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today01.03.2026
Hipsway waren eine schottische Band aus Glasgow, die Mitte der 1980er Jahre mit ihrem unverwechselbaren Mix aus Pop, New Wave und Soul-Elementen internationale Erfolge feierten. Ihr größter Hit „The Honeythief” brachte ihnen 1986 sowohl in Großbritannien als auch in den USA Chartplatzierungen ein. Nach einer längeren Pause kehrte die Band 2016 mit einer Wiedervereinigung zurück und veröffentlichte 2018 ein neues Album.
| Künstlername | Hipsway |
| Mitglieder | Grahame Skinner, Pim Jones, Johnny McElhone, Harry Travers |
| Genre | Pop, New Wave, Soul, Sophisti-Pop |
| Größter Hit | The Honeythief |
| Gründungsjahr | 1984 |
| Auflösungsjahr | 1989 (Wiedervereinigung 2016) |
| Land | Schottland, Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Tiefe Stimme von Grahame Skinner, rhythmisches Gitarrenspiel, Soul-Elemente in Pop-Strukturen |

Im Jahr 1984 formierte sich in der schottischen Musikmetropole Glasgow eine Band, die schon bald für Aufsehen sorgen sollte. Hipsway wurden von vier talentierten Musikern gegründet, die bereits Erfahrungen in der lokalen Musikszene gesammelt hatten. Johnny McElhone, der zuvor bei der erfolgreichen Band Altered Images Bass gespielt hatte, tat sich mit dem Sänger Grahame Skinner zusammen. Komplettiert wurde die Besetzung durch Gitarrist Pim Jones und Schlagzeuger Harry Travers, wobei Skinner und Travers bereits gemeinsam in der Band Kites aktiv gewesen waren.
Die Chemie zwischen den Musikern stimmte von Anfang an, und sie entwickelten einen Sound, der sich von vielen anderen Bands der Zeit abhob. Ihre Musik kombinierte eingängige Pop-Melodien mit Soul-Einflüssen und New-Wave-Elementen, was ihnen schnell die Aufmerksamkeit von Mercury Records einbrachte. Der Plattenvertrag war der erste wichtige Schritt auf dem Weg zum Erfolg.
Die ersten Schritte waren allerdings noch holprig. 1985 veröffentlichte Hipsway ihre ersten Singles „The Broken Years” und „Ask the Lord”, die jedoch beide nur Platz 72 der britischen Charts erreichten. Der kommerzielle Durchbruch ließ zunächst auf sich warten, doch die Band gab nicht auf und arbeitete weiter an ihrem Sound. 1986 folgte dann der große Moment: Mit „The Honeythief” gelang Hipsway ein Hit, der sowohl in Großbritannien als auch in den USA erfolgreich war. Der Song erreichte Platz 17 der UK Singles Chart und sogar Platz 19 der US Billboard Hot 100, was für eine schottische Band zu dieser Zeit eine beachtliche Leistung darstellte.
Der Titel war nicht nur musikalisch ein Volltreffer, sondern auch inhaltlich interessant konzipiert. Die Inspiration stammte von einem Gemälde aus dem 16. Jahrhundert mit dem Titel „Venus und Cupid, the Honey Thief” aus der Burrell Collection in Glasgow. Zusätzlich flossen Elemente aus Vladimir Nabokovs umstrittenem Roman „Lolita” in den Text ein, was dem Song eine besondere literarische Tiefe verlieh. Die markante, tiefe Stimme von Grahame Skinner und das rhythmische Gitarrenspiel von Pim Jones machten „The Honeythief” zu einem unverwechselbaren Stück, das auch heute noch auf vielen Radiosendern und im Internetradio gespielt wird.
Auf den Erfolg der Single folgte 1986 das selbstbetitelte Debütalbum „Hipsway”, das Platz 42 der britischen Albumcharts erreichte und in mehreren anderen Ländern ebenfalls chartete. Das Album enthielt neben „The Honeythief” weitere Singles wie die neu aufgelegte Version von „Ask the Lord”, die diesmal bis auf Platz 50 kletterte, sowie „Long White Car”, das Platz 55 erreichte. Einige Songs des Albums, etwa „Tinder”, wurden durch die Verwendung in schottischen Werbespots zusätzlich populär. Nach Angaben der Band erreichte das Debütalbum Goldstatus in Großbritannien mit mindestens 100.000 verkauften Einheiten.
Der Erfolg des Albums ermöglichte Hipsway, als Support-Act für größere Namen aufzutreten. Sie begleiteten die Eurythmics auf deren Europatournee und spielten eigene Clubshows in den USA, wo sie eine wachsende Fangemeinde aufbauten. Die Band schien auf dem besten Weg zu sein, sich als feste Größe in der internationalen Popszene zu etablieren. Doch hinter den Kulissen bahnte sich bereits eine Veränderung an.
Nach dem Debüterfolg verließ Johnny McElhone die Band, um später die erfolgreiche Formation Texas zu gründen. Auch Harry Travers stieg aus, und für das zweite Album wurde Stephen Ferrera als neuer Schlagzeuger verpflichtet. Diese personellen Veränderungen hatten unweigerlich Auswirkungen auf den Sound und die Dynamik der Band. 1989 erschien das zweite Studioalbum „Scratch the Surface”, das jedoch nicht an den Erfolg des Debüts anknüpfen konnte. Die Single „Your Love” erreichte zwar noch Platz 66 der britischen Charts, doch der große kommerzielle Durchbruch blieb aus.
Die veränderte Musiklandschaft Ende der 1980er Jahre machte es Bands wie Hipsway zunehmend schwerer, sich zu behaupten. Der Sophisti-Pop und die New-Wave-Bewegung verloren an Bedeutung, während andere Genres wie Hip-Hop und Grunge an Popularität gewannen. Nach der Veröffentlichung von „Scratch the Surface” löste sich Hipsway schließlich auf, und die Mitglieder gingen getrennte Wege.
Fast drei Jahrzehnte später, im Jahr 2016, kam es zur überraschenden Wiedervereinigung von Hipsway. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Veröffentlichung ihres Debütalbums beschlossen Grahame Skinner und Pim Jones, die Band wieder aufleben zu lassen. Sie spielten Jubiläumskonzerte, bei denen sie die alten Hits für eine neue Generation und ihre treuen Fans aus den 1980er Jahren präsentierten. Die Resonanz war durchweg positiv, und die Band entschied sich, nicht nur auf Nostalgie zu setzen, sondern auch neue Musik zu schaffen.
2018 veröffentlichten Hipsway ihr drittes Studioalbum „Smoke & Dreams”, das erste neue Material seit 1989. Obwohl das Album keine großen Chartplatzierungen erreichte, wurde es von Kritikern und Fans gleichermaßen positiv aufgenommen. Es zeigte, dass die Band ihren charakteristischen Sound bewahrt hatte, während sie gleichzeitig moderne Einflüsse einfließen ließ. Die Wiedervereinigung bewies, dass gute Musik zeitlos ist und dass Hipsway auch nach all den Jahren noch eine treue Anhängerschaft besitzt.
Heute werden die Songs von Hipsway weiterhin auf verschiedenen Plattformen gespielt, von klassischen Radiosendern bis hin zu modernen Streaming-Diensten. Ihr Einfluss auf die schottische Musikszene und die Pop-Landschaft der 1980er Jahre bleibt unbestritten. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Soul, Pop und New Wave haben sie einen Sound geschaffen, der auch Jahrzehnte später noch frisch und relevant klingt.
Wir konnten leider keine Konzerte von Hipsway finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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