| Todesdatum | 17. März 1997 |
| Sterbeort | Homewood, Illinois, USA |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Jungfrau |

William Jermaine Stewart wurde am 7. September 1957 in Columbus, Ohio geboren. Er wuchs in einer musikalischen Familie auf, zusammen mit seinen Geschwistern Eugene Jr., Sondra, Leandra und Norma. Seine Eltern Eugene und Ethel Stewart erkannten früh das Talent ihres Sohnes für Musik und Tanz. Als die Familie 1972 nach Chicago zog, eröffneten sich für den jungen Jermaine neue Möglichkeiten. An der Paul Robeson High School, die er etwa 1975 abschloss, vertiefte er seine Leidenschaft für Performance und Unterhaltung.
Schon in seiner Jugend zeigte Stewart ein außergewöhnliches Talent für Tanz und Gesang. Er träumte davon, auf großen Bühnen zu stehen und sein Publikum zu begeistern. Diese frühen Jahre in Chicago prägten seinen künstlerischen Stil und legten den Grundstein für seine spätere Karriere. Die pulsierende Musikszene der Stadt bot ihm zahlreiche Gelegenheiten, seine Fähigkeiten zu entwickeln und erste Erfahrungen zu sammeln.
Stewarts erste große Chance kam, als er als Tänzer in der legendären US-Show Soul Train auftrat. Diese Plattform war in den 1970er und frühen 1980er Jahren das Sprungbrett für viele afroamerikanische Künstler. Dort lernte er wichtige Persönlichkeiten der Musikszene kennen, darunter Jody Watley und Jeffrey Daniel. Diese Kontakte sollten sich als entscheidend für seine weitere Karriere erweisen.
Stewart bewarb sich als Sänger bei der erfolgreichen Gruppe Shalamar, wurde jedoch nicht als Mitglied aufgenommen. Dennoch tourte er mit der Band als Tänzer und Background-Sänger, was ihm wertvolle Bühnenerfahrung verschaffte. Diese Zeit war prägend für seine Entwicklung als Performer. Er lernte, wie man ein Publikum fesselt und eine Show zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.
Durch seine Arbeit mit Shalamar kam Stewart nach London, wo er Mikey Craig von Culture Club kennenlernte. Craig erkannte Stewarts Potenzial als Solokünstler und half ihm, ein Demo aufzunehmen. Dieses Demo führte schließlich zu einem Plattenvertrag mit Arista Records, einem der bedeutendsten Labels der damaligen Zeit. Damit begann Stewarts Karriere als Solokünstler richtig Fahrt aufzunehmen.
Sein Debütalbum “The Word Is Out” erschien 1984 und brachte ihm ersten Erfolg, besonders in den USA. Die gleichnamige Single erreichte Platz 41 in den US Hot 100 und zeigte, dass Stewart das Zeug zum Star hatte. Doch der wirkliche Durchbruch sollte zwei Jahre später kommen. 1986 veröffentlichte er sein zweites Studioalbum “Frantic Romantic”, das sein Leben für immer verändern sollte.
Die Single “We Don’t Have to Take Our Clothes Off” wurde zu einem weltweiten Phänomen. Der Song erreichte Platz 5 in den USA und Platz 2 in Großbritannien. In zahlreichen anderen Ländern schaffte er es ebenfalls in die Top 10. Die Botschaft des Liedes war besonders in der Zeit der HIV-Krise relevant und traf einen Nerv. Stewart sang über Intimität ohne körperliche Nähe, was damals eine wichtige gesellschaftliche Aussage war. Das Album verkaufte sich über eine Million Mal und machte Stewart zu einem internationalen Star.
Ein weiterer Hit vom Album war “Jody”, eine Hommage an seine Freundin und Kollegin Jody Watley. Der Song erreichte Platz 42 in den USA und Platz 18 in den R&B-Charts. Stewarts charakteristische Stimme und seine tanzbare Musik machten ihn zu einem festen Bestandteil der Radiolandschaft der 1980er Jahre. Viele Internetradio-Sender und Streaming-Dienste spielen seine Hits noch heute regelmäßig.
Nach dem Erfolg von “Frantic Romantic” veröffentlichte Stewart 1988 das Album “Say It Again”. Die gleichnamige Single wurde erneut ein Hit und erreichte Platz 27 in den USA und Platz 7 in Großbritannien. Weitere Singles wie “Get Lucky” und “Don’t Talk Dirty to Me” folgten und zeigten Stewarts Vielseitigkeit als Künstler. Er experimentierte mit verschiedenen Sounds und blieb dabei seinem charakteristischen Stil treu.
1989 erschien sein viertes Studioalbum “What Becomes a Legend Most”. Obwohl es nicht an die Erfolge der Vorgänger anknüpfen konnte, enthielt es dennoch interessante Tracks wie “Is It Really Love?” und “Tren de Amor”. Stewart versuchte, sich musikalisch weiterzuentwickeln und neue Wege zu gehen. Die Musiklandschaft hatte sich jedoch verändert, und der Sound der späten 1980er Jahre war einem neuen Jahrzehnt gewichen.
Stewart lebte abwechselnd in Chicago, London und Los Angeles, was seine internationale Karriere widerspiegelte. Er arbeitete mit verschiedenen Produzenten und Songwritern zusammen und versuchte, seinen Platz in der sich wandelnden Musikindustrie zu behaupten. Seine Bühnenpräsenz blieb beeindruckend, und er war bekannt für seine energiegeladenen Auftritte, die Gesang und Tanz perfekt miteinander verbanden.
Zu Beginn der 1990er Jahre versuchte Stewart ein Comeback. 1992 nahm er das Album “Set Me Free” auf, doch Reprise Records zog die Veröffentlichung zurück. Nur die gleichnamige Single erschien, hatte aber keinen kommerziellen Erfolg. Diese Enttäuschung war ein schwerer Schlag für Stewart, der sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückzog. Er kehrte nach Chicago zurück, wo er seine letzten Jahre verbrachte.
Jermaine Stewart starb am 17. März 1997 im Alter von nur 39 Jahren in Homewood, Illinois an den Folgen von AIDS-bedingtem Leberkrebs. Sein Tod war ein großer Verlust für die Musikwelt. Stewart war offen schwul und Teil der LGBTQ-Community, zu einer Zeit, als dies noch mit erheblichen gesellschaftlichen Herausforderungen verbunden war. Sein Mut und seine Offenheit machten ihn zu einem Vorbild für viele.
Über 17 Jahre lang blieb sein Grab ohne Grabstein, bis 2014 ein anonymer Fan einen Gedenkstein aufstellen ließ. Diese Geste zeigte, wie sehr Stewart auch Jahre nach seinem Tod noch geschätzt wurde. 2005 erschien das Tributalbum “Attention: A Tribute to Jermaine Stewart” mit unveröffentlichten Songs und B-Seiten, das seinen Fans ermöglichte, mehr von seiner Musik zu entdecken.
Stewarts Einfluss auf die Popkultur ist bis heute spürbar. “We Don’t Have to Take Our Clothes Off” wurde in Werbung, Filmen und Fernsehserien verwendet und von verschiedenen Künstlern gecovert, unter anderem von Gym Class Heroes. Der Song läuft regelmäßig im Radio und auf Online-Streaming-Plattformen, wo neue Generationen seine Musik entdecken können. Seine Kombination aus eingängigen Melodien, tanzbaren Rhythmen und positiven Botschaften hat die Zeit überdauert.
Jermaine Stewart verkörperte den Geist der 1980er Jahre mit seiner bunten, optimistischen Musik und seiner charismatischen Persönlichkeit. Er war mehr als nur ein One-Hit-Wonder – er war ein talentierter Künstler, der Grenzen überschritt und Menschen mit seiner Musik berührte. Sein Vermächtnis lebt in seinen Liedern weiter, die noch immer Tanzflächen füllen und Menschen zum Lächeln bringen. Stewart bleibt eine Ikone der 80er Jahre und ein Symbol für Kreativität, Mut und die zeitlose Kraft der Popmusik.
Wir konnten leider keine Konzerte von Jermaine Stewart finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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