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today28.02.2026
Jason Nevins ist ein US-amerikanischer DJ, Produzent und Remixer, der Ende der 1990er Jahre mit seinem legendären Remix von Run-DMCs “It’s Like That” weltweite Berühmtheit erlangte. Der in Los Angeles geborene Künstler hat sich durch seine Fähigkeit ausgezeichnet, Hip-Hop-Klassiker mit energiegeladenen Dance-Beats zu verbinden und damit neue musikalische Maßstäbe zu setzen. Seine vielseitigen Produktionen reichen von House und Big Beat bis hin zu Pop und Country-Remixen.
| Künstlername | Jason Nevins |
| Bürgerlicher Name | Jason Nevins |
| Genre | House, Dance, Big Beat, Hip Hop, Pop |
| Größter Hit | It’s Like That (Run-DMC vs Jason Nevins) |
| Geburtsdatum | 15. Dezember 1972 |
| Geburtsort | Los Angeles, Kalifornien, USA |
| Staatsangehörigkeit | US-amerikanisch |
| Sternzeichen | Schütze |
| Markenzeichen | Remixe klassischer Hip-Hop-Hits mit Dance-Beats, energische Rock-Elemente in Club-Tracks |

Die Geschichte von Jason Nevins’ kometenhaftem Aufstieg ist untrennbar mit einem der erfolgreichsten Remixe der Musikgeschichte verbunden. Als er 1997 den Run-DMC-Klassiker “It’s Like That” aus dem Jahr 1983 in seinem Studio neu interpretierte, konnte niemand ahnen, welche Welle er damit auslösen würde. Der Remix kombinierte den originalen Hip-Hop-Flow mit treibenden House-Beats und einem unwiderstehlichen Groove, der sowohl in Clubs als auch im Mainstream funktionierte. Der Track eroberte 1998 die Charts im Sturm und erreichte in zahlreichen Ländern die Spitzenposition, darunter Großbritannien, Deutschland, Norwegen, Finnland und die Schweiz.
Besonders bemerkenswert war der Erfolg in Großbritannien, wo “It’s Like That” sechs Wochen lang die Nummer eins hielt und damit sogar die bis dahin ungeschlagene Serie der Spice Girls beendete. Deren Single “Stop” musste sich dem Nevins-Remix geschlagen geben. Der Song entwickelte sich zu einer der meistverkauften Singles des Jahres 1998 weltweit und katapultierte Jason Nevins von einem aufstrebenden Produzenten zu einem international gefragten Remixer. Die Zusammenarbeit mit Run-DMC bewies, dass Hip-Hop-Klassiker durch moderne elektronische Produktion ein völlig neues Publikum erreichen konnten, ohne ihre ursprüngliche Essenz zu verlieren.
Jason Nevins begann seine Karriere Anfang der 1990er Jahre als DJ und Produzent in der elektronischen Musikszene. Bereits 1993 veröffentlichte er sein erstes Album “Red/Green CD”, das seine frühen Experimente mit verschiedenen elektronischen Stilen dokumentierte. In dieser Phase entwickelte er seinen charakteristischen Sound, der Hip-Hop-Elemente mit House-Musik und Dance-Beats verband. Seine Arbeit als DJ in verschiedenen Clubs half ihm, ein Gespür dafür zu entwickeln, was auf der Tanzfläche funktioniert und wie man klassische Tracks für ein modernes Publikum neu interpretieren kann.
Die Jahre vor seinem großen Durchbruch nutzte Nevins intensiv, um sein Handwerk zu perfektionieren und Kontakte in der Musikindustrie zu knüpfen. Er arbeitete an verschiedenen Remixprojekten und baute sich einen Ruf als kreativer und technisch versierter Produzent auf. Seine Fähigkeit, unterschiedliche musikalische Genres zu verstehen und miteinander zu verschmelzen, wurde zu seinem Markenzeichen. Diese Vielseitigkeit sollte sich später als entscheidend erweisen, als er begann, für Künstler aus völlig unterschiedlichen musikalischen Bereichen zu arbeiten.
Nach dem überwältigenden Erfolg von “It’s Like That” war Jason Nevins plötzlich einer der gefragtesten Remixer der Welt. Er setzte seine Zusammenarbeit mit Run-DMC fort und produzierte 1998 eine weitere Version von “(It’s) Tricky”, die allerdings nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen konnte. Dennoch bewies Nevins seine Vielseitigkeit mit dem Remix von Cypress Hills “Insane in the Brain” im Jahr 1999, der in Großbritannien Platz 19 erreichte und seine Fähigkeit unter Beweis stellte, auch andere Hip-Hop-Klassiker erfolgreich neu zu interpretieren.
Seine Remixarbeiten beschränkten sich keineswegs auf Hip-Hop. Nevins arbeitete mit einer beeindruckenden Bandbreite von Künstlern zusammen, darunter Britney Spears, Backstreet Boys, Duran Duran, Anastacia und Dannii Minogue. Für Letztere produzierte er 2007 den Track “Touch Me Like That”, der in den britischen Charts Platz 48 erreichte. Diese Vielfalt zeigt seine Anpassungsfähigkeit und sein Verständnis für unterschiedliche musikalische Stile. Ob Pop, Rock oder Dance – Nevins verstand es, jedem Genre seinen unverwechselbaren Stempel aufzudrücken, ohne die Identität der ursprünglichen Künstler zu verwischen.
Neben seiner Arbeit als Remixer verfolgte Jason Nevins auch eine Karriere als eigenständiger Künstler und Produzent. Im Jahr 2000 veröffentlichte er das Album “Uni-Vs-Al (Universal)”, das seine Vision einer universellen elektronischen Musik präsentierte. Es folgten weitere Alben wie “Pushing It Hard” (2003), “The Funk Rocker” (2005) und “Pushing It Harder: The Lost Tapes” (2006), die seine kontinuierliche künstlerische Entwicklung dokumentierten. Ab etwa 2001 integrierte er verstärkt Rock-Elemente und Big-Beat-Einflüsse in seine Produktionen, was seinen Sound noch energiegeladener und vielseitiger machte.
Unter dem Pseudonym U.K.N.Y. erzielte Nevins 2003 einen weiteren bedeutenden Erfolg mit “I’m in Heaven” featuring Holly James. Der Track erreichte Platz 9 in den britischen Charts und bewies, dass er auch unter anderem Namen erfolgreich sein konnte. Diese Veröffentlichung zeigte eine etwas andere Seite seines musikalischen Schaffens, mit melodischeren Elementen und einem zugänglicheren Pop-Appeal. Die Tatsache, dass viele Hörer nicht wussten, dass hinter U.K.N.Y. Jason Nevins steckte, unterstrich seine Fähigkeit, verschiedene musikalische Identitäten zu kreieren.
Eine der überraschendsten Wendungen in Jason Nevins’ Karriere kam mit seiner Arbeit im Country-Genre. Sein Remix von “Cruise” der Country-Band Florida Georgia Line featuring Nelly wurde zu einem massiven Hit und erreichte in den USA Diamant-Status – eine Auszeichnung für mehr als zehn Millionen verkaufte Einheiten. Dieser unerwartete Erfolg im Country-Bereich bewies einmal mehr Nevins’ außergewöhnliche Vielseitigkeit und sein Gespür für kommerzielle Hits über Genregrenzen hinweg. Der Track funktionierte sowohl im Country-Radio als auch in Pop- und Urban-Formaten, was für einen Remix äußerst ungewöhnlich ist.
Die Anerkennung für diese Arbeit ließ nicht lange auf sich warten. 2013 gewann Nevins einen American Music Award für Song of the Year, und 2014 wurde er bei den Academy of Country Music Awards in der Kategorie Vocal Event of the Year nominiert. Diese Auszeichnungen aus der Country-Welt waren bemerkenswert für einen Produzenten, der primär aus der elektronischen Tanzmusik kam. Sie zeigten, dass gute Produktion und ein Verständnis für Melodie und Rhythmus universell sind und nicht durch Genregrenzen eingeschränkt werden. Jason Nevins bewies damit, dass er weit mehr war als ein One-Hit-Wonder der späten Neunziger.
Heute wird Jason Nevins’ Musik auf verschiedenen Plattformen gespielt, von Streaming-Diensten bis hin zu spezialisierten Internetradio-Stationen, die sich der Musik der Neunziger und frühen Zweitausender widmen. Seine Remixe und Produktionen haben die Musiklandschaft nachhaltig geprägt und gezeigt, wie traditionelle Genres durch moderne Produktionstechniken neu interpretiert werden können. Mit seiner Fähigkeit, Brücken zwischen verschiedenen musikalischen Welten zu bauen, bleibt Jason Nevins eine wichtige Figur in der Geschichte der elektronischen Tanzmusik und des Remixing als eigenständige Kunstform.
Wir konnten leider keine Konzerte von Jason Nevins finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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