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today06.03.2026
H-Blockx zählen zu den Pionieren des deutschen Crossover-Rocks und prägten seit den frühen 1990er Jahren mit ihrer Mischung aus Rock, Rap und Metal die deutsche Musiklandschaft. Die Band aus Münster feierte mit ihrem Debütalbum “Time to Move” internationale Erfolge und ist bis heute aktiv.
| Künstlername | H-Blockx |
| Mitglieder | Henning Wehland, Tim Tenambergen, Stephan Hinz, Steffen Wilmking |
| Genre | Crossover, Alternative Rock, Rap Metal |
| Größter Hit | Risin’ High |
| Gründungsjahr | 1990 |
| Land | Deutschland |
| Markenzeichen | Energiegeladene Live-Auftritte, Mix aus harten Gitarren und Rap-Elementen |

Die Geschichte von H-Blockx begann 1990 in Münster-Wolbeck, als Henning Wehland zusammen mit seinen Schulfreunden Johann-Christoph Maass, Stephan Hinz und Tim Tenambergen eine Band gründete. Der ungewöhnliche Bandname leitet sich von den berüchtigten H-Blocks des Maze Prison in Nordirland ab und deutete bereits früh auf die rebellische Haltung der jungen Musiker hin. In den ersten Jahren spielte die Gruppe vor allem in lokalen Clubs und entwickelte ihren charakteristischen Sound, der Elemente aus Rock, Metal und Hip-Hop miteinander verschmolz.
Die erste Single “Risin’ High” erschien 1993 und wurde zunächst nur durch Mundpropaganda bekannt. Ohne große Marketingkampagne verkaufte sich die Single etwa 10.000 Mal – ein beachtlicher Erfolg für eine unbekannte Band aus Westfalen. Diese ersten Erfolge ebneten den Weg für das Debütalbum “Time to Move”, das 1994 veröffentlicht wurde und die Band schlagartig bekannt machte.
Das Debütalbum “Time to Move” entwickelte sich zu einem Meilenstein des deutschen Crossover-Rocks. Mit Singles wie “Risin’ High”, “Move” und “Little Girl” eroberte die Band nicht nur die deutschen Charts, sondern auch die Herzen einer ganzen Generation. Das Album hielt sich über 60 Wochen in den deutschen Charts und erreichte Gold- sowie Platinstatus. Insgesamt verkaufte sich “Time to Move” über 500.000 Mal im deutschsprachigen Raum und weltweit mehr als 750.000 Mal.
Der Erfolg blieb auch international nicht unbemerkt. 1994 gewann die Band den MTV Europe Music Award als “German Local Hero”, und ein Jahr später folgte die Nominierung für den Best Breakthrough Artist. Beim VIVA Comet 1995 erhielten H-Blockx die Auszeichnung für das beste nationale Video für “Risin’ High”. Die energiegeladenen Live-Auftritte der Band wurden legendär und machten sie zu einem gefragten Act auf Festivals und als Support für internationale Größen.
In den folgenden Jahren bewies die Band ihre kreative Vielfalt. 1996 erschien das zweite Album “Discover My Soul”, gefolgt von “Fly Eyes” im Jahr 1998. Ein besonderes Highlight war 1999 die Zusammenarbeit mit der World Wrestling Federation, als der Song “Oh Hell Yeah” für Wrestling-Legende Stone Cold Steve Austin produziert wurde. Im selben Jahr steuerte die Band den Soundtrack zur deutschen Filmkomödie “Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding” bei, was ihre Bekanntheit auch außerhalb der Musikszene steigerte.
Das Jahr 2000 brachte mit “Ring of Fire” einen weiteren großen Hit hervor. Die Coverversion des Johnny-Cash-Klassikers, aufgenommen mit Dr. Ring-Ding, erreichte Platz 13 in den deutschen Charts und wurde auch in Österreich und der Schweiz ein Erfolg. Zwei Jahre später folgte mit “The Power” eine Zusammenarbeit mit Turbo B, die erneut die Chartspitze anvisierte. Diese Kollaborationen zeigten die Offenheit der Band für verschiedene musikalische Einflüsse und ihre Fähigkeit, den eigenen Sound stetig weiterzuentwickeln.
Das Album “No Excuses” von 2004 entstand in einer bemerkenswerten Rekordzeit von nur zehn Tagen und dokumentierte die eingespielte Zusammenarbeit der Bandmitglieder. 2007 folgte “Open Letter to a Friend” mit der Single “Countdown to Insanity”, bei der die Band eine clevere Marketingstrategie verfolgte: Die Plattenfirma hatte zugesagt, das Marketing zu übernehmen, wenn das Video mindestens 100.000 YouTube-Aufrufe erreichen würde – eine Bedingung, die erfüllt wurde und die Bedeutung von Internetradio und Online-Plattformen für die Musikverbreitung unterstrich.
Nach dem Album “HBLX” von 2012 wurde es ruhiger um die Band, doch H-Blockx lösten sich nie offiziell auf. Ab 2022 kehrten sie verstärkt auf die Festivalbühnen zurück. 2024 feierte die Band das 30-jährige Jubiläum ihres Debütalbums mit einer ausgedehnten Tour, die die anhaltende Popularität der frühen Hits bewies. Die aktuelle Besetzung besteht aus Henning Wehland am Gesang, Tim Tenambergen an der Gitarre, Stephan Hinz am Bass und Steffen Wilmking am Schlagzeug.
Im Herbst 2025 startete H-Blockx die Tour “Fillin The Blank” und kündigte ein neues Studioalbum an. Mit Singles wie “Straight_Outta_NOWHERE” und “LIGHTS_OUT” gaben sie einen Vorgeschmack auf das im März 2026 erscheinende Album “FILLIN_THE_BLANK”. Der Song “LIGHTS_OUT”, der am 26. September 2025 veröffentlicht wurde, zeigt die Band in gewohnt kraftvoller Form. Mit einer Länge von etwa zweieinhalb Minuten und einem Tempo von 164 BPM liefert der Track die typische H-Blockx-Energie, die Fans seit über drei Jahrzehnten schätzen.
Die Tatsache, dass H-Blockx auch heute noch auf vielen Streaming-Plattformen und im Radio präsent sind, unterstreicht ihre anhaltende Relevanz in der deutschen Rockszene. Ihre Musik wird regelmäßig im Webradio gespielt und erreicht sowohl langjährige Fans als auch neue Hörer. Mit dem kommenden Album beweist die Band aus Münster, dass sie nach über 35 Jahren Bandgeschichte noch lange nicht zum alten Eisen gehören. H-Blockx bleiben eine feste Größe im deutschen Rock und ein Beispiel dafür, wie Authentizität und musikalische Weiterentwicklung Hand in Hand gehen können.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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